Im Januar 2014 wurde im Rahmen einer Öffentlichen Plandiskussion der Bebauungsplan-Entwurf Alsterdorf 22/ Winterhude 22 von der Hochbahn Hamburg vorgestellt. Nun haben sich diese Planungen für den Busbetriebshof konkretisiert.

Da die Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel in Hamburg steigt, benötigt die Hochbahn Hamburg neue Flächen und Platz für die Realisierung eines Betriebshofs. Der neue Betriebshof soll in Zukunft Abstellfläche für ca. 300 Busse bereitstellen.

Begründung

Die Erschließung des Betriebshofes soll im sogenannten Alsterdorfer Gleisdreieck stattfinden. Dieses 10 Hektar große Gelände zwischen den Gleisen der S-Bahn und U-Bahn im Bereich Hebebrandstraße/ Rübenkamp ist seit mehr als 30 Jahren unberührt. In den vielen Jahrzehnten entstand dort ein Jungwald, der Lebensraum für viele unter anderem auch geschützte Tierarten bietet. Vier Fledermaus- und etwa 30 Vogelarten wurden während einer ganzjährigen Beobachtung des Raumes kartiert, darunter besonders schützenswerte Vögel wie Habicht, Kernbeißer, Sumpfmeise und Mäusebussard. Auch Rotfüchse und Rehe wurden in dem Wald gesichtet.

Im Frühjahr 2016 soll der etwa 10 Hektar große Wald gerodet werden. Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich Anfang 2019 abgeschlossen werden. Ebenfalls beginnt nächstes Jahr der Bau des Pergolenviertels direkt gegenüber des Gleisdreiecks, wodurch auch dort Grünfläche zerstört wird. Ein Ausgleich für den Naturverlust im Gleisdreieck soll nach derzeitigem Stand in Schleswig Holstein geschaffen werden.

Ein zusätzlicher Kritikpunkt ist die Minderung der Wohnqualität. Direkt neben dem geplanten Betriebshof, lediglich getrennt durch die S-Bahn-Gleise, befinden sich Wohnhäuser. Auch westlich des Gleisdreiecks gibt es eine große Wohnsiedlung, die ebenfalls durch die Emissionen betroffen sein wird. Die Zufahrt zum Betriebshof wird über die Hebebrandstraße erfolgen. In der Wohnstraße Rübenkamp wird es zukünftig ein erhöhtes Verkehrsaufkommen durch Busse geben. Täglich von Montag bis Freitag werden ca.428 Zu- und Abfahrten von Bussen stattfinden. Die Wohnqualität wird durch den Verlust von Natur und dem damit entstehenden Emissionen, wie Motorenlärm, Abgasen und Helligkeit, leiden. Zudem wird das Wohnviertel in seinem Charakter völlig verändert.

Mögliche geprüfte Alternativen zum Standort Gleisdreieck sind vier größere Standorte in den Stadtteilen Rothensburgort, Meiendorf, Steilshoop und Billbrook.

Wir lehnen den Ausbau des Öffentlichen Personenverkehrs nicht grundsätzlich ab. Jedoch sind wir gegen diesen, wenn dafür noch mehr Natur in Hamburg endgültig weichen muss, die über so lange Zeit entstanden ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Philippe Gottsleben aus Hamburg
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  • Die letzte öffentliche Anhörung zum Bebauungsplanverfahren "Busbetriebshof Gleisdreieck Alsterdorf" findet am Montag, den 01. Februar 2016 um 18.00 Uhr im großen Sitzungssaal des Bezirksamtes Hamburg-Nord, Robert-Koch-Straße 17 / Ecke Kümmellstraße (Hamburg-Eppendorf) statt.

    Dies ist die letzte Möglichkeit dem zuständigen Fachamt des Bezirksamtes Hamburg-Nord und der rot-grünen Bezirkskoalition mitzuteilen, was wir Anwohner und Leidtragende dieser massiven Naturzerstörung, von dem Bauvorhaben halten.
    Lediglich die CDU-Fraktion setzt sich für den Erhalt des 2011 vom Bezirksamt Hamburg-Nord als "einzigartig", als "Lebensstätte zahlreicher Arten" und als "naturschutzfachlich hochwertig" eingestuften Jungwaldes ein.

    Die rot-grüne Fraktion setzt auf einen schnellen Baustart und Rodung ohne weitere Verzögerung. Begründeten Einwänden wurde nicht stattgegeben.
    Politiker dieser Parteien geben teilweise Gutachten und selbst die Baupläne falsch wieder. Ein intensive Auseinandersetzung und Abwägung mit der Thematik fand also durch Entscheidungsträger augenscheinlich leider nicht statt. Für den Wähler nicht verständlich.

    www.hamburger-wochenblatt.de/alsterdorf/lokales/kai-debus-cdu-tag-der-entscheidung-d29535.html

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