Seit 2012 wird der Fundus freiwillig und ehrenamtlich von Vereinsmitgliedern organisiert. Dieses anspruchsvolle Engagement droht sich nun aufgrund anhaltender prekärer Arbeitsbedingungen zu erschöpfen.

Da die meisten freien Kunst - Projekte mit kleinen Budgets arbeiten, ist eine Finanzierung von Honoraren durch Leihgebühren nach Abzug aller Fixkosten (Miete, Betriebskosten, Inhaltsversicherung) nicht möglich. Nach fast 5 Jahren Erfahrung mit wechselnden Mitarbeitern wird deutlich, dass eine personelle Konstante (30 - Stundenstelle) für Verwaltung und Service notwendig ist.

Es fehlt außerdem Geld für fachgerechte Reparatur und Pflege, modernere Kommunikation, Überholung der Kostüm - Datenbank sowie eine sachgerechtere Ausstattung der Arbeitsplätze für Reparaturen und Anproben.

In allen Theaterhäusern in Deutschland werden Kostüm - und Materialfundus aus öffentlichen Mitteln finanziert. Auch für frei produzierende Kunst - und Kulturprojekte in Berlin ist eine Landesförderung einer solchen Infrastruktur für Kunst - und Kulturschaffende dringend notwendig und im Sinne einer nachhaltigen berlinweiten Kulturförderung.

Deshalb startet das Kostümkollektiv e.V. Berlin eine Anfrage nach einem Haushaltstitel in Höhe von unter 50.000 € im Jahr für die Fundusverwaltung.

www.kostuemkollektiv.de

Begründung

Ein Kostümfundus ist für inszenierende Künste wie Theater, Performance, Film, Video und Fotografie unverzichtbare Arbeitsressource.

Mithilfe von Anproben und Probenkostümen wirken KostümbildnerInnen zielgerichtet ein auf den Prozess der Figurenentwicklung. Für ca. 2.000 frei produzierende KünstlerInnen und Kunstschaffende in Berlin ist der Kostümfundus des Kostümkollektivs seit 2012 eine Anlaufstelle, um nicht mehr benötigte Kostüme aufbewahrt zu wissen und um aus der Sammlung neue Kostümbilder zu entwickeln. Bildende, musizierende und insbesondere theaterschaffende KünstlerInnen recherchieren, probieren an und schöpfen Inspiration.

Durch Pflege und Reparatur werden Arbeitsmaterial und Kunstprodukte erhalten, welche in den letzten 50 Jahren aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden. Dabei handelt es sich um Kostüme aus abgespielten Projekten und aufgelösten Fundus der freien Szene (nebenbei wächst also ein Kostümbild - Archiv der freien Szene Darstellende Kunst). Aber auch die Oper und kommerzielle Bühnen spendeten Kostüme. Aus privaten Sammlungen stammen bis zu hundert Jahre alte Kleidungsstücke. Die Sammlung umfasst momentan ca. 20.000 Teile.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kostuemkollektiv e.V. aus Berlin
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Pro

Das Kostümkollektiv darf nicht als "irgend ... Privatverein" für Hobby- Kunst oder Freizeitspaß mißverstanden werden. Er ist ein als gemeinnützig anerkannter Verein zur Förderung von Kunst, Kultur und Bildung. Er stellt für die professionelle Arbeit notwendige öffentliche Infrastruktur unter prekären Bedingungen. Wieso sollte er von den freien Künstlern alleine getragen werden? Es wird ja auch zurecht nicht für Kostümfundus der Institutionellen Theater (der Öffentlichkeit unzugänglich, jedoch aus Steuergeldern bezahlt) gefordert, daß sie sich selbst finanzieren.

Contra

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