Wir brauchen jetzt Ihre Stimme, damit umgehend Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße eingerichtet werden. Nur so wird das Radfahren dort endlich sicherer.

Für die Münchner FahrradfahrerInnen ist die aktuelle Situation in der Rosenheimer Straße untragbar. Da sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts keine Radverkehrsanlage existiert, müssen RadfahrerInnen die vielbefahrene Fahrbahn benutzen. Vor allem dort, wo der Radverkehr in den fließenden Autoverkehr einfädeln muss, kommt es zu gefährlichen Situationen. Diese Lücke im Münchner Radnetz muss geschlossen werden.

Der Münchner Stadtrat hat bereits 2009 beschlossen, die Einrichtung einer Radverkehrsanlage in der Rosenheimer Straße zu untersuchen. Für die RadfahrerInnen in der Rosenheimer Straße hat sich seitdem nichts geändert. Nach über vier Jahren gibt es immer noch keine Lösung. Dies liegt aktuell an der Verzögerungstaktik von SPD, CSU und FDP im Münchner Stadtrat, die das Thema wenige Monate vor der Kommunalwahl in München nicht auf die politische Agenda setzen möchten.

Die Umweltschutzorganisation Green City e.V., der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München e.V., der Bund Naturschutz (BN) Kreisgruppe München e.V., der Verkehrsclub Deutschland (VCD) Kreisverband München e.V. und der FUSS e.V. fordern deshalb von den politischen Entscheidungsträgern der Stadt München ohne weitere Prüfung eine mutige und zeitnahe Lösung. In der Rosenheimer Straße soll in beide Fahrtrichtungen eine der beiden Autospuren durch jeweils einen Radfahrstreifen ersetzt werden. Die Anzahl der Abbiegespuren an den Kreuzungen bleibt nahezu gleich und es ist daher kaum mit mehr Rückstau zu rechnen. Das bestätigen Berechnungen des Verkehrsplanungsbüros Kaulen im Auftrag der Stadt.

Mit der Einrichtung von Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße wollen die Münchner Umweltverbände sicheren Radverkehr und aktive Mobilität fördern. Langfristig verfolgen wir das Ziel, den motorisierten Individualverkehr in München zu reduzieren und den Verkehrsraum der Landeshauptstadt nachhaltig umzuverteilen.

Begründung

Die Rosenheimer Straße wird täglich von über 2000 Radfahrern frequentiert, die die Straße als Einfallstraße in die Innenstadt benutzen. Da bisher zwischen Orleansstraße und Balanstraße keine Radverkehrsanlage existiert, müssen Radfahrer die normale Fahrbahn benutzen. Diese wird pro Tag aber von 30000 Autos, LKWs und Bussen als Hauptverkehrsroute zwischen dem Stadtzentrum, den Stadteilen im Münchner Südosten und dem Autobahnanschluss genutzt. Für Radfahrer ist die Verkehrssituation in der Rosenheimer Straße doppelt gefährlich: Einerseits an den Einfädelstreifen, wo sie sich in den fließenden Verkehr einordnen müssen. Andererseits auf der Fahrbahn, wo sie von Fahrzeugen mit Tempo 50 ohne ausreichenden Sicherheitsabstand überholt werden. Um weitere tödliche Verkehrsunfälle zu vermeiden, ist eine Lösung in der Rosenheimer Straße dringend notwendig. Ein abmarkierter Radfahrstreifen in beiden Fahrtrichtungen würde die Situation entschärfen, da er die 550 Meter lange Lücke im Radnetz endlich schließt, Einfädelvorgänge überflüssig macht und den Radfahrern eine eigene Fahrspur zusichert.

Die Einrichtung von Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße wird von den Grünen im Münchner Stadtrat gefordert. Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen setzt sich einstimmig und fraktionsübergreifend für diese Lösung ein. Die Haidhausener Bürgerversammlung votierte dafür. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das von der Stadt beauftragte und renommierte Verkehrsplanungsbüro Kaulen empfehlen die Maßnahme. Warum verzögern also SPD, CSU und FDP im Münchner Stadtrat die Einrichtung von Radfahrtseifen, obwohl sie sich in ihren Wahlprogrammen ausdrücklich für die Förderung des Radverkehrs in München aussprechen?

Wir brauchen jetzt Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße. Wir brauchen jetzt ihre Stimme, damit SPD, CSU und FDP im Münchner Stadtrat endlich zustimmen und das Radfahren dort sicherer wird.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    3092 Unterschriften! Wir bedanken uns bei Euch allen dafür, dass Ihr Euch hinter die Forderung nach einem Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße gestellt habt. Egal ob als RadlfahrerIn, engagierte BürgerIn oder AnwohnerIn: Das Thema geht uns alle an!

    Mit der Online-Petition und der Radl-Demo in der Rosenheimer Straße am 1. März haben wir gezeigt, wie wichtig uns hier eine schnelle und mutige Lösung ist. Dadurch haben wir erreicht, dass das Thema in den lokalen Medien aufgegriffen wurde und auch im Wahlkampf eine wichtige Rolle gespielt hat.

    Nun liegt es an den neu gewählten Münchner StadträtInnen, in der Verkehrspolitik umzudenken und sicheres Radeln in der Rosenheimer Straße endlich möglich zu machen. Wir fordern insbesondere Dieter Reiter als neu gewählten Münchner Oberbürgermeister auf, den Radfahrstreifen zur Chefsache zu erklären und als wichtiges Verkehrsprojekt im Rahmen seines 100-Tage Programms zu realisieren. Seiner öffentlichen Bekundung, in der Verkehrspolitik einen Neustart zu wagen und bisher umstrittene Radwege umsetzen zu wollen, müssen Taten folgen.

    Die Münchner Umwelt- und Verkehrsverbände Green City, ADFC, BUND, VCD und FUSS e.V.

  • Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    am Samstag, 1. März 2014, bekommt Ihr die Möglichkeit, Euch direkt vor Ort für den Radfahrstreifen in der Rosenheimer Straße einzusetzen.

    Kommt zur Radldemo und seid als Radfahrerinnen und Radfahrer präsent. Wir starten um 14:00 Uhr am Rosenheimer Platz und radeln gemeinsam entlang der Rosenheimer Straße bis zur Orleansstraße. Von dort geht es mit dem Fahrrad zurück und zur Abschlusskundgebung am Weißenburger Platz. Sabine Nallinger (GRÜNE), Martin Glas (ADFC) und Martin Glöckner (Green City) sind auch mit dabei.

    Informiert Freunde, Familie und Bekannte über die Petition und die Radldemo. Gemeinsam zeigen wir, dass sicheres Radeln Platz braucht!

Pro

Ich kann die Bedenken bezüglich möglicher Staus (zu Stosszeiten) schon verstehen. Das erwähnte Gutachten macht allerdings deutlich, dass hier keine verkehrliche Katastrophe zu erwarten ist. Von daher sollten wir es einfach mal versuchen. Nur mit Gutachten und Gegengutachten kommen wir nicht weiter!

Contra

Radfahrstreifen machen das Radfahren unsicherer, weil Separation nach Verkehrsarten neues Konfliktpotential schafft. Das ist ein typischer Fall von "Gut gemeint ist das Gegenteil von gut gemacht".