Petition richtet sich an:
Dekanat und Fachbereichsrat des Fachbereichs Medizin der JLU
Sehr geehrte Mitglieder des Fachbereichsrates,
wir schätzen den Einsatz der Lehrenden, der einen großen Aufwand neben der Tätigkeit in der Klinik, Forschung und Organisation mit sich bringt. Besonders fallen dann Konzepte auf, die den regulären Aufwand deutlich übersteigen, wie im Querschnittsbereich 3.
Über einen langen Zeitraum war die Besetzung dieses Querschnittsbereichs eine große Herausforderung für den Fachbereich, weil kein passendes internes Personal verfügbar war. Die Veranstaltung musste sogar als Streamvorlesung aus Frankfurt durchgeführt werden, wobei das aufgrund von Hackerangriffen nur eingeschränkt funktionierte. Vor zwei Jahren konnte Prof. Körholz Julius W. gewinnen, um das Modul in Gießen zu übernehmen. Seither lief der Kurs inhaltlich und organisatorisch in den letzten vier Semestern ideal. Nun erfahren wir, dass das Dekanat die Tätigkeit von Julius W. gegen seinen Wunsch nicht verlängert. Damit sind wir nicht einverstanden.
Wir haben mit unseren studentischen Vertretern im Dialogformat zwischen Dozenten und Studierenden mehrfach darauf hingewiesen, dass wir uns mehr derartige Formate wünschen. Nun beendet das Dekanat einseitig eine der besten Veranstaltungen mit unbekannter Folgeregelung. Wir sehen die Kurserbringung als nicht sichergestellt und sind uns sicher, dass die derzeitige Lehrqualität nicht aufrechterhalten werden kann.
Julius W. verfügt als Arzt und BWLer über eine in unseren Augen ideale Doppelqualifikation für den Kurs. Mit dem Onlinekurs, der sogar einen Lehrpreis erhielt, seinem Lehrbuch, seinen Vermittlungsangeboten für Famulaturen, der Badegewässerbegehung zur Interessenvertiefung beim Gesundheitsamt, Veröffentlichungen im Bereich Lehre-ÖGW und studentischer Beteiligung bis hin zu Autorenschaften (derzeit im Reviewverfahren) ist er mit seinem Kurs eine starke Bereicherung für den Fachbereich. Da der Onlinekurs noch an mehreren Universitäten läuft, ist er ein Aushängeschild für die Gießener Lehre im Querschnittsbereich 3.
Uns ist unerklärlich, warum das Dekanat einseitig und intransparent ohne Beteiligung der Studierenden dieses erfolgreiche Format absetzen will. Als Herr W. das Modul übernommen hat, wurden Studierende einbezogen und haben sich für Herrn W. sowie für das Inverted-Classroom-Modell ausgesprochen.
Daher fordern wir,
- dass der Fachbereichsrat künftig über Veränderungen von Modulzuständigkeiten entscheidet und nicht mehr allein die Dekanatsführung. An anderen Universitäten werden sogar alle Lehraufträge vom FBR verabschiedet.
- dass der Prozess der Änderung der Scheinerwerbskriterien mit studentischer Beteiligung und die entsprechende Lehrumsetzung eingehalten werden. Die aktuellen Kriterien für den Q3 mit einem Onlinekurs können höchstwahrscheinlich gar nicht anders als durch Herrn W. erbracht werden.
- dass der FBR beschließt, dass Julius W. den Querschnittsbereich 3 auch weiterhin verantwortet!
- dass das Inverted-Classroom-Modell stückweise in weiteren Modulen angewendet und evaluiert wird, wenn die Verantwortlichen sich dazu bereit erklären.
Begründung
Aufrechterhalten einer guten Lehre für die Studierenden des Fachbereichs 11 der JLU