Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie in Berlin hat am 20.04.2017 (gültig ab 01.05.2017) eine neue Regelung für den Einsatz von Fachkräften an Berliner Kitas veröffentlicht. Laut dieser Regelung dürfen u.a. Sozialassistenten/Sozialassistentinnen, die über einen mittleren Schulabschluss verfügen, bereits 24 Monate vor Beginn einer geplanten Erzieherausbildung in Kitas eingesetzt und in Vollzeit auf den Personalschlüssel angerechnet werden. Das große Problem ist, dass Sozialassistenten/Sozialassistentinnen in Kitas nicht das Aufgabenfeld eines Erziehers/einer Erzieherin abdecken können bzw. dürfen.

Wir unterstützen die Forderungen der GEW aus deren Presseerklärung vom 28.04.2017 und fordern die Anpassung der Neuregelungen für den Einsatz von Sozialassistenten/Sozialassistentinnen in Berliner Kitas.

Im Einzelnen sind es folgende Anpassungen:

  • vor Dienstantritt muss ein vierwöchiger Vorbereitungskurs mit insgesamt 160 Stunden zu den Themen und Inhalten des Berliner Bildungsprogramms absolviert werden.
  • der Einsatz von Sozialassistenten/Sozialassistentinnen darf maximal 12 Monate dauern. In dieser Zeit dürfen Sozialassistenten/Sozialassistentinnen nicht zu 100% auf den Personalschlüssel angerechnet werden.
  • für diese Berufsgruppe sind Personalzuschläge für die Zeit der Anleitung von mindestens 5 Stunden pro Woche für den gesamten Einsatzzeitraum zur Verfügung zu stellen.

Für Personen in der berufsbegleitenden Ausbildung schlagen wir folgendes Modell vor: - Erstes Jahr keine Anrechnung auf den Personalschlüssel - Zweites Jahr eine 50%ige Anrechnung auf den Personalschlüssel - Drittes Jahr eine 100%ige Anrechnung auf den Personalschlüsse

Razones

In den Berliner Kitas soll Qualifiziertes Personal eingesetzt werden um den hohen Ansprüchen des Berliner Bildungsprogramms gerecht zu werden. Die von der Senatsverwaltung angestrebten Maßnahmen dienen eher dazu, die Qualität der Pädagogik in den Berliner Kitas herabzusetzen.

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Bildung und Erziehung darf nicht durch solche Schritte ausgehöhlt werde, schon gar nicht, wenn die darunter leiden, welche es betrifft! Es fehlen Erzieher, dennoch würde diese Quantitätssteigerung eine entscheidende Qualitätsminderung nach sich ziehen!

en contra

Berlin hat doch mehrheitlich R2G gewählt? Es ist doch allgemein bekannt, dass der Bildungsstandard unter solchen Regierungen drastisch sinkt! Ich würde ja auch niemals auf die Idee kommen einen Azubi mit einem Berliner Schulabschluss einzustellen... Ich versuche immer Bayern zu bekommen.