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Die Petition wurde abgeschlossen
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
In der Elternzeit Umwandlung / Änderung der Familienversicherung in eine beitragsfreie Versicherung während der Elternzeit für alle Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse, unabhängig ob gesetzlich pflichtversichert oder freiwillig versichert.
So würden alle Eltern, die Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind, gleich behandelt. Die Umwandlung wäre notwendig, da die aktuelle Gesetzgebung diese Ungleichbehandlung rechtfertigt. Evlt. Könnten auch die bestehenden Gesetze entsprechend angepasst werden, solange das Ergebnis das Gleiche ist.
Begründung
Auf Grund der freiwilligen Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse müssen nicht unerhebliche Beiträge während der Elternzeit an die Krankenkasse gezahlt werden. Dieses trifft vielleicht nur auf vereinzelte Fälle wie Partner von privat Versicherten (wie z.B. Beamten, die i.d.R. private versichert sind und bei denen keine Familienversicherung greift und auch keine Beihilfe Regelung, da ja das Vorjahreseinkommen des Partners betrachtet wird) oder ledige freiwillig Versicherte zu, aber ist im Vergleich zu gesetzlich Pflichtversicherten eine Ungleichbehandlung, die zudem zu einer erheblichen Reduktion des Elterngeldes (natürlich nicht direkt sichtbar bei der Elterngeldberechnung) führt, da das gesamte Familieneinkommen bei der Berechnung der Krankenkasse berücksichtigt wird.
Schlimmer wird es noch, wenn man nach dem Bezug von Elterngeld weiter zu Hause bleibt, um sein Kind selber zu erziehen, da dann trotz 0 Einkommen, weiterhin Krankenkassenbeiträge gezahlt werden müssen. Persönlich bin ich in der gesetzlichen Versicherung geblieben, weil ich von dem Solidaritätsprinzip überzeugt bin und dieses unterstützen möchte, auch wenn eine private Versicherung wesentlich günstiger für mich wäre insbesondere hinsichtlich Beitragsfreiheit im Alter. Nun ist es aber sehr verwunderlich, dass die Solidarität anscheinend endet, wenn der oder die Versicherte sich eigentlich in einer Lage befindet in der er ganz im Gegenteil unterstützt werden sollte, da er die neuen potenziellen Beitragszahler aufzieht.
Es findet keine Gleichbehandlung statt von Beziehern von Elterngeld, die in der gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert sind, mit denen, die pflichtversichert sind. Gleiches gilt für den Rest der Elternzeit in dem kein Einkommen bezogen wird. Wer sich entscheidet 3 Jahre bei seinem Kind zu bleiben ist in der heutigen Gesellschaft in gewissen Konstellationen stark benachteiligt.
Insbesondere für Frauen, die es gewohnt sind für sich selbst zu sorgen, wie der Staat und die Wirtschaft es ja auch mehr und mehr durch die Änderungen im Sozialsystem (Rente etc.)fordert und ohne die das aktuelle Wirtschaftssystem gar nicht mehr aufrecht gehalten werden könnte, muss hier ein extremer Sprung zurück in "Alte" Muster gemacht werden, der nicht mehr zeitgemäß ist. Wenn der Staat fordert, dass Frauen mehr arbeiten sollen und Beruf und Familie vereinbaren sollen, so muss er auch dafür Sorge tragen, dass Frauen in einer Zeit, in der es ohnehin schon starke Einschränkungen insbesondere finanzieller Art gibt, entsprechend abgesichert werden.
Gleichberechtigte Partnerschaften und Ehen sollten nicht gezwungen werden wieder in Rollenmuster aus längst vergangenen Zeiten zurück zu kehren oder Ihre Kinder nach 1 Jahr bereits abgeben zu müssen, damit eine Krankenversicherung gezahlt werden kann. Wozu gibt es dann bitte Elternzeit? Davon abgesehen, ist es für die Meisten auf Grund der mangelnden Flexibilität der Einrichtungen gar nicht mehr möglich nach einem Jahr das Kind in eine entsprechende Einrichtung oder zu einer Tagesmutter zu geben, da Beginn August ist.
Leider werden die meisten Kinder nicht im Juli oder August geboren. Aber das nur so am Rande. Die Familienversicherung schützt leider nur einen Teil der Bevölkerung, aber mit Nichten die gut ausgebildeten alleinstehenden Mütter/ Väter und auch nicht Partner_Innen von Beamten. Bisher wurden ähnliche Anträge mit fadenscheinigen Begründungen bzgl. der bestehenden Gesetze abgelehnt. Es geht aber ja genau darum für Eltern möglichst gleiche Bedingungen zu schaffen. Deshalb der Antrag die Gesetze entsprechend anzupassen, sodass wenigstens alle gesetzlichen Versicherten gleich behandelt werden (egal ob freiwillig oder nicht), oder noch besser alle Eltern automatisch in der Elternzeit auch kostenfrei kranken versichert sind.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
07.01.2020
Sammlung endet:
06.07.2020
Region:
Deutschland
Kategorie:
Familie