Sind sie sauer, dass Ihr Zug zu spät kommt oder gar ausfällt? Ärgern Sie sich, dass Sie sich in einen überfüllten Waggon quetschen müssen, weil mal wieder nur ein halber Zug gekommen ist? Haben Sie auch schon einen Kinderwagen über Sitze heben müssen, weil die Tür zum Ausstieg defekt war? Dann unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

Wir wollen gemeinsam Druck ausüben, damit diese Zustände geändert werden. Denn wir haben mit dem bezahlten Fahrschein ein Anrecht auf zuverlässigen Zugverkehr.

Der Nahverkehr in der Region Westfalen ist ständig in den Medien aufgrund mangelhafter Qualität. Verspätungen und Zugausfälle sind ebenso an der Tagesordnung wie verschlossene Toiletten, defekte Zugtüren oder mangelhaftes Platzangebot. Diese Missstände werden seit Jahren sowohl an Gemeinde, Städte und Kreise wie auch an den zuständigen Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gemeldet. Doch statt einer Verbesserung der Situation kam es zu weiteren Einbußen in der Nahverkehrs-Qualität.

Um die Qualität im Schienenpersonennahverkehr der Region Westfalen zu verbessern, fordert diese Petition vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe:

  • Die Verspätungen, Zugausfälle und unvollständig bereitgestellten Triebwagen und Abteile werden im Gesamtgebiet tagesscharf erfasst und den Bürgerinnen und Bürgern als Qualitätsinformation online zur Verfügung gestellt.

  • Die Strafzahlungen der Transportanbieter für Qualitätsmängel werden für die Bürgerinnen und Bürger jährlich offengelegt und sind online einsehbar.

  • Bei nachweislich wiederholter Vertragsverletzung, z.B. durch nicht behobene Qualitätsmängel bei Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, ist dem Unternehmen zu kündigen und sind die Leistungen neu auszuschreiben.

  • Die Vergabeverfahren für Transportdienstleistungen sind transparent durchzuführen, wobei insbesondere die Vergabekriterien in einem niederschwelligen Informationsangebot für die Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt werden.

  • Gemeinsam mit den Gemeinden, Städten und Kreisen verpflichtet sich der NWL, einen Mobilitätsplan "In Zukunft Mobil" für Westfalen zu erstellen, der insbesondere klare Vorgaben für die Zuverlässigkeit der Transport-Dienstleister enthält und die Strafmaßnahmen für Vertragsverletzungen konkret benennt.

Um diese Forderungen umzusetzen, richtet sich diese Petition an den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Der NWL ist für die Kommunen der Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr der Region Westfalen und damit u.a. zuständig für Ausschreibung, Vergabe und Kontrolle des Schienenpersonenverkehrs. Die Zweckverbandsversammlung des NWL ist das politische Aufsichtsgremium des Zweckverbandes und entscheidet in allen wichtigen Sachfragen.

Begründung

Der öffentliche Personennahverkehr, insbesondere auf der Schiene, erfüllt zahlreiche zentrale Aufgaben für das gesellschaftliche Leben in der Region Westfalen:

Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) garantiert für hundertausende Menschen tagtäglich die notwendige Mobilität, um zur Schule und an den Arbeitsplatz zu gelangen sowie am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Der ländliche Raum insbesondere im Münsterland, Lippe und Ostwestfalen wird wesentlich durch den Schienenverkehr erschlossen.

Der SPNV leistet den entscheidenden Beitrag, um zentrale Kommunen wie Münster, Hamm Bielefeld oder Gütersloh vom motorisierten Verkehr zu entlasten.

Für den Schutz des Klimas und für die saubere Atemluft in den Städten ist der SPNV der entscheidende Faktor. Nur über den Nahverkehr können die Schadstoffe in den Kommunen gesenkt und die Emissionen von Treibhausgasen reduziert werden.

Damit die Bürgerinnen und Bürger den Nahverkehr nutzen, muss dieser zuverlässig und mit guter Qualität bereitgestellt werden. Nur wenn sich die Menschen auf pünktliche, sichere und komfortable Züge verlassen können, kann der dringend notwendige Umstieg vom Auto auf die Bahn gelingen. Für die Menschen, die auf den SPNV angewiesen sind, stellt die bereitgestellte Qualität des Bahnverkehrs einen bedeutenden Teil von Lebensqualität dar.

Im Bereich des Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ist die Qualität des Schienenpersonenverkehrs seit Jahren völlig unzureichend. Die Mängel sind inzwischen so gravierend, dass zahlreiche Bürgerinnen und Bürger wieder auf das Auto umsteigen. Das Ziel, mehr Menschen zur Nutzung von Bus und Bahn zu bewegen, ist in weite Ferne gerückt.

Die Organisation des öffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene ist eine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung. Um diese Aufgabe zu erfüllen, haben sich die Städte und Gemeinden zu Zweckverbünden wie den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) zusammengeschlossen. Der NWL steht wie alle Zweckverbände unter der Kontrolle von politischen Vertreterinnen und Vertretern, die von den Kommunen in das Aufsichtsgremium entsendet werden. Damit erfüllen diese Politikerinnen und Politiker eine Aufgabe für die Bürgerinnen und Bürger, die mit ihren Stimmen bei den Kommunalwahlen indirekt auch die Zusammensetzung des Kontrollgremiums bestimmen.

Die Ziele des NWL seien nach eigener Aussage, sich „mit aller Kraft für den Erhalt und Ausbau eines leistungsstarken Nahverkehrssystems im westfälischen Raum einsetzen, um die Mobilität der Menschen in diesem wirtschaftlich starken Teil des Landes sicherzustellen.“ ( www.nwl-info.de/wir-ueber-uns/ )

Der NWL scheitert seit Jahren daran, diese Ziele zu erreichen. Hauptursache ist das Unternehmen Keolis, das als Betreiber der Eurobahn mehrere Linie im Netz des NWL bedient. Auf der Mängelliste stehen u.a.:

  • unzureichende Fahrgastinformationen

  • teilweise oder vollständige Zugausfälle

  • unzureichende Transportkapazitäten, insbesondere zur Rush Hour

  • fehleranfällige Technik wie verschlossene Fahrzeugtüren und unzureichende Ersatzkapazitäten

  • mangelhafter Service wie verschlossene Toilettentüren und fehlendes Zugbegleitpersonal

Obwohl diese Mängel seit Jahren bekannt sind und sich immer mehr verschärfen, reagieren weder die Kommunen noch der NWL als Beauftragter der Kommunen. Noch schlimmer: Bei der letzten Vergabe von Transportdienstleistungen hat der NWL der Keolis den Zuschlag erteilt – trotz der bekannten schwerwiegenden Mängel!

Damit hat sich nun die unzureichende Transportqualität auf weite Teile des NWL-Netzes ausgedehnt. Eine Strategie, wie die Probleme zu beheben sind, kann der NWL bis heute nicht präsentieren. Die Leidtragenden sind die Bürgerinnen und Bürger, die an nicht bedienten Bahnsteigen stehen oder sich in vollständig überfüllte Züge quetschen müssen.

Diese Petition hat zum Ziel, den Druck auf den NWL sowie auf Gemeinden, Städte und Kreise zu erhöhen, endlich ihrer Verantwortung nachzukommen. Sie haben den Bürgerinnen und Bürgern einen Nahverkehr bereit zu stellen, der die Menschen in Service, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit überzeugt. Denn genau dafür haben die Kundinnen und Kunden mit ihrem Ticket bezahlt!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jürgen Blümer aus Drensteinfurt
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Neuigkeiten

  • Liebe Freundinnen und Freunde,

    heute morgen stand ich um 6:45 Uhr am Bahnhof von Drensteinfurt. Der Grund: Der Bürgermeister von Drensteinfurt hat gemeinsam mit der Eurobahn einen Schienenersatzverkehr organisiert. Nun werden also die Schülerinnen und Schüler per Bus zu den zwei Gymnasien in Münster-Hiltrup transportiert. Statt also den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, werden wieder Busse zum Transport genutzt:

    www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Drensteinfurt/3559741-Eurobahn-praesentiert-Ersatzloesung-Ab-Montag-geht-s-mit-dem-Bus-zur-Schule

    Diese Panik-Handlung der Verantwortlichen zeigt,wie verfahren die aktuelle Situation um die Eurobahn ist. Und wie wichtig es ist, dass wir uns sowohl als Kundinnen und Kunden als auch als Bürgerinnen und Bürger in diese Diskussion einmischen.

    Nach den letzten Pressemeldungen arbeitet der NWL aktuell wohl an einem Ausstiegsszenario. Warum ein Plan für die Höchststrafe gegen unzuverlässige Unternehmen nicht längst in der Schublade liegt, zeigt auf, wie hanebüchen unprofessionell die kommunale Selbstverwaltung mit der Herausforderung 'Mobilität' umgeht.

    www.wn.de/Muensterland/3556516-Nach-Problemjahr-Auftraggeber-prueft-Vertragskuendigung-Rote-Karte-fuer-die-Eurobahn

    Auch der eingebettete Kommentar in dem obigen Artikel ist äußerst lesenswert, weil er auch die mittel- bis langfristige Perspektive für den NWL auf den Punkt bringt: Die Vergaberegeln müssen sich ändern, sonst ändert sich nichts.

    Womit wir wieder bei der Petition wären - und der Frage, wie es nun weitergeht. Sobald die 1000 Unterschriften eingesammelt sind, werde ich einen Termin mit dem NWL für eine Übergabe vereinbaren.

    In der Zwischenzeit hoffe ich natürlich weiter auf Unterstützung. Nur wenn wir gemeinsam viele Menschen persönlich oder über das Internet ansprechen, können wir unser Anliegen mit ausreichendem Druck vorbringen.

    Und nicht vergessen: Die Eurobahn ist eine Aufgabe der kommunalen Selbstverwaltung. Stadträte sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister dürfen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden. Es wird endlich Zeit, dass man in den Städten und Gemeinden zwischen Teuto und Ruhrgebiet aufwacht und die Qualität des Schienenverkehrs ganz oben auf die Tagesordnung setzt.

    Mit freundlichen Grüßen und hoffnungsfrohem Engagement

    Jürgen Blümer

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 5 Tagen

    Immer häufiger muss ich morgens als Taxi fungieren, damit die Kids noch einigermaßen pünktlich (aber meist auch zu spät) nach Warendorf zur Schule kommen (mit vorheriger Abwägung wer von beiden eher da sein muss, da beide an unterschiedlichen Standorten zur Schule gehen). Das bedeutet für mich dann aber auch, dass ich "zu spät" zur Arbeit komme. Ich hab den Luxus in Gleitzeit zu arbeiten, was aber ja nicht jeder Arbeitgeber anbietet. Die Zeit muss ich dann natürlich auch "hinten dran hängen". 3 Jahre lang hab ich meinen täglichen Arbeitsweg mit der Eurobahn versucht zu bestreiten. Immer häufiger musste ich dann auf das zum Glück vorhandene Auto zurückgreifen, was aber so eigentlich nicht gedacht war/ist. Gern würde ich bei stabileren Verbindungen wieder Bahn fahren, aktuell macht das aber bei einer ohnehin nur stündlichen Verbindung mit der Häufigkeit an Verspätungen keinen Sinn. Anders komme ich aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht wirklich von Beelen nach Gütersloh...

  • vor 6 Tagen

    Bin selbst betroffen

  • Annette Erpenbeck Drensteinfurt

    vor 6 Tagen

    Weil die Zugsituation so desolat ist, bin ich häufig gezwungen mit dem Auto zu fahren, was ich aus umwelttechnischen Gründen eigentlich vermeiden möchte.

  • vor 7 Tagen

    weil ich selbst betroffen bin !

  • vor 8 Tagen

    Fahre täglich Bahn, ahbe täglich ärger.

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