Region: Paderborn
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KiTa Beitragserhöhung in Paderborn STOPPEN

Petition richtet sich an:
Jugendhilfeausschuss, Stadtrat Paderborn und Kreistag

1.868 Unterschriften

67 %
1.065 von 1.600 für Quorum in Paderborn Paderborn

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  1. Gestartet 13.10.2026
  2. Sammlung noch > 5 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Jugendhilfeausschuss, Stadtrat Paderborn und Kreistag

Wir fordern die Stadt Paderborn auf, die geplante Erhöhung der Kita-Beiträge um 15 % und die Einführung eines Geschwisterbei-trags von 50 % kritisch zu überprüfen und eine realistische finanziell darstellbare Lösung für Familien zu schaffen.

Unsere Forderungen im Detail:
Wir fordern die Stadt Paderborn und die zuständigen politischen Entscheidungstrager
auf,

  • die geplante Erhöhung der Kita Beiträge um 15 % zu überprüfen und möglichst zu vermeiden oder deutlich abzumildern;
  • die Einführung des Geschwisterbeitrags von 50 % kritisch zu prüfen und eine faire Ge-schwisterentlastung sicherzustellen;
  • die konkreten Beiträge für alle Buchungszei-ten und Einkommensstufen transparent of-fenzulegen, bevor Eltern ihre Entscheidungen für das nächste Kitajahr treffen müssen;
  • auf eine übereilte Einführung zu verzichten und die betroffenen Familien angemessen in die politische Beratung einzubeziehen;
  • die Beitragsberechnung so zu gestalten, dass es die tatsächliche finanzielle Leistungsfähigkeit stärker berücksichtigt;
  • sich langfristig für eine möglichst beitragsfreie frühkindliche Bildung und Betreuung ein-zusetzen.

Begründung

Viele Familien stehen bereits durch Wohnkosten, Energie, Lebensmittel und andere laufende Ausgaben unter finanziellem Druck. Die geplanten Änderungen würden insbesondere Familien mit mehreren Kindern zusätzlich belasten.

Ein paar konkrete Beispiele verdeutlichen die Auswirkungen:
Eine Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von 50.100 € zahlt für zwei Kinder – eins unter zwei Jahren und eins über zwei Jahren – bisher monatlich 284 € an Kita-Beiträgen. Das günstigere zweite Kind ist bislang beitragsfrei. Hinzu kommen 160 € Essensgeld für beide Kinder, zusammen also 444 €.
Durch die geplante Erhöhung und den neuen Geschwisterbeitrag steigen die monatlichen Gesamtkosten in diesem Beispiel von 444 € auf 574 €.

Das sind 130 € mehr pro Monat beziehungsweise 1.560 € im Jahr.

Eine Familie mit einem Bruttojahreseinkommen von 125.100€ zahlt für zwei Kinder – wieder eins unter zwei und eins über zwei Jahren – bisher monatlich 646€ plus 160€ Essensgeld = 806€. 
Durch die geplante Erhöhung der Beiträge ergibt sich hier ein monatlicher Beitrag von 1152,45€.
Von 806€ auf 1152,45€ - monatlich 346,45€ mehr!

Bei Familien, die in die neuen, noch nicht bekannten Gehaltsklassen kommen, wird die Erhöhung voraussichtlich um die 62 % betragen - von jetzt auf gleich.

Diese zusätzliche Belastung kann dazu führen, dass Familien Betreuungsstunden reduzieren, ihre Arbeitszeit einschränken oder alternative Betreuungsmöglichkeiten suchen müssen.

Geschwisterkinder dürfen nicht zur zusätzlichen Belastung werden.

Wir erkennen an, dass die Stadt Paderborn sparen muss. Die Lösung sollte jedoch nicht darin bestehen, Familien immer stärker zur Kasse zu bitten. Frühkindliche Bildung und Betreuung sind eine wichtige öffentliche Aufgabe.
Besonders Familien mit mehreren Kindern brauchen eine faire Beitragsgestaltung. Wir fordern deshalb, die bisherige Geschwisterentlastung beizubehalten und eine finanziell darstellbare Lösung auch für alle Familien zu schaffen.

Kita-Beiträge dürfen Gleichberechtigung nicht ausbremsen

Immer mehr Familien stellen sich angesichts steigender Betreuungskosten die Frage, ob sich eine Erwerbstätigkeit finanziell überhaupt noch lohnt. Das kann die berufliche Eigenständigkeit von Frauen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf beeinträchtigen.
Zudem könnten Eltern gezwungen sein, Betreuungsstunden zu reduzieren, um Kosten zu sparen. Weniger gebuchte Stunden können sich wiederum auf die personelle Ausstattung der Kitas auswirken und damit möglicherweise auch die Qualität und Verlässlichkeit der Betreuung beeinträchtigen.

Bezahlbare Kinderbetreuung darf kein Hindernis für Erwerbstätigkeit und Gleichberechtigung sein. Sie ist eine wichtige Voraussetzung für Familien und die gesamte Stadtgesellschaft.

Beitragserhöhungen ohne Planungssicherheit

Die Stadt Paderborn möchte die geplanten Änderungen offenbar bereits zum nächsten Kitajahr umsetzen. Gleichzeitig wurden neue Buchungsmodelle mit 30 und 40 Wochenstunden eingeführt und zwei weitere, höhere Beitragsstufen angekündigt. Die konkreten Beiträge für diese Modelle sind bislang jedoch nicht bekannt.
Eltern müssen ihre Kinder für das kommende Kitajahr anmelden und Betreuungszeiten planen, ohne verlässlich zu wissen, welche Kosten auf sie zukommen. Das erschwert die finanzielle und berufliche Planung erheblich.

Familien brauchen Klarheit, bevor sie verbindliche Entscheidungen treffen müssen. Die Beitragssätze und finanziellen Auswirkungen müssen transparent offengelegt werden. Eine übereilte Einführung, während wesentliche Fragen noch offen sind, ist nicht der richtige Weg.

Haushaltseinkommen allein bildet die finanzielle Belastung nicht ab

Die Kita-Beiträge richten sich nach dem Haushaltseinkommen. Laufende finanzielle Verpflichtungen, beispielsweise für einen Immobilienkredit, werden dabei nicht ausreichend berücksichtigt. Zwei Familien mit gleichem Einkommen können deshalb sehr unterschiedliche finanzielle Spielräume haben.
Andere Kommunen und Bundesländer nutzen unterschiedliche Modelle der Kita-Finanzierung und Beitragsberechnung. Deshalb sollte auch Paderborn prüfen, wie die tatsächliche finanzielle Leistungsfähigkeit von Familien besser berücksichtigt werden kann.
Grundsätzlich sind wir der Überzeugung, dass frühkindliche Bildung ebenso wie schulische Bildung möglichst kostenfrei zugänglich sein sollte. Bildung darf nicht zu einer Frage des Geldbeutels werden.

Paderborn soll eine familienfreundliche Stadt bleiben
Familien brauchen Verlässlichkeit, faire Rahmenbedingungen und bezahlbare Kinderbetreuung. Wir fordern eine erneute politische Beratung der geplanten Änderungen und eine Lösung, die sowohl die finanziellen Herausforderungen der Stadt als auch die Lebensrealität der Familien berücksichtigt.

Bitte unterstützt diese Petition und helft mit, dass die Stimmen der Paderborner Familien in der Kommunalpolitik gehört werden!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elterninitiative Kita-Beiträge Kreis Paderborn, Paderborn

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.10.2026
Sammlung endet: 20.11.2026
Region: Paderborn
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

Familien sind die tragende Säule unserer Gesellschaft. Die geplante Kita-Beitragserhöhung um 15 % und der neue Geschwisterbeitrag bringen Eltern an ihre Grenzen. Mehrkosten von über 1.500 € im Jahr zwingen Familien, Arbeitszeiten zu reduzieren. Frühkindliche Bildung ist Daseinsvorsorge – städtische Sparmaßnahmen dürfen nicht auf dem Rücken unserer Kinder ausgetragen werden. Paderborn muss bezahlbar bleiben, damit junge Familien hier eine Zukunft haben!

Diese Petition greift viel zu kurz. Das zeigt schon das Beispiel mit den 125.100€. Wer über 10.000€ im Monat verdient, kann auch mehr beitragen. Im Gegenzug wird die Beitragsfreiheitsgrenze von 35.000€ auf 50.000€ erhöht und entlastet damit viele Alleinerziehende ganz. Und das ohne Antragsstellung! Geld kann nur einmal ausgegeben werden. Wenn die Beiträge nach über zehn Jahren nicht erhöht werden, bleibt weniger Geld für andere Leistungen wie Schwimmbäder und Jugendtreffs.

Warum Menschen unterschreiben

Kinder bekommen darf nicht bedeuten an die Armutsgrenze zu gehen

Geschwistererhöhung kann sich niemand leisten und ist Anti Familie

Das die Kita Beiträge erhöht werden ist schon klar. Aber das die Geschwister zahlen müssen finde sollte nicht sein.

Kinder sind unsere Zukunft, da müssen Eltern entlastet werden!!!

Wir sind eine Familie mit 3 Kindern.
Nach 3 mal Elternzeit und jedes Mal nach 1,5 Jahren zurück in Job, schaffe liegt keine Belastung bei 20 Std. Wochenarbeitszeit , mehr kann ich nicht leisten, wenn ich alle Bedürfnisse der Familie erfüllen möchte und mich selber nicht vergesse. Wenn ich nicht mehr Arbeit schaffe, woher soll das Geld für mehr Betreuungskosten kommen? Leider kommt bei uns noch immer wieder Notbetreuung hinzu. Das Feder ich auch noch ab. Und dann wird ein Elternteil krank… noch mehr Belastung.

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