Wir fordern vom Deutschen Bundestag mehr neutrale Aufklärung über das Wahlsystem und kontroverse politische Themen, die zielgruppengerecht über Ausstrahlung von Infospots vermittelt wird.

Begrundelse

Wir, eine Berufsschulklasse aus Jever, haben festgestellt, dass mangelndes politisches Interesse aus politischer Unwissenheit resultiert. Durch die aus unserer Sicht zu geringe Wahlbeteiligung die zurzeit bei uns in Deutschland herrscht und aktuelle demokratiefeindliche Auswüchse in unserer Gesellschaft, sehen wir den Grundgedanken der Demokratie gefährdet. Es lässt sich vermuten, dass viele potenzielle Wähler sich nicht mit den Parteien identifizieren können, weil sie mangels politischen Wissens oder fehlendem Hintergrundwissen zu den einzelnen politischen Standpunkten den Gang zur Urne scheuen. Zudem scheint ihnen der Nutzen der Demokratie nicht klar.

Eine erste gute Idee diesem Missstand zu begegnen ist der Wahl-O-Mat. Jedoch werden Fachbegriffe verwendet, die politisch weniger interessierte Bürger überfordern und die Tragweite und Konsequenzen einer Zustimmung oder Ablehnung zu einem kontroversen politischen Thema werden nicht erläutert. Gerade letzterer Sachverhalt kommt oft extremen, demokratiefeindlichen Parteien zugute.

Da viele das Fernsehen als Unterhaltungs- und Informationsmedium nutzen (durchschnittlich 223 Minuten am Tag), wäre dies vermutlich ein gutes Medium um politisches Wissen einem bildungsfremden Publikum nahe zu bringen. Damit das Desinteresse der Wähler gegenüber der Politik nicht wächst oder verbleibt, sollen diese Infospots entgegen der Parteiwerbespots neutral und sachlich sein. Denn Parteiwerbespots versuchen durch gezielt eingesetzte Manipulation dem Wähler die Parteiinteressen „aufzuzwingen“.

Zudem gilt es auch die jugendlichen Wähler zu motivieren und zu interessieren, indem die Infospots der politischen Themen z. B. von gleichaltrigen zielgruppengerecht erläutert werden. Auf jeden Fall sollte eine einfache, klare Darstellung gegeben sein, die nicht „politisch sprechend“ verfremdend wirkt und somit das Verständnis der jungen Wähler trübt, sondern einfach gehalten, klar und verständlich ist, für jeden ohne politisches Hintergrundwissen.

Quellen: www.augsburger-allgemeine.de/politik/Wahlbeteiligung-2013-deutlich-hoeher-als-bei-letzter-Wahl-id27105997.html www.junge-wahlbeobachter.de/2013/07/28/waehler-oder-nichtwaehler-das-ist-hier-die-frage/ www.zeit.de/kultur/film/2011-01/fernsehen-sehdauer-internet de.statista.com/statistik/daten/studie/2913/umfrage/fernsehkonsum-der-deutschen-in-minuten-nach-altersgruppen/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sascha Schindler Fra Wittmund
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