Die Bremische Bürgerschaft möge sich dafür einsetzen, dass Kinder aus Migrantenfamilien bei der Bewertung ihrer Leistung einen Bonus für sprachliche Defizite erhalten.

Seit Jahren beobachte ich als ehemaliger Lehrer bei der Betreuung von Migrantenkindern, dass sie durchweg schlechtere Zensuren als deutschsprachig aufgewachsene Kinder erhalten, weil sie mit den verschiedensten Nuancen und Konnotationen von Wörtern und

Sprache allgemein sehr oft weniger vertraut sind als deutsch-sprachig aufgewachsene Kinder. Aus meiner Erfahrung heraus kann ich die dadurch zustande kommenden Bewertungen nur als ungerecht und - für die betroffenen Kinder - in hohem Grade demotivierend bezeichnen, zumal sie oft nur schwer zu durchschauen sind.

Das gilt vor allem dort, wo "Fallen" in die Aufgabenformulierung eingebaut sind, die ein sehr differenziertes Sprachverständnis voraussetzen, das bei Migrantenkindern sehr oft nicht in gleicher Weise vorhanden ist wie bei Kindern, die in deutschen Familien aufgewachsen sind; dabei spielt sicher auch der unterschiedliche kulturelle Hintergrund eine Rolle, wie ich vor allem bei Problemen im Geschichtsunterricht festgestellt habe.

In einem Fall hing es z.B. davon ab, ob man klar erkennt dass "Kutter" und "Container" inkompatibel sind, um die Aufgabe richtig zu lösen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
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