Keine Bebauung der Sevenicher Feuchtwiesen & Auenlandschaft! Keine Änderung des Flächennutzungsplans!
Ein privater Investor plant die Bebauung der artenreichen Sevenicher Auenlandschaft im historischen Weiler Sevenich. Dort haben Experten von BUND & NABU über 100 gesetzlich geschützte Arten nachgewiesen. Diese Biotopuntersuchungen wurden 2020 von der Gesellschaft der UN-Dekade für biologische Vielfalt als herausragendes Artenschutz Projekt nominiert. Der Erhalt von Feuchtwiesen & Auen geht uns alle an. Uns Bürger und auch die Menschen, die unsere Region Mayen-Koblenz im Urlaub besuchen, sich an der Natur freuen und sich erholen möchten. Feuchtgebiete sind sehr effektive Wasserspeicher die helfen, Überschwemmungen und Flutkatastrophen zu verhindern. Feuchtwiesen als natürliches Wasser Rückhaltebecken sind deshalb lebenswichtig für Mensch & Tier. Die Bürgerinitiative Sevenicher Auenschutz fordert zusammen mit dem BUND Mayen-Koblenz und dem BUND Landesverband einen Bewusstseinswandel in der Kommunalpolitik hinsichtlich nachhaltiger Lebensweise und vorbildlichem Naturschutz zum Wohle der Allgemeinheit.
Wir fordern
- Keine Bebauung der Sevenicher Feuchtwiesen & Auenlandschaft "Unter den Höfen"!
- Erhalt der natürlichen Überschwemmungsflächen von Sevenich zum Schutz vor Starkregen und Hochwassergefahren
- Schutz des artenreichen Lebensraums für Fauna & Flora nach den Zielen der UN Dekade für Biologische Vielfalt.
- Schutz der Quellen, Bäche & Wiesen nach den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie WRRL und der Aktion Blau Plus RLP.
- Erhalt des Historischen Sevenicher Weilercharakters im Außenbereich
- Keine Änderung des Flächennutzungsplans im Sevenicher Landschaftsschutzgebiet!
Begründung
Zu 1: Artenreiche Ökosysteme wie in Sevenich sind auch für Klima- & Hochwasserschutz wichtig, denn hier haben viele gefährdete Arten Zuflucht gefunden. Deshalb: Keine Bebauung der Auenflächen im Weiler Sevenich! Bei einer Bebauung würde ein wichtiger Retentionsraum versiegelt und zerstört werden. Bei Starkregen und Hochwasser bewirkt die natürliche Wasseraufnahmefähigkeit und der Wasserrückhalt der Sevenicher Auen einen grundlegenden Schutz gegen Überschwemmungen der historischen Siedlungsbereiche.
Zu 2: Feuchtgebiete sind sehr effektive Wasserspeicher die helfen, Überschwemmungen und Flutkatastrophen zu verhindern. Sie können pro Hektar bis zu 3.8 Millionen Liter Flutwasser aufnehmen, schreibt die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz. Deshalb: Erhalt der Feuchtwiesen als natürliches Wasser Rückhaltebecken! Sie sind lebenswichtig für Mensch & Tier. Die tiefer liegenden Regionen an der Mosel sind bei Starkregenereignissen, wie es sie mit großer Wahrscheinlichkeit zukünftig häufiger geben wird, in höchstem Maße bedroht. Die Bewahrung des Sevenicher Artenparadieses wäre ein Musterbeispiel mit großer Außenwirkung zum Ansehen der Kommunalpolitik für eine nachhaltige Landschaftsplanung.
Zu 3: Die Artenerhebung des BUND Mayen-Koblenz auf den Sevenicher Auen wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Am 9.10.20 traf sich deshalb hoher Besuch in der Probstei der Stadt Münstermaifeld. Staatssekretär Dr. Griese, Präsident der Oberen Naturschutzbehörde Dr. Kleemann, Gewässerbiologe Dr. Schindler, Landesvorsitzende des BUND Frau Yacoub, Dr. Kape von der Kreisverwaltung und der Vorsitzende des NABU, Herr Mittler, waren eigens angereist, um gemeinsam mit dem Verbandsbürgermeister Mumm und der Bürgermeisterin Schneider an der Ehrung für die BUND Kreisgruppe Mayen-Koblenz teilzunehmen. Die von einer Fachjury geprüfte Auszeichnung erhalten nur besondere Projekte die in vorbildlicher Weise im Zusammenhang mit dem Schutz der Artenvielfalt stehen. Die Jury schreibt: „Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein deutliches Zeichen für das Engagement zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland gesetzt. Diese Aktivität hat die UN-Dekade-Fachjury nachhaltig beeindruckt.“
Zu 4: Der Schutz der Quellen, Bäche, Wiesen und Feuchtgebiete ist essentiell, denn sie bilden die Lebensadern unserer Natur. Seit 2002 ist der Biotopverbund im Bundesnaturschutzgesetz verankert. In der Novelle vom Juli 2009 findet sich die Regelung in den wichtigen §§ 20, 21 (BNatSchG). Danach soll ein Biotopverbundsystem zur Verbesserung des Zusammenhangs des Europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000 beitragen. Das Konzept des Biotopverbundes wird durch die wichtige Wasserrahmenrichtlinie der EU gestützt, bei der es um die Verbesserung des Zustandes der Gewässer im Zusammenhang mit den abhängigen Landökosystemen und deren Vernetzung geht. Nach den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie hätten bis zum Jahr 2015 bereits 100% aller Flüsse mindestens in einem „guten ökologischen Zustand" sein sollen. Nach EU-Kriterien wurden diese Ziehle weit verfehlt. Allein in RLP gibt es bei mindestens 70% aller Fließgewässer noch erheblichen Handlungsbedarf, um einen guten ökologischen Zustand zu erreichen. Siehe PDF WRRL – Rheinland-Pfalz auf dem Weg. Zusätzlich fordert das Bundesamt für Naturschutz (BfN) alternative Naturschutzkonzepte zu entwickeln und in den §§ 20, 21 des (BNatSchG) den länderübergreifenden Biotopverbund. Das BfN fordert die nachhaltige Sicherung heimischer Arten, der Artengemeinschaften und ihrer Lebensräume, sowie die Bewahrung, Wiederherstellung und Entwicklung funktionsfähiger ökologischer Wechselbeziehungen in der Landschaft. Das Bundesnaturschutzgesetz sieht vor, auf mindestens 10 Prozent der Fläche eines jeden Landes ein Netz verbundener Biotope zu schaffen.
Zu 5: Die Geschichte des Weilers Sevenich reicht mindestens bis in das Jahr 1142 zurück. Ein Weiler ist eine aus wenigen Gehöften bestehende Ansiedlung. Und das ist bereits seit fast 1000 Jahren so. Der historische Weiler Sevenich, muss als Kulturerbe von RLP geschützt und erhalten bleiben! Eine Bebauung würde den gesamten Weilercharakter von Sevenich mit einem Streich zerstören.
Zu 6: Was dem Bauvorhaben augenblicklich Einhalt gebieten würde: Keine Änderung des Flächennutzungsplanes! Eine Änderung des Flächennutzungsplans hingegen würde der Bebauung und Versiegelung dieses wichtigen Natur Raumes Tür und Tor öffnen und gleichzeitig die Fauna & Flora erheblich stören. Der Verlust der Überschwemmungsfläche würde zusätzliche Hochwasserrisiken für alle bisherigen Siedlungsbereiche mit sich bringen, deren Ausmaße eine unkalkulierbare Gefahrenlage mit sich bringt.
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Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
es gibt wissenswerte Neuigkeiten:
Gestern hatten wir ein sehr konstruktives Treffen in der Rathausschenke in Münstermaifeld, bei der Maximilian Mumm, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Maifeld, Vertreter der FDP, der GRÜNEN, der ÖDP, des NABU und des BUND MYK zum Informationsaustausch anwesend waren.
Die einstimmige Erkenntnis ist, dass dem Verbandsgemeinderat zur objektiven Entscheidung wesentliche Dokumente fehlen. Da alle Informationen und Zusammenhänge sehr komplex sind und die Durchsicht der Dokumentenvielfalt nicht auf die Schnelle möglich ist, wird nun ein Antrag auf Vertagung des Tagesordnungspunktes ‚Änderung des Flächennutzungsplans („FNP“) – Sonderbaufläche „Wohnen mit Pferden“ gestellt.... weiter -
Quorum erfüllt - Anhörung abgelehnt
vor 8 TagenPressemitteilung Bürgerinitiative Sevenicher Auenschutz
www.blick-aktuell.de/Politik/Quorum-erfuellt-Anhoerung-abgelehnt-555018.html
Wir, die Bürgerinitiative Sevenicher Auenschutz, sind gerade sehr verwundert. Demokratie wird als Grundlage politischer Freiheit und Gleichheit sowie weitreichender politischer Beteiligungsrechte erwachsener Staatsbürger definiert. Das Ziel einer Petition ist es unter anderem, ein Recht auf persönliche Anhörung der Bürger zu bewirken. 4432 Unterschriften auf OpenPetition sind ein klares Statement und die Bürger haben von ihrem Beteiligungsrecht Gebrauch gemacht. Über 500 Unterzeichnende stammen aus der VG Maifeld. Mit dieser Zahl wurde das Quorum von OpenPetition für die Verbandsgemeinde Maifeld erfüllt.
Das... weiter -
Bericht aus der Lokalpresse 5.6.2023 www.blick-aktuell.de/Politik/Ratsmehrheit-im-Ausschuss-derVerbandsgemeinde-stimmt-fuer-Bebauung-der-Sevenicher-Auen-553914.html ..."Es fehlten den Ratsmitgliedern vor der Abstimmung wichtige Dokumente, die die Bebauung dieser Retentionsfläche in der Aue kritisch sehen. Diese wurden nicht zugänglich gemacht, obwohl die Fraktion vorab schriftlich darauf hingewiesen hatte. Darunter ist beispielsweise die 40-seitige Stellungnahme des BUND, die erklärt, warum es enorm wichtig ist diese Feuchtwiesen und Auen als Retentionsfläche zu erhalten. Der BUND kritisiert zugleich die Methodik des Artengutachtens des Investors und stellt deren Ergebnisse infrage. Im Ratsinformationssystem fehlte vor der Abstimmung... weiter
Debatte
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8.341 Unterschriften65 Tage verbleibend -
Region: Mecklenburg-Vorpommern4.838 Unterschriften36 Tage verbleibend
Warum Menschen unterschreiben
Zwiesel
Im Zuge des Klimawandels und der vermehrten Starkregen, des Artensterbens durch immer mehr Versiegelung, wäre es ein riesiger Fehler ein solches Kleinod und wichtiges Rückzugsgebiet bedrohter Arten zu zerstören. Keine Ausgleichsfläche kann das ersetzen.
Radolfzell
Natur- und Artenschutz
Polch
Bewahrung eines selten gewordenen Ökosystems auf dem sonst stark landwirtschaftlich genutzten Maifeld. Wohnen mit Pferden ist außerdem in Lonnig schon möglich. Leute, die sich das leisten können, sollten also dahin gehen, wo schon Gleichgesinnte wohnen und nicht diesen seltenen, schützenswerten Naturraum zerstören. Die CDU muss offensichtlich auch daran erinnert werden, dass es die Schöpfung zu bewahren gilt für kommende Generationen.
Dresden
Auen sind als wertvolle Lebensräume unbedingt zu erhalten und sie dienen dem Hochwasserschutz
Kehrig
Ich möchte diese Artenvielfalt erhalten