Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

das Ziel dieser Petition ist der Erhalt des Bahnhofgebäudes des Bahnhofes Borken (Westf.). Nachdem der Bahnsteig bereits im Jahr 2012 verlegt wurde, soll nun das Empfangsgebäude im Zuge der "Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes" abgerissen werden. Wir fordern sie auf den Abriss zu unterbinden, damit das Empfangsgebäude erhalten bleibt und in Zukunft einer neuen Verwendung (Umnutzung, Sanierung) zugeführt werden kann. Beispiele für eine neue Nutzung gibt es in unserem Umfeld genug. Weseke, Marbeck, Rhede, Bocholt, Gescher, Reken und viel mehr. All diese Städte und Stadtteile haben alte Bahnhofsgebäude erhalten und umgenutzt und somit ein Teil ihrer Stadt sowie ihrer Geschichte erhalten. Neue Verwendungsmöglichkeiten sind greifbar. Als Rad- und Touristen-Station für die Radwanderwege im Münsterland, ein schönes Café, als warmer Warteraum im Winter falls man den Bus oder die Bahn verpasst hat, als Servicestützpunkt ÖPNV oder etwas völlig anderes, kann das Bahnhofsgebäude nach einer Sanierung noch Jahre unser Stadtbild prägen. Eine neue Nutzungsmöglichkeit kann durch öffentliche und offene Diskussionsrunden mithilfe unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger erarbeitet und gemeinsam mit der Stadt Borken umgesetzt werden. Andere Städte haben es vorgemacht, wir müssen es nicht einfach nachmachen, sondern schneidern uns ein eigenes Konzept für unseren Bahnhof zurecht.

Wir möchten unser Bahnhofsgebäude erhalten bitte unterstützen sie uns!

Weitere Informationen erhaltet ihr auf www.unserbahnhofbleibt.de sowie auf www.facebook.com/borkenerbahnhof

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an info@unserbahnhofbleibt.de

Begründung

Seit seinem Bau im Jahr 1952 prägt das Bahnhofsgebäude das Bild der Kreisstadt Borken, unserer Heimat in Westfalen. Das sind heute 62 Jähre, die das Gebäude als Empfangsgebäude des Kreuzungs-, Durchgangs- und Endbahnhofes Borken (Westf.) dient. Es hat die Eisenbahnreichen Zeiten, den täglichen Reisestress, viele Urlaubsreisen und auch die Sparmaßnahmen der Deutschen Bahn AG überstanden und auch die „Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes“ wird es überstehen. Für einen beachtlichen Betrag wurde das Gebäude, durch die Stadt, von der DB Station&Service AG gekauft und dieses Geld soll nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen. Vor allem in der heutigen schnelllebigen Zeit ist es wichtig, alte Werte zu wahren, zu pflegen und an die nächsten Generationen weitergeben zu können. Es ist wichtig nicht alles krampfhaft durch teure Neubauten zu ersetzen, wichtig eine Stadt nicht zu vergrößern wenn ihr Kern dadurch zerfällt, wichtig die Stadtentwicklung in dichter Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern durchzuführen, denn es ist deren Heimat die verändert wird. Wir können das Potential unseres alten Empfangsgebäudes nutzen, für die Reisenden, die Pendler, Touristen und für unsere Stadt. Wir können uns einen Neubau für den ÖPNV-Servicepunkt sparen und können die Nachhaltigkeit fördern. Fördern je nach Umnutzung den „Grünen“ Fahrradtourismus, oder das allgemeine Wohlbefinden in der Stadt, schaffe ein Kultcafè oder ein Haus für Vereine, Möglichkeiten gibt es genug. Mit unserem Bahnhofgebäude bleibt auch ein Stück der Geschichte unserer Stadt erhalten und für die nächsten Generationen greifbar.

Darum verehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger unterstützt dieses Projekt und habt an der Entwicklung eurer Heimat teil. Nehmt es in die Hand, denn wir sind am Zug!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Maximilian Fuchs aus Borken
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  • Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,

    in etwa 12 Tagen ist die Petitionsdauer abgelaufen und eine weitere Abstimmung ist nicht mehr möglich. Daher möchte ich an dieser Stelle schon einmal allen Unterstützern meinen Dank aussprechen. Bis zum heutigen Tage haben 404 Personen diese Petition zum Erhalt des Borkener Bahnhofsgebäudes unterzeichnet. Kritiker mögen sagen: "404, nur so wenige?" aber in meinen Augen sind auch 404 Unterzeichner ein guter Wert. Es ist schön zu sehen, dass sich 404 Personen für den Erhalt des Bahnhofsgebäudes und somit auch für die Stadtentwicklung unser Stadt Borken interessieren.

    Wie die Aufmerksamen unter euch sicher festgestellt haben, sind die Abrissarbeiten am Bahnhofsgebäude bereits seit der letzten Woche im Gange. Es wurde bereits kräftig ausgerümpelt, das Dach teilweise abgedeckt und die Arbeiter sind mit der Schadstoffbeseitigung beschäftigt. Bis zum 08.08.2014 sollen die Abrissarbeiten noch dauern, somit blickt das Gebäude seinen letzten Tagen entgegen. Mit dem Abriss wird nun auch der letzte "Hauch längst vergangener Bundesbahnzeiten" aus Borken verschwinden und somit auch ein weiterer Teil der 130 Jährigen Eisenbahngeschichte der Stadt Borken.

    Es ist verständlicherweise traurig anzusehen, wie Alternativlosigkeit und fehlende Kreativität zum Abriss eines weiteren Gebäudes der Stadt führten. Eine wirklich nachhaltige Stadtentwicklung bei der neue und alte Gebäude miteinander kombiniert werden, scheint in Borken nicht gewünscht. Neue und vor allem moderne Architektur werden wir so in 50 Jahren ebenfalls wieder abreißen.

    Hat sich die Petition gelohnt?

    Definitiv JA! Zwar brachte sie nicht das gewünschte Ergebnis aber sie brachte Ergebnisse. Die Stimmen und Meinungen unserer Mitbürger wurden erfasst und für viele zugänglich. Die Beweggründe diese Petition zu unterzeichnen wurden genannt und auch in zahlreichen Diskussionen erörtert.

    Daher an dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle Unterzeichner, an alle die mir beim Sammeln der Unterschriften geholfen haben, an alle die das Thema verfolgt haben und besonders an Hartmut Schlüter-Müller und seine Schüler von der Montessori Schule, die das Thema aktiv Verfolgt haben und selbst mit einem Video für den Erhalt tätig geworden sind. Diese Schüler sind auf einem guten Weg, wenn sie ihre Heimat zu schätzen lernen und sich für diese interessieren.

    Die Kommentare und Meinungen der Petition sowie viele Bilder folgen demnächst auf unserbahnhofbleibt.de

    Mit freundlichen Grüßen
    Maximilian Fuchs

  • Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger und Mitstreiter,

    vielen Dank für die relativ gute Resonanz allein bei der Online-Petition. Es ist schön zu sehen wie mittlerweile über 150 Borkener und Auswärtige zu unserem Bahnhofsgebäude stehen. Es ist schön zu sehen, dass auch einige die Chance nutzen sich über das Kommentarformular zu der Sache zu äußern. Die Meinungen der Bürger zu sammeln und zu lesen, bedeutet mir sehr viel. Damit diese Kommentare nicht verloren gehen, werde ich sie am Ende der Petition auf die Seite unserbahnhofbleibt.de übernehmen. Bitte postet auch weiterhin die Gründe für eure Unterstützung und benutzt bitte auch die Pro- & Contrafunktion. Diese könnt ihr auch ohne eine Mitzeichnung benutzen.

    Wie ihr sicher aus der Borkener Zeitung erfahren habt, war ich gestern bei Herrn Bürgermeister Lührmann im Rathaus. Gemeinsam mit Herrn Laske von der Stabsstelle für Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Städtepartnerschaften war er bereit sich meinem Anliegen persönlich anzunehmen. Grund für mein Aufschlagen im Rathaus war natürlich neben dem persönlichen Kontakt auch das etwas enttäuschende Antwortschreiben auf meinen Brief aus der letzten Woche.
    Nachdem ich mein Anliegen vortragen durfte, waren die Antworten des Bürgermeisters wie bereits im Vorfeld zu erahnen. Auf meine Frage: "Wie viele Unterschriften müssen wir sammeln, damit sie das Thema erneut dem Stadtrat vortragen?" kam die schlichte Antwort: "Für uns ist das Thema abgeschlossen, ein weiterer Gesprächsbedarf besteht nicht!". Neben den Argumenten der finanziellen Verantwortung der Stadtverwaltung, sowie der fehlenden Kompetenz der Bürger wurde erneut auf die umfangreiche Pressearbeit der Stadt zum "Wichtigsten Infrastrukturprojekt der Stadt Borken" verwiesen. Die zahlreiche Teilnahme an der Veranstaltung im Vennehof, sowie die Beantwortung der über 450 Bürgerfragen sei ein Zeichen dafür, dass sich die Borkener ausreichend mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Interessanter weise beziehen sich sehr viele Bürgerfragen, auf die immer wieder verwiesen wird, auf die Erhaltung des Bahnhofsgebäudes, den Persönlichen Fahrkartenverkauf sowie die Streckenreaktivierung Richtung Bocholt, Coesfeld sowie Winterswijk. Besonders häufig kamen Fragen zu unserem heutigen Thema auf. "Wirtschaftlich nicht vertretbar", "Wirtschaftlich nicht realisierbar" und sogar "Wirtschaftlich unmöglich!" waren die Antworten.
    Weiterhin betonte Herr Laske, dass es bereits mehrere Bürger gab die Probleme mit dem Projekt hatten und zu einem Gespräch in das Rathaus kamen. Nachdem er diesen jedoch die Bilder und Pläne für den neuen Zentralen Omnibusbahnhof gezeigt und erklärt habe, gingen diese zufrieden und mit einer positiven Einstellung nach Hause.
    Für mich jedoch steht fest, dass die Sache nicht mit einem Gespräch mit dem Bürgermeister getan ist....

    Wie es weiter geht...

    Nachdem ich heute Morgen bereits ein Interview mit BorioTV und CenterTV (ehem. WMTV) zu dem Thema geführt habe, wollen wir morgen auf dem Marktplatz weitere Unterschriften sammeln. Weiterhin ist für die nächste Woche ein "runder Tisch" für interessierte Bürger sowie Unterstützer geplant. Themenschwerpunkte sind: Organisation der weitere Unterschriftensammlung, Ideensammlung, etc.. Ich hoffe in diesem Zuge auch die SPD, die nach wie vor gegen die Bahnhofspläne ist, noch einmal zu aktivieren. Was wir dann bewegen können werden wir sehen...

    Falls ihr Fragen, Anregungen und Kritik habt sprecht mich auf der Straße, beim Bäcker, im Supermarkt oder per E-Mail info@unserbahnhofbleibt.de an.

    Bis dahin freundliche Grüße!

    Maximilian Fuchs

    PS: Wenn sich jemand über die ehemaligen Ausmaße unseres Bahnhofes erkundigen und sich ein Bild der Eisenbahngeschichte Borkens machen möchte, empfehle ich das Heft "Die Geschichte der Eisenbahn in Borken (Westf.)" vom Autor Ingo Bergsdorf. Erhältlich ist das Heft im Borkener Stadtmuseum.

Pro

Andernorts geht's auch um Kultur&Bahnhof.

Contra

Nö.