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Bild zur Petition mit dem Thema: Kraftfahrzeugtechnik - Klärung von Datenschutzbedenken vor dem verpflichtenden Einbau des  Notrufsystems eCall in Neuwagen ab 2015 Kraftfahrzeugtechnik - Klärung von Datenschutzbedenken vor dem verpflichtenden Einbau des Notrufsystems eCall in Neuwagen ab 2015
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Deutschen Bundestag
  • Region: Deutschland mehr
  • Status: Der Petition wurde nicht entsprochen
    Sprache: Deutsch
  • Beendet
  • 219 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Kurzlink

Kraftfahrzeugtechnik - Klärung von Datenschutzbedenken vor dem verpflichtenden Einbau des Notrufsystems eCall in Neuwagen ab 2015

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2015 soll das geplante Notrufsystem mit dem Namen eCall verpflichtend in alle Neuwagen eingebaut werden. Meine Sorge ist jedoch, dass das System mißbraucht werden kann, da damit unter Umständen eine lückenlose Überwachung des individuellen Fahrverhaltens möglich ist. Darüber hinaus bin ich sicher, dass viele Autofahrer in Deutschland und Europa diese Sorge teilen. Ich bitte die Bundesregierung, bei der EU auf wesentliche Änderungen des geplanten eCall-Systems zu drängen - evtl durch Ablehnung.

Begründung:

Auf der Webseite der Europäischen Kommission finden sich einige Links zum Thema eCall. Hier ist zum Beispiel eine FAQ-Seite (Frequently Asked Questions, oft gestellte Fragen).Dort wird unter anderem klargestellt, dass das eCall-System nur im Falle eines Unfalls aktiviert wird, ansonsten nicht. Somit ist die Privatsphäre geschützt. Der entsprechende Abschnitt findet sich unter der Überschrift "Can the vehicle be tracked or hi-jacked?".Liest man jedoch den Abschnitt drüber, der mit der Überschrift "What is the cost?" anfängt, so findet sich dort folgender Satz:"It is also expected that the eCall technology platform capabilities (i.e., positioning, processing and communication modules) could be exploited for additional services (e.g., advanced insurances schemes, stolen vehicles tracking etc). "Übersetzt heißt dies:"Es wird ebenfalls erwartet, dass die technischen Fähigkeiten der eCall Technologie (Positionsaufzeichnung, Weiterverarbeitung und Kommunikation) auch für andere Zwecke benutzt werden kann (Erweiterte Versicherungstarife, Aufspüren von gestohlenen Fahrzeugen etc)"Das bedeutet, dass die Technologie weitaus fähiger ist, als man uns glauben machen will. Das wiederum bedeutet, dass ein Mißbrauch möglich ist. Die Idee, ein gestohlenes Fahrzeug aufspüren zu können, ist an sich nicht schlecht. Aber das sollte in der Entscheidung des Autobesitzers liegen. Da die Technologie zu diesem Zweck verwendet kann, dürfte klar sein, dass es möglich ist, eCall permanent zu aktivieren.Ein anderer möglicher Mißbrauch ist die Überwachung des Fahrverhaltens von Millionen von Autofahrern in der EU. Dadurch, dass eCall, ähnlich wie im Fall eines Diebstahls, offenbar permanent aktiviert werden kann, läßt sich aus den aufgezeichneten Daten ein Bewegungsprofil des Fahrers zusammenstellen. Ein Interesse an solchen Profilen könnten z.B. Autoversicherungen haben.Die Forderung:- Offenlegung der eCall-Spezifikationen und Veröffentlichung für jeden EU-Bürger.- Rücknahme des geplanten Einbauzwangs für Neuwagen ab 2015. Stattdessen muß jeder Autobesitzer beim Kauf die Wahl haben, ob er eCall einbauen und aktivieren läßt.- Falls eCall eingebaut ist, muß der Autobesitzer die Option haben, eCall später wieder ausbauen zu lassen.- Falls eCall eingebaut ist, muß der Autobesitzer die Möglichkeit haben, es zu aktivieren oder zu deaktivieren. Im Falle einer Deaktivierung darf ihm kein versicherungstechnischer Nachteil entstehen.- Der Status von eCall muß im Auto jederzeit sichtbar sein, z.B. durch eine LED.- Die grundlegende Funktion eines Autos darf nicht an den eCall-Status gekoppelt sein, was z.B. bedeutet, dass das Auto sich jederzeit ein- und wieder ausschalten lassen muß, unabhängig vom eCall-Status.- Falls die obigen Punkte nicht umsetzbar sind, ist das eCall-System von der Bundesregierung aus Datenschutzgründen abzulehnen.

29.07.2014 (aktiv bis 25.09.2014)


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