Sehr geehrte Damen und Herren,

Ziel dieser Petition ist es die Eröffnung eines weiteren gigantischen Schlachthofes in Bernburg zu verhindern. Nach Medienberichten zu Folge möchte der italienische Fleischkonzern Bresaole Pini im Bernburger Gewerbegebiet 25 Millionen Euro in den neuen Schlachthof investieren. Laut eigenen Angaben sollen stündlich bis zu 1000 (!) Schweine geschlachtet werden. Gefordert wird vom Landtag von Sachsen-Anhalt dieses Projekt zu unterbinden.

Begründung

Gegen dieses Millionen-Projekt sprechen mehrere Aspekte, so kann man aus der wirtschaftlichen Sichtweiße genau erkennen, dass die lokalen Schlacht-Unternehmen "Halberstädter Wurstwaren" und "Tönnies" in Sachsen-Anhalt große Konkurrenz mit dem kommenden italienischen Fleischkonzern zu rechnen haben werden. Laut eigenen Aussagen würde der Schlachthof zwar 2500 neue Arbeitsplätze schaffen, jedoch müssten durch den Konkurrenzkampf und dem damit resultierenden Preiskampf wieder massenhaft Arbeiter entlassen werden.

Aus dem Aspekt der Tierschutz ist deutlich zu erkennen, dass ein weiterer Schlachthof in Deutschland KEINE Notwendigkeit hat. Rund 56 Millionen Schweine werden jahrjährlich in Deutschland geschlachtet um den Konsum der Bevölkerung zu befriedigen, wovon aber 20 Millionen (!!!) jedes Jahr im Müll landen. Man erkennt also, dass rund 38% Tiere unnötig ihr Leben geben mussten. Hier ist eindeutig zu erkennen, dass die Nachfrage noch lange nicht so hoch ist wie das Angebot, was also einen neuen Schlachtbetrieb von dem Ausmaß unsinnig macht. Außerdem ist auch der Zustand in den bestehenden Schlachthäusern hoch zu kritisieren. Es entstehen sehr viele Fehler beim Schlachten der Tiere, so werden die Tiere, so lässt man schätzungsweiße bis zu 500.000 Schweine pro Jahr ohne Betäubung ausbluten und wirft sie dann in kochend heißes Wasser, obwohl sie teilweiße noch leben! Man müsste sich zunächst um die Situationen in den bestehenden Schlachtbetrieben kümmern, bevor man einem neuem erlaubt zu eröffnen.

Weitere Probleme könnten auch für die Anwohner Bernburges entstehen, da man sich auch noch nicht im Klaren ist, wie groß die Lärm- und Geruchtsbelästigung sein wird, die durch diesen neuen großen Schlachthof resultieren.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Korhan Akkum aus Frankfurt am Main
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Pro

Zusammenfassung dritter Teil: Die Wege der Tiertransporte werden sich nicht verkürzen, im Gegenteil. Um so ein Großschlachthof auszulasten werden die Transporte von noch weiter herkommen. Arbeitsplätze, die hier entstehen sollen, gehen dadurch woanders verloren. Es gibt schon genug Schlachthöfe im Bundesgebiet. Billigfleisch: Wenn es keiner anbietet, kann es auch niemand kaufen. Das muss man mit einem weiteren Groß-Schlachthof nicht auch noch fördern. Gewerbesteuer-Einnahmen: Wer weiß ob die überhaupt im Land bleiben, wenn der Firmensitz in Italien ist.

Contra

Der größte Irrtum vieler Vegetarier und Veganer ist, dass für ihre Ernährung niemand sterben müsse. Bei konsequenter Umsetzung ist sicher richtig, dass für Veganismus kein Stück eines getöteten Tieres auf dem Teller landet. Dies lässt jedoch die Kollateralschäden der Pflanzenproduktion außer Acht. Und diese sind teils 25 mal höher als bei der Produktion von Weidefleisch. Richtig gelesen: Pro kg nutzbaren Proteins aus Getreide werden hier unter Umständen 25 mal mehr fühlende Wesen getötet als durch nachhaltige Fleischproduktion. Mehr noch: Auch die Umwelt kann stärker unter der Pflanzenprodukti