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Bild zur Petition mit dem Thema: Keine zusätzlichen Biotonnen in der Region Trier Keine zusätzlichen Biotonnen in der Region Trier
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: BürgeDr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- ...
  • Region: Trier und Landkreise T...
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 5.536 Unterstützende
    Sammelziel erreicht

Keine zusätzlichen Biotonnen in der Region Trier

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Wir fordern den Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, Herrn Dr. Ulrich Kleemann auf, die Gleichwertigkeit der jetzigen Abfallbehandlung anzuerkennen und keine zwangsweise Aufstellung von Biotonnen in unserer Region anzuordnen.

Begründung:

Ab dem 1. Januar 2015 müssten vor jeder Haustür vier Mülltonnen stehen. Jeweils eine Tonne für Altpapier, Restabfall, Wertstoffe und Bioabfall. Der Gesetzgeber will mit der getrennten Erfassung dieser Abfälle die Rückführung der Rohstoffe in den Stoffkreislauf ermöglichen und aus den Bioabfällen zusätzlich Energie gewinnen. Diese Ziele sind richtig, notwendig, weitsichtig, kurz gesagt: nachhaltig! Und es sind auch unsere Ziele. Allerdings haben wir unsere eigene Vorstellung, wie das umgesetzt werden soll: Wir fordern: 1. Glascontainer für Altglas 2. Papier/Blaue Tonnen für Papier, Pappe, Karton 3. Gelbe Säcke oder Tonnen für Wertstoffe 4. Graue Tonnen für den Rest, wozu auch die Küchenabfälle gehören 5. Grünschnitt-Sammelstellen für Gartenabfälle

Wir wollen und brauchen keine Biotonne, die stinkt, Platz vor unseren Häusern beansprucht und ökologisch keinen Vorteil bringt. Stattdessen wollen wir das Trierer Modell beibehalten, das Restabfall und Bioabfälle gemeinsam sinnvoll verwertet bzw. zu hochwertigen Ersatzbrennstoffen verarbeitet. Durch eine zusätzliche Sortieranlage könnten z. B. Wertstoffe aber auch die Bioabfälle gezielt aussortiert. Dass letzteres funktioniert wurde in einem einjährigen Großversuch, der bundesweit Wellen schlug und von Bund und Land (Rheinland-Pfalz) finanziell unterstützt wurde, wissenschaftlich nachgewiesen. Dabei hat sich auch erwiesen, dass Maschinen dies zuverlässiger erledigen als wir, die wir oftmals gar nicht wissen, was kommt in den Gelben Sack und was in die Restmülltonne.

Uns ist bewusst, dass Investitionen in die aufzubauende Sortiertechnik nicht zum Nulltarif erhältlich sind. Dem gegenüber stehen schätzungsweise 230 000 Bio- und Wertstofftonnen, unzählige Sammelfahrzeuge, ein großes Team an Personal sowie Tausende Liter Treibstoffe und übrigens auch wieder Sortieranlagen, um das vom Gesetzgeber geforderte Getrenntsammeln über die verschiedenen Mülltonnen durchzuführen. All dies nur, weil die Ministerialbürokratie in Berlin sich das ohne Rücksicht auf örtliche Gegebenheiten ausgedacht hat. Der Arbeits- und Platzaufwand, den wir – die Bürgerinnen und Bürger – hinnehmen müssen, ist dabei noch gar nicht berücksichtigt. Aber es geht nicht (nur) ums Geld, unseren Platz und unsere Arbeit. Wir sehen nicht ein, unsere Orte mit Abfallbehältern zuzupflastern, wenn bei technischen Alternativen – wie dem preisgünstigen Trierer Modell – am Ende für die Umwelt kein schlechteres Ergebnis herauskommt. Deshalb fordern wir den Präsidenten der SGD Nord aufgrund der vom Zweckverband Regionale Abfallwirtschaft vorgelegten Ökoeffizienzanalyse und weiterer Belege auf, die Gleichwertigkeit des Trierer Modells anzuerkennen und auf die zwangsweise Einführung von Biotonnen in unserer Region zu verzichten.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Bitburg, 27.06.2014 (aktiv bis 26.12.2014)


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PRO: Es erschließt sich mir ÜBERHAUPT NICHT, weshalb bei uns in Trier, die wir das moderne Versorgungs-und Verwertungszentrum in Mertesdorf quasi "vor der Haustür" haben, noch eine zusätzlich 4. Tonne (!) angeschafft werden soll. Die A.R.T. (Abfallwirtschaft ...

PRO: Die Region hat sich damals für das Herhoff-Verfahren entschieden, um für die Zukunft flexibel auf mögliche Anforderungen des Recycling-Marktes und der Gesetzgebung reagieren zu können. Die durch die graue Tonne eingesammelte Biomasse wird zu 100% energetisch ...

CONTRA: Wer einen Kompost hinterm Haus hat braucht keine Biotonne. In Städten (in TR auch!) ist das aber meistens nicht machbar! Scheinbar verstehen die Trierer nicht, dass man auch selbst mal Verantwortung für den riesen Berg an Müll übernehmen sollte, der Tag ...

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