Die private und kostenlose Ausstellung des Briten Gary Blackburn in Kretzhaus ist laut einer Verfügung der Kreisverwaltung Neuwied mangels Baugenehmigung „sofort zu entfernen“ und das frei zugängliche Gelände samt dem Kasbach-Wanderweg abzusperren.

„Direkt neben der Bahnunterführung in Linz –Kretzhaus biegt man ab und findet ein von privater Hand erschaffenes Idyll. Vorbei an den beiden Kühen in Union-Jack-Optik und an der britischen Telefonzelle in Signalrot. „Baumdienst Siebengebirge“ steht auf einem Schild, „Welcome to Little Britain“ auf einem zweiten. Dahinter erstreckt sich auf rund 3000 Quadratmetern ein Märchenwald der etwas skurrilen Art. Ein lebensgroßer Merlin steht neben rostigen Ritterrüstungen und Shakespeare-Büste, zwei rote Doppeldeckerbusse und Mr. Beans apfelgrüner Mini parken auf einem Schotterplatz. Durch die üppig blühenden Blumenbeete wuseln Unmengen echter Kaninchen, die sich von den unechten Füchsen, Eulen und anderen Vögeln nicht sonderlich beeindrucken lassen. Die Queen thront als Gipsfigur in Robin Hoods' Holzhütte umringt von ihren Corgis und inmitten von Seidenblumen.

Im vergangenen Jahr machte Blackburn bundesweit und bis ins britische Königreich Schlagzeilen, als er einen 52-Tonnen-Centurion-Panzer aus Schweizer Armeebeständen, Baujahr 1953, kaufte und in „Little Britain“ zwischen rotem Briefkasten und Robin Hoods' Holzhütte aufstellte. Kriegsgerät im Märchenland? „Geschmacklos“, „kriegsverherrlichend“ warfen ihm einige Wenige vor. Doch wer sich selbst einmal vor Ort begibt, stellt sehr schnell fest, was Gary Blackburn damit wirklich im Sinn hat: „Ein Mahnmal für Frieden und Freiheit“, mit Friedenstauben, klatschroten „Remembrance Poppies“ und entsprechenden Schildern dekoriert.

Tausende Spaziergänger auf ihrem Weg vom oder zum Kasbachtal wissen diese Anlage zu schätzen und zu würdigen. Finden sie hier doch zahlreiche Sitzbänke zur Rast vor, auf denen sich vor allem ältere oder behinderte Wanderer ausruhen können.

Es ist nicht nachvollziehbar, dass ein derartiges und uneigennütziges Engagement eines Einzelnen für die Allgemeinheit von Politik und Verwaltung derart torpediert wird.

Begründung

Little Britain soll Weiterleben ! Die Verfügung der Kreisverwaltung Neuwied mit den Aktenzeichen 0228VB2017, 0311VB2018, 0312VB2018, 0171VB2018 soll zurückgenommen werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Harald Hallerbach aus Windhagen
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Neuigkeiten

  • Liebe Mitstreiter und Unterstützer,

    wie Ihr bestimmt aus den Medien bereits erfahren habt, ist unser Anliegen, den Fortbestand von "Little Britain" durch ein gewisses Entgegenkommen der Verwaltungen zu erreichen, leider gescheitert. Auch die geschürte Hoffnung, dass sich Landrat Achim Hallerbach mit seinem persönlichen Engagement in der Sache positiv auswirken könnte, erweist sich heute leider nur noch als "heiße Luft". Ob und wie es seitens der Eigentümer von "Little Britain" weitergeht, ist z.Zt. noch ungewiss. Der Mann ist, wie man sich denken kann, "fertig mit der Welt", zumal er jetzt durch die Pressemittlungen der Kreisverwaltung als "Bösewicht" dargestellt wird, der ausschließlich nur illegal gehandelt hat. Daher ist besonders das Verhalten von Landrat Achim Hallerbach als äußerst perfide zu bezeichnen.
    Vielen, vielen Dank nochmal für Eure Unterstützung. Bleibt alle gesund & munter, und wehrt Euch auch weiterhin gegen alles, was Ihr als Unrecht empfindet.

    Harald Hallerbach

    www.general-anzeiger-bonn.de/region/kreis-neuwied/Little-Britain-in-Linz-Kretzhaus-ist-vorerst-Geschichte-article3929503.html

  • Liebe Unterstützer,
    nach einer kurzfristigen Änderung bezüglich des Termins für die Übergabe der Petition wurde diese dann letztendlich am Freitag, 27.07.2018 um 09:00 Uhr in Erpel an Herrn Landrat Achim Hallerbach und an die Erpeler Ortsbürgermeisterin, Frau Cilly Adenauer, von mir übergeben. In einem kurzen Gespräch über die Angelegenheit kam man übereins, dass man nun das Dreiergespräch zwischen Gary Blackburn, Cilly Adenauer und Achim Hallerbach am 24./ 25..August 2018 abwarten müsse, und bis dahin nichts"passiert". Allerdings macht der Nachbar von "Little Britain" enormen, juristischen Druck auf die Kreisverwaltung und fordert den sofortigen Vollzug der Räumungsverfügung.
    Warten wir es ab! Über 1000 Unterstützer für den Erhalt und Verbleib von "Little Britain" sind ja schließlich eine " Hausnummer", die man nicht unterschätzen darf.
    Über das Gespräch und über einen daraus resultierenden Erfolg oder Misserfolg dieser Petition wird weiter informiert.

    Mit besten Grüßen

    Harald Hallerbach

Pro

Tolle Aktion der Familie! Little Britain ist mit viel Liebe erbaut und ein toller Ort um zumindest für einen Augenblick, in eine andere Kultur einzutauchen!!! Ich finde dies grade für Menschen, die es sich nicht leisten können, oder krankheitsbedingt eingeschränkt sind, eine tolle Möglichleit, diese Kultur ein wenig kennen zu lernen. Es gibt tatsächlich noch Menschen die nicht versuchen mit allen Mitteln Geld zu machen! Respekt für diese Ausstellung!!!

Contra

Die Menschen, die die Petition unterschreiben, fordern letztendlich, dass bestehende Gesetze keine Anwendung finden. Dies hätte zur Folge, dass jeder engagierte Bürger einfach (wie die Familie Blackburn) über 2000 qm Waldgrundstück der Gemeinde Erpel für ihr Hobby oder für einen „guten Zweck“ nutzen könnten. Das wäre das Ende des Waldes. Die Gemeinde hätte dann keine Möglichkeit mehr, dies zu verbieten. Denn warum sollte man dem einen etwas erlauben, dass man dem anderen verbietet?