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Bild zur Petition mit dem Thema: Haben wir gar nichts dazu gelernt? - Gegen euthanasieähnliches Morden auf Abtreibungsstationen Haben wir gar nichts dazu gelernt? - Gegen euthanasieähnliches Morden auf Abtreibungsstationen
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 24 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Haben wir gar nichts dazu gelernt? - Gegen euthanasieähnliches Morden auf Abtreibungsstationen

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Spätestens seit der von der Alice Schwarzer angezettelten Kampagne gegen den §218 im StGB ist das Thema Abtreibung mit all seinen Kontroversen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt und trotzdem sind nicht einmal die geringsten Züge einer ernsthaft ethischen und politischen Diskussionen innerhalb der Politik und den Medien erkennbar. Und das wollen wir ändern! Der vermeintliche Grund für dieses Schweigen ist die befürchtete negative Resonanz seitens einzelner Bevölkerungsgruppen und -schichten, egal, ob man sich nun für eine gesellschaftliche und damit auch strafrechtliche Akzeptanz von Abtreibungen oder dagegen ausspricht. Die Positionen sind oft radikal und sehr weit auseinander, was diese Thematik gerade für die Politik und insbesondere während der Wahlkampfzeiten sehr unpopulär macht. Plädiert man auf ein strafrechtlich sanktioniertes Verbot von Abtreibungen, sieht man sich häufig einer Hatz (neuerdings das Lieblingswort von Frau Schwarzer) und regelrechten Diskreditierungskampagnen ausgesetzt. „Finden Sie nicht, Frauen haben selbst das Recht, über ihr Leben zu entscheiden?" ist nur eine von vielen Fragen, die man gestellt bekommt - immer mit dem Ziel, denjenigen, der lediglich von seinem Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch macht, in die ultrakonservative und rechte Ecke zu drängen. Diese Voreingenommenheit blockiert eine ernsthafte Diskussion zu diesem äußerst wichtigen Thema ungemein. Das muss aufhören! Wir sagen „Nein!“ zu einem von Feministinnen und Gutmenschen geschnürten Maulkorb und “Ja!" zu einer ernsthaften Debatte über Abtreibung!

Begründung:

Um eine ernsthafte Diskussion über Abtreibung zu führen, muss man sich zunächst allgemein fragen: Was ist eigentlich eine Abtreibung? Was passiert da und was sind mögliche Gründe, dafür oder dagegen zu sein? Bei der Abtreibung geht es darum, den sich im Mutterleib entwickelnden Embryo innerhalb der ersten zwölf Wochen und damit vor der Geburt operativ abzutöten. Die Klientel dieser Abtreibungsstationen lässt sich recht deutlich skizzieren: Es handelt sich meistens um ausgesprochen junge Frauen/Mädchen, die von der Schwangerschaft regelrecht überrumpelt wurden und das entstehende Kind weder geplant noch gewollt haben. In einigen seltenen Fällen wollen Frauen, die Opfer einer Vergewaltigung und im Zuge dessen geschwängert wurden, die Frucht abtöten lassen. Um die Frage, ob Frauen nun ein Recht auf Abtreibung haben oder nicht, zu klären, muss man sich zunächst der Maßstäbe, anhand derer diese Entscheidung getroffen werden muss, bewusst werden. Das oberste Recht der in Deutschland lebenden Menschen ist jenes auf Würde. Handelt es sich bei dem Wesen im Mutterleibe also per Definition um einen Menschen und verliert jener durch diesen Eingriff sein Recht auf Würde, ist die Frage geklärt: Abtreibung müsste verboten werden! So steht es in unserer Verfassung. Handelt es sich denn nun bei diesem noch längst nicht vollentwickelten Wesen um ein menschliches Leben? Und genau das ist die Frage, die die Massen polarisiert. In den allermeisten Fällen koitieren Frau und Mann freiwillig und im Zuge dieses Aktes vereinen sich nicht nur ihre Körper, sondern auch in beinahe symbolischer Manier ihre Keimzellen, die zuvor lediglich die von der Frau bzw. Mann geklonte DNA enthalten. Ihre einzige Existenzberechtigung besteht darin, sich mit einem Gegenstück zu vereinen. Sie sind nur Abkömmling eines schon lebenden Menschen und besitzen somit noch kein Recht auf Unversehrtheit und Würde. Geht aus zwei Keimzellen jedoch eine Zygote hervor, ist etwas völlig Neues entstanden. Eine neue DNA und damit ein neues menschliches Wesen. Ab diesem Zeitpunkt wäre es eine Anmaßung, diese Existenz in auch nur irgendeiner Form zu relativieren. Dabei ist es ganz egal, wie das Bewusstsein oder die Emotionalität vorangeschritten ist, denn es handelt sich um ein menschliches Leben und nicht die Eigenschaften, die aus diesem hervorgehen gilt es zu schützen, sondern das Leben an sich. Das gilt auch für Embryos, die das Resultat einer Vergewaltigung darstellen. Nichts und Niemand auf der Welt hat das Recht, dieses Leben diesem noch nicht entwickelten Wesen abzusprechen, zumal es selbst für die Vergewaltigung nichts dafür kann. Damit ist die Antwort klar! Schon im zweiten Weltkrieg haben die Menschen den Fehler gemacht, Menschen anhand ihres Bewusstseins zu bewerten. So etwas darf nicht noch einmal passieren. Deswegen ist es so wichtig, das Leben als allgemeine und abstrakte Idee und Erscheinung zu verstehen. Dieses Dogma ist das Obligat für funktionierenden Frieden innerhalb Deutschlands und ein gewaltiger Fortschritt hinsichtlich unserer Historie. Wer also behauptet, für ein Verbot und entsprechende Sanktionen bei Abtreibungen zu sein, sei rückwärtsgewandt, der irrt. Das Gegenteil ist der Fall: Der Respekt vor jeglichem Leben in jeder Form ist eine Errungenschaft moderner Gesellschaften. Deswegen sprechen wir uns gegen euthanasieähnliche Massentötungen menschlicher Lebewesen aus! Wir sind dagegen, dass diesen armen Wesen alle Rechte abgesprochen werden; dagegen, dass sie in medizinisch operativen Verfahren wie ein Tumor abgesaugt und entfernt werden. Die anschließende pietätslose Entsorgung ohne jedwede Bestattung markiert dann nur noch den bedauerlichen Höhepunkt dieser vielen Grausamkeiten, die unter dem Deckmantel des mittlerweile gesellschaftlich größtenteils akzeptieren Begriffs der Abtreibung geschehen, und ist zuwider jeglicher Moralvorstellungen innerhalb unserer angeblich so zivilisierten Welt.

Als sagt „Nein!“ zu dieser Grundrechtverletzung und „Ja!“ zu einer neu entfachten Diskussion mit dem Ziel nach Jahrhunderten der menschlichen Gräueltaten in Deutschland es endlich geschafft zu haben, jedes Leben zu respektieren und zu akzeptieren!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Hagen, 08.03.2014 (aktiv bis 07.06.2014)


Debatte zur Petition

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Petitionsverlauf