Die hier unterzeichnenden Pflegekräfte fordern:

  1. Eine demokratische und nicht nur repräsentative Befragung aller Pflegekräfte Deutschlands für oder wider einer verpflichtenden Mitgliedschaft in einer Länderpflegekammer oder einer freiwilligen Mitgliedschaft in einem, noch zu erarbeitenden, Alternativ-Modell und unterstützen damit die Forderung von ver.di.

2 Eine realistische Erhebung aller benötigten Pflegekräfte, Einführung Pflegerelevanter Fallgruppen.

  1. Die Abschaffung aller "pflegesensitiven Bereiche" im Krankenhaus. Abschaffung der PpUVGs, Abkürzung für Pflegepersonal Untergrenzen Verordnung, eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministers zur vermeintlichen Bekämpfung des Pflegenotstands.

  2. Die Anhebung der Löhne für eine examinierte Pflegekraft auf 4.000 Euro Brutto, Renteneintritt senken, 30 Tage Urlaub(5Tage/Woche), zur Gewinnung von Pflegekräften und Nachwuchsförderung(ca 5,6 Millionen Pflegekräfte, in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Pflegediensten, davon 11,6% über 59 Jahre!!! Pflegeschüler ca. 140 000!!)

  3. Pflege in öffentliche Hand/ Abschaffung der gewinnorientierten Gesundheitswesens, Schaffung einer wirklichen Unterstützung der Pflegenden Angehörigen(ca. 4,7 Millionen), ausreichend und refinanzierte Häusliche Pflege, Ausreichend und Refinanzierte Kurzzeit- Langzeitpflegeplätze.

  4. Beendigung des akuten Pflegenotstands.

Reason

  • Eine repräsentative Befragung von Pflegekräften zur gesetzlich verpflichtenden Mitgliedschaft in einer Pflegkammer mag rechtlich korrekt sein, moralisch vertretbar ist sie definitiv nicht. Den Pflegenotstand, heute schon vorhanden, ist durch die Fehlentscheidungen der Gesetzgeber entstanden. Bis 2020 werden 53% Pflegekräfte fehlen, 2030 sind es bereits74% www.bundesgesundheitsministerium.de/personaluntergrenzen.html

  • Die Pflegeintensiven Zeiten werden im DRG System nur ungenügend berücksichtigt und bedürfen einer gesonderten Erfassung. In einem Modellbeispiel konnte eine zeitliche Differenz von + 15,04 % gegenüber dem DRG System nachgewiesen werden, woraus sich auch ein zusätzlicher Personalbedarf ablesen lassen könnte.

*PpUVGs ist die Abkürzung für Pflegepersonal Untergrenzen Verordnung Bei nicht einhalten(Pflegenotstand), passiert folgendes: Die Krankenhäuser werden zu einem Teil von den Sozialversicherungsträgern (z.B. Krankenkassen oder Rentenkassen) finanziert. Im Vorfeld werden mit diesen Verhandlungspartnern die Anzahl der zu erwarteten Fälle (Patienten/ Erkrankungen) für das Krankenhaus debattiert. Wenn das Krankenhaus eine Fallsteigerung in den Verhandlungen erreicht, muss es quasi eine Punktlandung hinlegen, wenn nicht gibt es Entgeltabzüge durch die Krankenkassen. Kommen weniger Patienten mit den zu erwartenden Erkrankungen ins Krankenhaus, werden ebenfalls weniger Entgelte ausgezahlt und Betten müssen geschlossen werden! Ebenso kommt es zu Bettenschließungen durch PpUVGs Werden die Personaluntergrenzen nicht eingehalten, weil man einem schwer erkrankten Patienten eine Odyssee durch nähere und fernere Krankenhäuser ersparen möchte, wird das Krankenhaus mit Abzug von Entgelten bestraft, muss also Betten schließen. Der Patient, der trotz der nicht eingehaltenen Untergrenzen behandelt wird und einen Schaden erleidet, bspw. Druckgeschwür, Lungenentzündung, kann sich nun an das Institut InEK wenden, an welches monatlich die Zahlen der Untergrenzen gesendet werden müssen. Von diesem Institut wird der Patient nun erfahren, dass in der Zeit seines Krankenhausaufenthaltes die Untergrenzen nicht eingehalten wurden und wird nun vermutlich gegen das Krankenhaus klagen.

Hält sich das Krankenhaus an die Untergrenzen, schließt also Betten, weil es das erforderliche Personal nicht vorhalten kann, erreicht es nicht die im Vorhinein vereinbarten Fälle und wird in den nächsten Budgetverhandlungen mit den Sozialversicherungsträgern mit Abschlägen bestraft, muss also Betten schließen.

Es kommt also zu einem künstlichen Abbau von Betten und im Endeffekt zum Schließen von Krankenhäusern, Schutz für die Pflegekräfte? Aber was ist der eigentliche Grund dafür, sparen. Laut den Krankenkassen können hunderte Kliniken geschlossen werden, da bei einer zumutbaren Anfahrt von 30 Minuten die Grundversorgung in einem Krankenhaus gewährleistet ist. Damit ist die Behandlung bei einem Arzt für innere Medizin oder der allgemeinen Chirurgie gemeint. Unfallopfer, die Knochenbrüche, innere Verletzungen und Hirnverletzungen erleiden, können bspw. hier nicht versorgt werden, ebenso wenig wie Mütter, die entbinden wollen

*Renditeobjekte, Gewinnmaximierung schröpfen das Gesundheitssystem und bluten es aus. Gelder, die zur Versorgung der Pat/Bewohner gedacht sind, fließen in private Investmentfonds. Ca 4,7 Mil. Pflegende Angehörige sind, allein gelassen von der Politik, der größter Pflegedienst. * Die Berufe im Gesundheitswesen, speziell die in Krankenhäusern, Altenpflegeeinrichtungen und in der ambulanten Pflege haben durch die schwere körperliche, seelische und geistige Belastung als Vollzeit Beruf bis ins Rentenalter verloren. Hier gilt es den finanziellen Verlust im Rentenalter durch eine, der Schwere des Berufes nach gerechten Entlohnung, entgegenzuwirken, denn eine angemessene Entlohnung macht den Ausbildungsberuf attraktiver. www.krankenkassenzentrale.de/wiki/zuzahlung# de.statista.com/statistik/daten/studie/703367/umfrage/fachkraefteengpass-in- gesundheitswirtschaftlichen-berufen-in-deutschland-bis-2030/ Pflegerelevante Fallgruppen (PRG): eine empirische Grundlegung vonMichael Isfort www.domradio.de/themen/soziales/2018-01-31/daten-und-fakten-ueber-die-pflege- deutschland. www.gesetze-im-internet.de/ppugv/PpUGV.pdf Entwicklungen in der Krankenpflege und in anderen Gesundheitsberufen nach 1945, Hrsg. Pierre Pfütsch, Sylvelyn Hähner-Rombach, 2018 de.statista.com/statistik/daten/studie/239672/umfrage/berufsgruppen-mit-den-meisten-fehltagen-durch-burn-out

www.bundesgesundheitsministerium.de/personaluntergrenzen.html/krankenhausfinanzierung.html www.g-drg.de/Pflegepersonaluntergrenzen www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesundheitssystem-hunderte-krankenhaeuser-koennten-schliessen/14517994.html www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Gesundheit/Broschueren/BMG_Ratgeber_Krankenhaus.pdf

Redaktion Maike Hecheltjen

Thank you for your support, Sabine Ender from Norden
Question to the initiator

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News

pro

Pfleger werden gezwungen dort Mitglied zu werden , selbst wenn sie absolute Gegner sind, wie können die dann auch noch behaupten ein einheitliches Sprachrohr zu sein?Also auch das Sprachrohr ihrer Gegner, da kann sich ein logisch denkender Mensch doch nur noch kaputt lachen

contra

Ich will keinen Handlungsstopp (was soll das eigentlich sein?) ich will das diese miese Nummer mit den Zwangskammern, Zwangsfortbildungen, Zwangsbeiträgen, Zwangsberufsordnungen, ... AUFHÖRT und die bestehenden Zwangskammern ABGESCHAFFT werden.In 15 Jahren, wenn das Gesundheitssystem, wie wir es kennen, zusammengebrochen ist, werden die Politiker nämlich uns für das Scheitern verantwortlich machen, obwohl wir nichts dafür können und Kammer auch nichts ändern kann. Politik sucht Sundenböcke für das absehbare Scheitern des Gesundheitswesens daher gibt es Pflegekammern

Why people sign

  • Birgit Beine Seeheim-Jugenheim

    3 days ago

    In eigener Angelegenheit habe ich mehrfach erlebt, wie es ist, wenn man alleingestellt sich auf die hier übliche Medizin ein- und überläßt. Als Krankenschwester bis zur Rente habe ich die Möglichkeit genutzt, auch hinter die Dinge zu schauen.

  • Sabine Hertel Plankstadt

    4 days ago

    Wir sind alle davon betroffen. Was geschieht, wenn wir in die Klinik müssen und niemand ist mehr da, um sich um uns zu kümmern? Meine Tochter war selbst schon betroffen und ist es immer noch.

  • Nicht öffentlich Bramstedtlund

    on 07 Jul 2019

    Ich arbeite in der Pflege und sehe jeden Tag wie es zum Leidwesen der Patienten und Bewohner bergab geht

  • on 06 Jul 2019

    Ich bin selber in der Pflege und sehe keinen Sinn in einer verkammerung für die ich noch zahlen muss

  • Ina Putty Osnabrück

    on 25 Jun 2019

    es geht uns irgendwann alle an - der Wahnsinn muss beendet werden

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