Region: Lingenfeld

Kinder brauchen Vielfalt - Kita St. Elisabeth erhalten

Petition richtet sich an
Ortsbürgermeister Markus Kropfreiter

678 Unterschriften

100 %
280 von 210 für Quorum in Lingenfeld Lingenfeld

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  1. Gestartet 08.07.2026
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Petition richtet sich an: Ortsbürgermeister Markus Kropfreiter

Wir, der Elternausschuss der Kita St. Elisabeth in Lingenfeld, wenden uns gemeinsam mit Eltern, Familien, ehemaligen Kita-Kindern und Unterstützern an die Verantwortlichen in Gemeinde, Kirche und Politik.

Die Kita St. Elisabeth ist weit mehr als ein sanierungsbedürftiges Gebäude. Als einzige kleine Kindertagesstätte in Lingenfeld mit festen Gruppen bietet sie ein Betreuungsangebot, das es im Ort kein zweites Mal gibt. Seit vielen Jahren werden Kinder hier in einem familiären Umfeld begleitet, individuell gefördert und auf ihrem Weg in die Schule unterstützt.

Nun steht offenbar die vollständige Schließung der Einrichtung im Raum.

Die Kinder sollen künftig in einer anderen Kita untergebracht werden. Die geplante Lösung hätte Auswirkungen weit über die Kita St. Elisabeth hinaus. Nach aktuellem Stand müsste zur Aufnahme der zusätzlichen Kinder auch der Hort der Druslachpiraten mit seinen 30 Betreuungsplätzen wegfallen.

Mit einer Schließung unserer Kita würde nicht nur ein Gebäude aufgegeben, sondern ein gewachsenes pädagogisches Konzept, ein eingespieltes Team und ein wichtiger Teil der Betreuungsvielfalt in Lingenfeld verloren gehen.
 
Wir fordern die Verantwortlichen in Gemeinde, Kirche und Politik auf:

  • die Kita St. Elisabeth als eigenständige Einrichtung zu erhalten,
  • den seit Jahren angekündigten Umbau oder eine gleichwertige Zukunftslösung umzusetzen,
  • sämtliche Alternativen transparent zu prüfen und zu bewerten,
  • das bestehende Team und das bewährte pädagogische Konzept zu erhalten,
  • Eltern und Mitarbeitende frühzeitig und ehrlich in die Entscheidungen einzubeziehen.

Unsere Kita ist mehr als ein Gebäude. Sie bietet Kindern einen geschützten, familiären Rahmen, in dem sie gesehen, begleitet und individuell gefördert werden. Nicht jedes Kind braucht das Gleiche - deshalb sollte auch dieses besondere Angebot seinen Platz in Lingenfeld behalten.

Begründung

Ein einzigartiges Profil
Die Kita St. Elisabeth ist die einzige kleine Kindertagesstätte in Lingenfeld mit festen Gruppen. Gleichzeitig ist sie die einzige katholische Kita im Ort. Nach unserer Erfahrung fühlt sich nicht jedes Kind in großen Einrichtungen mit offenem oder teiloffenem Konzept wohl. Manche Kinder brauchen überschaubare Strukturen und einen ruhigeren Rahmen. Genau deshalb entscheiden sich Eltern bewusst für unsere Kita - trotz des sanierungsbedürftigen Gebäudes und fehlender Mittagessensplätze. Kinder verlassen unsere Kita nicht - sie wechseln zu uns. Allein im laufenden Kindergartenjahr sind fünf Kinder aus anderen Lingenfelder Kitas zu uns gewechselt. Der Grund: Das familiäre Umfeld und das geschlossene Konzept passten besser zu den Bedürfnissen dieser Kinder.

Wir finden: Nicht jedes Kind ist gleich. Deshalb braucht es unterschiedliche Betreuungsangebote.

Ein starkes Team
Unsere Kita wird von einer Leitung geführt, die über viele Jahre ein Team aufgebaut hat, das von Eltern, Kindern und Mitarbeitenden gleichermaßen geschätzt wird. Trotz personeller Herausforderungen gab es in den vergangenen Jahren keinen einzigen ungeplanten Schließtag und keine kurzfristigen Betreuungsausfälle. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels ist das keine Selbstverständlichkeit und von unschätzbarem Wert für berufstätige Familien. Viele Mitarbeiterinnen arbeiten seit Jahrzehnten in der Einrichtung. Sie kennen nicht nur die Kinder, sondern oft auch deren Geschwister und Familien. Die Kinder werden liebevoll begleitet, individuell gefördert und wirklich gesehen. Durch die Nähe der Gruppen kennen die Erzieherinnen jedes Kind. Auch die Leitung hat einen direkten Blick auf den Alltag aller Kinder. Unsere Kita arbeitet nach dem Speyerer Qualitätsmanagement (SpeQM) und ist KTK-zertifiziert. Eltern erleben täglich eine professionelle und liebevolle pädagogische Arbeit, die weit über das hinausgeht, was man von außen anhand eines Gebäudes beurteilen kann. Bauliche Probleme dürfen nicht mit der Qualität der Einrichtung verwechselt werden.

Offene Fragen
Dass das Gebäude modernisiert werden muss, steht außer Frage. Politik und Verwaltung haben den Umbau über Jahre hinweg immer wieder in Aussicht gestellt. Gescheitert ist das Vorhaben bislang allein an der Frage, wo die Kinder während des Umbaus betreut werden können. Als Übergangs- oder sogar Dauerlösung wurde unter anderem das Pfarrheim diskutiert und bereits gemeinsam mit dem Jugendamt besichtigt. Warum diese Option nicht weiterverfolgt wird, wurde bisher nicht transparent kommuniziert. Viele Eltern haben ihre Kinder im Vertrauen darauf angemeldet, dass die Zukunft der Einrichtung gesichert und die Modernisierung umgesetzt wird. Statt einer überraschenden Schließungsdebatte erwarten wir Transparenz über die geprüften Optionen, deren Vor- und Nachteile sowie die jeweiligen Kosten.

Wir erwarten Antworten auf folgende Fragen:

  • Warum wird die Nutzung des Pfarrheims nicht weiterverfolgt?
  • Welche Alternativen werden geprüft?
  • Welche Kosten werden miteinander verglichen?
  • Welche Auswirkungen hätte eine Schließung auf Kinder, Familien und Mitarbeitende?
  • Warum soll ausgerechnet die einzige kleine Kita mit festen Gruppen verschwinden?

Ein Blick auf die Zahlen
Die mögliche Schließung wird unter anderem mit sinkenden Kinderzahlen begründet. Doch die aktuelle Bedarfsplanung zeichnet ein differenzierteres Bild:

  • Für das Kindergartenjahr 2027/28 wird lediglich ein rechnerisches Überangebot von etwa 15 bis 25 Plätzen prognostiziert. Gleichzeitig weist dieselbe Planung darauf hin, dass derzeit noch 20 Kinder auf der Einwohnerliste stehen, die bisher in keiner Kita angemeldet sind.
  • Niemand kann vorhersagen, wie sich Neubaugebiete, Zuzüge oder politische Entscheidungen - etwa ein verpflichtendes letztes Kindergartenjahr - auf den künftigen Platzbedarf auswirken werden.
  • Fest steht jedoch: Eine geschlossene Kita lässt sich nicht innerhalb weniger Monate wieder neu errichten. Umso sorgfältiger sollten die Folgen geprüft werden - insbesondere, weil nach den bisherigen Überlegungen auch der Hort der Druslachpiraten betroffen wäre.

Unsere Botschaft
Wir wissen, dass Investitionen notwendig sind. Wir verstehen, dass rückläufige Kinderzahlen in die Überlegungen mit einbezogen werden müssen. Aber unsere Kita ist mehr als ein altes Gebäude. Sie ist ein starkes Team; ein Ort, an dem Kinder gesehen werden; ein Angebot, für das sich Eltern ganz bewusst entscheiden. Sie ist ein wichtiger Teil der Betreuungsvielfalt in Lingenfeld. Wer nur auf Sanierungskosten schaut, sieht nicht, was unsere Kita ausmacht. Wir wünschen uns, dass nicht nur über alte Mauern und Zahlen gesprochen wird, sondern auch über die Kinder, Familien und Mitarbeitenden, die von dieser Entscheidung betroffen sind. Ein Gebäude kann man ersetzen. Das, was über Jahrzehnte in der Kita St. Elisabeth gewachsen ist, nicht.

Rettet die Kita St. Elisabeth. Für unsere Kinder, für die Vielfalt in Lingenfeld und für den Erhalt eines wertvollen Konzepts.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elternausschuss Kita St. Elisabeth, Lingenfeld
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.07.2026
Sammlung endet: 07.01.2027
Region: Lingenfeld
Kategorie: Bildung

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DiecSPD und die Kirchen sparen am falschen Ende. Typisch, !

Anmassende und ungeschickte Einmischung in laufende Prozesse. Wer zahlt eigentlich den Schaden und Mehrkosten der durch so einen Quatsch erzeugt wird.

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Werner Elke

Bin selbst Erzieherin, sollten uns gegenseitig unterstützen. Und hab 10 Jahre in lingenfeld gearbeitet.

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