Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass eigenfinanzierte Ausbildungen (hier: Verkehrsflugzeugführer) durch staatliche Finanzierungsprogramme und/oder Ausbildungshilfen unterstützt werden!

Begründung

Im Frühjahr 2016 hat sich das Ausbildungskonzept für Verkehrsflugzeugführer geändert. Bisher bildeten deutsche Fluggesellschaften ihre Piloten selbst aus. Das hatte für die Flugschüler den Vorteil, dass die Airlines die Ausbildungskosten zum großen Teil vorfinanzierten. Nun werden die Flugschüler von airline-unabhängigen, aber von den Fluggesellschaften authorisierten Flugschulen ausgebildet. Dies hat den Nachteil, dass der Flugschüler die Finanzierung seiner Ausbildung selber tragen muss. Zur Zeit kostet eine solche Ausbildung ca. 70.000,- Euro, plus ca. 10.000,- Euro für Auslandsaufenthalt, Lebenshaltungskosten im Ausland und Prüfungsgebühren. Nach bestandener Prüfung zum ATPL fallen nochmals Kosten für die Schulung auf einen speziellen Flugzeugtyp (Type rating) an. Diese Kosten sind abhängig vom Flugzeugtyp und der Fluggesellschaft, bei der der junge Pilot nach seiner Ausbildung beschäftigt sein wird und können bis zu ca. 25.000,- Euro betragen. Die Flugschulen arbeiten häufig mit Kreditinstituten zusammen, die dem Flugschüler Finanzierungen mit einem Zinssatz von z.Zt. 6-7 % anbieten, allerdings handelt es sich hierbei häufig nur um Teilfinazierungen. Angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase ist außerdem ein solch hoher Zinssatz eine große Belastung für den Flugschüler bzw. Berufseinsteiger.Diese Petition soll die Öffentlichkeit und das Bundesverwaltungsamt auf das Problem von eigenfinanzieten ( und teilweise sehr kostenintensiven) Ausbildungen, für die es zur Zeit keinerlei staatliche Unterstützung gibt, aufmerksam machen. Ein zinsgünstiges Finanzierungsprogramm, z.B. über die KfW-Bank, würde den jungen Flugschülern einen guten Start in ihr Berufsleben sichern.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
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