In der Sitzung am 5. November hat die Bezirksvertretung Innenstadt beschlossen, die Nachbildung der Kreuzblume bis zum Ende des Jahres vom bisherigen Standort am Kardinal-Höffner-Platz vor dem Dom nach Deutz vor die Messehallen zu verlegen. Wir fordern, dass endlich die Interessen der Kölnerinnen und Kölner berücksichtigt werden, die in ihrer großen Mehrheit die Kreuzblume vor dem Dom behalten wollen: Der Stadtrat muss hier ein Machtwort sprechen und die Kreuzblume vor dem Dom bleiben!

Begründung

Die Kreuzblume ist eine ebenso beliebte Sehenswürdigkeit wie auch einer der wichtigsten Treffpunkte in der Kölner Innenstadt. Zentral vor dem Dom gelegen verabreden sich hier Kölnerinnen und Kölner ebenso wie Auswärtige. Die Ausführung in Originalgröße gibt in unmittelbarer Nähe zu den Vorbildern auf den Domspitzen erst die Möglichkeit, die Dimensionen dieses Bauwerks richtig zu fassen. Dies ist eine der Gründe dafür, dass die Kreuzblume Teil von nahezu jeder Stadtführung ist, in vielen Fällen sogar als Startpunkt.

Die Kreuzblume wurde 1980 anlässlich des hundertjährigen Jubiläums der Domvollendung vor der Westfassade des Doms aufgestellt. Auch wenn sie zunächst nur als temporäre Installation geplant war, wollten viele Kölnerinnen und Kölner die Kreuzblume an diesem Ort schon schnell nicht mehr missen. Selbst als Orkan Wiebke 1990 das ursprüngliche Kunststoffmodell zerstörte, wurde der Ruf, nach einer Neuaufstellung so laut, dass sich Spender fanden, die der Stadt das heutige Betonmodell schenkten. Seither erfreuen sich Kölnerinnen und Kölner wie Auswärtige an dem realistischen Modell.

Die in der Bezirksvertretung mit den Stimmen von GRÜNEN, CDU und FDP gegen SPD und Linke beschlossene Verlegung nach Deutz ist ein mehr als schlechter Kompromiss und keine Alternative. Die Möglichkeit sich über den direkten Vergleich die Dimensionen der Domspitzen bewusst zu machen, gibt es bei der großen Entfernung zum Dom nicht mehr. Durch die abgelegene Lage würden Touristen die Kreuzblume kaum noch zu Gesicht bekommen. Auch der Stilmix einer gotischen Kreuzblume unmittelbar vor der denkmalgeschützten Fassade der alten Messehallen würde der Intention eines aufgeräumten Stadtbildes absolut zuwider laufen. Hinzu kommen Kosten für die Verlegung der Kreuzblume von knapp 100.000 Euro, die die Stadt für die Verlegung zu tragen hätte. Gerade in Zeiten, in denen die Stadt finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist, ist es nicht nachzuvollziehen, so viel Geld für so einen Unsinn auszugeben.

Es drängt sich der dringende Verdacht auf, dass hier einzelne Bezirksvertreter ihre persönlichen Vorstellungen von Ästhetik über das Interesse aller Kölnerinnen und Kölner stellen. Wir fordern, dass nicht länger an uns vorbei entschieden wird und die Kreuzblume dort bleibt, wo wir sie seit Jahrzehnten liebgewonnen haben!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jan S. Weber aus Köln
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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

    vielen Dank für Ihre Unterstützung für den Erhalt der Kreuzblume am Dom. Gerade haben wir die Marke von 1600 überschritten und es mit diesem starken Zeichen bereits geschafft, dass überall in der Stadt über unser Anliegen debattiert wird. Der Kölner Stadt-Anzeiger widmet dem Thema zum Beispiel in der heutigen Printausgabe fast eine ganze Seite. Die Fraktionen

    Gerade das zeigt aber, dass wir jetzt nicht nachlassen dürfen, sondern die Petition weiter verbreiten müssen, um den Druck aufrecht zu erhalten.

    Hierfür führt neuerdings auch die Adresse www.kreuzblume-koeln.de direkt auf die Petitionsseite, damit sie noch leichter verbreitet werden kann.

    Gemeinsam können wir CDU, Grünen und FDP zeigen, dass wir Kölnerinnen und Kölner unsere Kreuzblume behalten wollen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Jan S. Weber

Pro

Einerseits sind es erhebliche Kosten, anderseits haben Kölner dafür gespendet, damit dort die Kreuzblume aufgestellt wird. Geht man so mit Spendern und Spendengeldern um? Damals war angeblich das Geld nicht da. Heute geht es der Stadt finanziell auch nicht besser. Haben wir keine anderen Sorgen?

Contra

Am jetzigen Standort beeinträchtigt die Nachbildung der Kreuzblume den Taubenbrunnen von E. Mataré. Ich erinnere mich, einmal gelesen zu haben, dass dieser zunächst den Auftrag für einen Brunnen vis-a-vis der Kathedrale ablehnte, weil er etwas so großartigem in die Höhe strebendem nichts entgegen zu setzen wusste. Dann entschied er sich doch dazu und entwarf etwas ganz filigranes, leichtes, zartes, unscheinbares - der Brunnen duckt sich sogar ein wenig in die Erde und bildet eine sanfte Mulde. Die Kreuzblume wirkt daneben grobschlächtig, angeberisch mit billiger "Klingelschild-Ästhetik".