Region: Reutlingen
Dialog
Bild der Petition Kinderbetreuung in Reutlingen - Keine Erhöhung des Besuchsgelds

Kinderbetreuung in Reutlingen - Keine Erhöhung des Besuchsgelds

Petition richtet sich an
Gemeinderat Reutlingen

1.606 Unterschriften

Sammlung beendet

1.606 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Gemeinderat Reutlingen

Im Rahmen der Sparmaßnahmen des Stadt Reutlingen sollen die Gebühren für die Kinderbetreuung um 7,3% steigen. Dabei sind bereits jetzt die Elternbeiträge für die Kinderbetreuung sehr hoch.

Die geplante Steigerung stellt eine unverhätnismäßige Mehrbelastung für junge Familien dar, je nach Haushalt zwischen 500€ und 800€ im Jahr. Andere Erhöhungen, wie Anwohnerparken (ca. 60€) oder die Hundesteuer (ca. 40 €) fallen deutlich geringer aus. Steuern wie Zweitwohnsitz- oder Übernachtungssteuer betreffen örtliche Bürger*innen kaum, und die Vergnügungssteuer betrifft ausschließlich freiwillige Nutzer.

Viele weitere Sparmaßnahmen betreffen ebenfalls insbesondere Familien mit Kindern, wie die Schließung von Außenstellen der Stadtbücherei, sowie die erwartbare Steigerung von Sportvereinsbeiträgen.
Ebenfalls sollen 10% aller städtischen Stellen eingespart werden, dies betrifft ebenfalls die Kinderbetreuung.

Daher fordern wir:

  • Die jährliche Erhöhung des Besuchsgelds nach dem Landesrichtsatz für die Jahre 2026 und 2027 auszusetzen.
  • Für einen fairen Lastenausgleich: Belastungen sollen auf alle Schultern verteilt werden.
  • Die Qualität bei KiTa und Schule muss erhalten bleiben – keine Kürzungen beim Personal!

Dies ist ein starkes Zeichen für junge Familien!

Wir bitten den Gemeinderat, die geplante Gebührenerhöhung abzulehnen und stattdessen für eine faire Verteilung der Kosten zu sorgen. Damit Reutlingen seinem Ruf als familienfreundliche Stadt gerecht wird, sollte dieser Anspruch durch konkretes Handeln und klare Prioritäten untermauert werden – und nicht nur im Rahmen des Stadtmarketings unter dem Motto „Familien-Freund-lingen“ beworben werden.

Begründung

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellsellschaft. Es ist wichtig jungen Familien ein gutes Umfeld zu bieten. Dazu zählt auch eine bezahlbare Kinderbetreuung und keine Mehrbelastung zum Ziele der Konsolidierung.
In vielen Fällen wird man ohne Kinder die Auswirkungen der Sparmaßnahmen nicht bemerken, aber mit Kindern wird man finanziell deutlich mehr belastet und spürt in vielen Bereichen die Kürzungen.

Reutlingen muss für junge Familien und Fachkräfte attraktiv bleiben – gutes Marketing reicht dafür nicht aus. Familienfreundlichkeit muss im Alltag spürbar sein. Dazu gehört eine bezahlbare Kinderbetreuung und der Verzicht auf zusätzliche finanzielle Belastungen zum Zwecke der Haushaltskonsolidierung.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Gerk e.V., Reutlingen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.01.2026
Sammlung endet: 02.03.2026
Region: Reutlingen
Kategorie: Familie

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    gerne leiten wir euch die Antwort von Herrn OB Keck weiter:

    Vielen Dank für Ihre Petition, die Sie an Herrn Ersten Bürgermeister Robert Hahn in der Sitzung des VKSA am 05.03.2026 übergeben haben. Gerne lasse ich Ihnen hierzu eine Antwort zukommen.

    Die Stadt Reutlingen befindet sich, wie viele weitere Städte in ganz Deutschland, in einer schwierigen finanziellen Situation. Um einen genehmigungsfähigen Haushaltsentwurf erstellen zu können, musste die Stadtverwaltung einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Weil uns bewusst war, welche Folgen die Sparvorschläge auf die Stadt haben, war es nicht einfach für uns, diese vorzuschlagen.

    Möglicherweise haben Sie bereits der Presse entnommen, dass der Kreistag einen Doppelhaushalt für den Landkreis Reutlingen beschlossen hat, der einen geringeren Hebesatz - also der Betrag, den die Stadt Reutlingen an den Landkreis bezahlen muss - beinhaltet, als von uns angenommen war.

    Auf dieser Basis haben sich Stadtverwaltung und Gemeinderat darauf geeinigt, einen Großteil der Sparvorschläge zurückzunehmen. Dadurch bleibt es uns möglich, die Kita Gebühren auf dem aktuellen Stand zu belassen und auf eine Erhöhung zu verzichten. Der Beschluss wird zwar erst in der Sitzung des Gemeinderats am 26.03.2026 getroffen, da ein Großteil der Fraktionen und Gruppierungen aber hinter diesem Vorschlag stehen, bin ich zuversichtlich, dass er auch angenommen wird.

    Gerne dürfen Sie diese Nachricht an diejenigen weiterleiten, welche die Petition unterzeichnet haben.

    Freundliche Grüße

    Thomas Keck

    Diese nicht-Erhöhung ist nur ein erster Schritt. Im Landtagswahlkampf haben die meisten Parteien zumindest ein beitragsfreies letztes Kindergartenjahr gefordert. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung um den Stellenwert der Kinderbetreuung zu steigern, aber auch um junge Familien finanziell zu entlasten.
    Es ist jetzt auch an uns, unsere Landtagsabgeordneten aus Reutlingen an dieses Forderung zu erinnern.

    Viele Grüße
    Claudia Fritz und Benjamin Mück
  • Liebe Unterstützende,

    vielen Dank für die Mithilfe!
    Wir haben im Rahmen der VKSA Sitzung über 1600 Unterschriften an Bürgermeister Hahn überreicht und nochmals unseren Standpunkt klar gemacht.

    Auch der GEA hat darüber berichtet (kostenpflichtig): www.gea.de/reutlingen_artikel,-kita-geb%C3%BChren-in-reutlingen-eltern-%C3%BCberreichen-petition-_arid,7132870.html

    Donnerstag nächste Woche, am 26.3., gilt es nun. Ab 17:30 Uhr wird der Haushalt 2026/27 verabschiedet.
    Es sieht sehr danach aus, dass unser Anliegen Erfolg haben wird.

    Kommt gerne zu der Gemeinderatsstzung um zu unterstreichen, dass uns das Thema wichtig ist.

    Viele Grüße
    Claudia Fritz und Benjamin Mück

Es ist widersprüchlich, wenn an die Solidarität junger Eltern appelliert wird, diese dann aber am stärksten zur Haushaltskonsolidierung herangezogen werden. Gleichzeitig erklärten OB und Finanzbürgermeister, man wolle die Grundsteuer nicht erhöhen, um die Bevölkerung nicht zu überlasten. Die GEA-Leserbriefe „Schlag ins Gesicht für Familien mit kleinen Kindern“ &„Unser Familien‑Feind‑lingen“ & zeigen die Schieflage deutlich

Ist Ihnen nicht bekannt, dass es vor wenigen Wochen eine Petition gegen die Erhöhung der Hundesteuer gab? Hier war nicht der Betrag an sich das Thema, sondern was sich aus der Erhöhung ergibt. Wenn Sie dies so in Petition nieder machen, schießen Sie automatisch gegen die andere Petition. Das ist ebenfalls nicht solidarisch.

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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