Petition richtet sich an:
Familienkasse, Bundesagentur für Arbeit
Sicher gibt es Familien, die unsere Sozialleistungen dringend brauchen. Aber jeder der sich auf dem Spielplatz unterhalten hat weiß auch, wie weltfern der Kinderzuschlag verteilt wird. Es arbeitet nur ein Partner, meist der Mann. Für die Frau lohnt sich ein Wiedereinstieg in die Arbeit nicht. Denn die Unterstützung durch den Kinderzuschlag (inklusive Übernahme der Essenskosten von meist 100 Euro pro Monat und Kind und oft Übernahme der Kosten für Nachmittagsbetreuung) lohnt sich arbeiten für den zweiten Elternteil, meist die Mutter, dann nicht mehr. Denn die gesamt Unterstützung (Kinderzuschlag, meist auch noch Wohngeld) fällt weg, sobald der zweite Partner arbeiten geht. Bei 3 Kindern muss das Geld, welches dann wegfällt erstmal verdient werden- denn interessant wäre ja meist erstmal eine Teilzeitätigkeit für die Mutter. Also entscheidet sie sich gegen das Arbeiten. Und das oft nicht mal freiwillig, sondern aus der Situation heraus, dass ihre Berufstätigkeit zu einer finanziellen Verschlechterung der Familie führen würde. Hier wäre oft ein Arbeitsmotivation da, welche jedoch völlig absurd zu einem finanziellen Problem führen würde. So sitzt also eine Mutter, deren Kinder bis 16 Uhr kostenfrei betreut sind zu Hause und wird entmutigt arbeiten zu gehen. Warum? Weil keiner indiviuell prüft, wann der Kinderzuschlag wirklich benötigt wird und wann der Anspruch wirklich aus einer Not heraus entsteht.
Ebenso gibt es Familien, in denen sogar der arbeitende Partner nur Teilzeit arbeitet. Natürlich liegt das Einkommen, dann so niedrig, dass eine Unterstützung sinnvoll erscheint. Aber hier wäre von beiden Elternseiten Arbeitskraft vorhanden, die wird aber gar nicht abgefragt. Und natürlich lohnt es sich auch für diese Familie nicht die Arbeitszeiten zu erhöhen.
Die Vergabe vom Kinderzuschlag müsste besser geprüft werden. Denn das Geld kommt ja nicht vom Himmel gefallen, sondern wird von denen genommen, die oft auch ihre letzte Energie geben, um noch arbeiten zu gehen- neben Kindererziehung und Haushalt. Wer Geld von er Gemeinschaft haben will sollte verpflichtet werden zu arbeiten. Denn das Geld kommt von uns, von denen die noch arbeiten gehen. Eine Erhöhung dieses Zuschlags zum nächsten Jahr, während unsere Politik sich fragt, wo wir noch sparen können, ist wieder ein Schlag ins Gesicht für alle die arbeiten und damit trotzdem oft auch finanziell oft kaum besser gestellt sind.
Begründung
Arbeiten muss sich endlich wieder lohnen. Der Kinderzuschlag ist oft ein Grund für arbeitsmotivierte Mütter nicht wieder arbeiten zu gehen. Durch das Arbeiten entfallen oft die Leistungen wie Kinderzuschlag und Wohngeld auf einen Schlag und eine Teilzeitarbeit kann dies oft nicht aufwiegen. Somit steht die Familie finanziell schlechter da, sobald die Mutter beginnt zu arbeiten. Das darf nicht sein.