openPetition wird europäisch. Wenn Sie uns bei der Übersetzung der Plattform von Deutsch nach Deutsch helfen wollen, schreiben Sie uns.
close
Bild zur Petition mit dem Thema: Mehr fürs Militär? Nicht mit uns! Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!
  • Von: pax christi - Deutsche Sektion e.V.
  • An: Bundesregierung
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Außenpolitik mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
    Sprache: Deutsch
  • 349 Tage verbleibend
  • 506 Unterstützende
    491 in Deutschland
    1% erreicht von
    50.000  für Quorum  (?)

Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!

-

Wir fordern die Bundesregierung auf:

• Stoppen Sie das Zweiprozentziel der Nato

• Stärken Sie Wege gemeinsamer Sicherheit und internationaler Zusammenarbeit

• Setzen Sie auf Abrüstung und Rüstungskontrolle

Begründung:

Die Bundesregierung will mehr Geld fürs Militär ausgeben. Bisher sind es 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Laut Absprachen in der Nato soll dieser Anteil bis 2024 auf 2 Prozent gesteigert werden. Statt derzeit 37 Mrd. sollen also künftig 62 Mrd. Euro fürs Militär ausgegeben werden. Wenn Deutschland tatsächlich 2 Prozent ausgibt, ist es die stärkste Militärmacht in der EU. Diese Aufrüstung lehnen wir ab, weil sie dem Vorrang für Zivil zuwider läuft. Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!

Deutschland hat seine Rüstungsausgaben im Jahre 2016 gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent erhöht. Der Verteidigungshaushalt lag 2016 bei 35,1 Mrd. Euro1. 2017 sind es bereits über 37 Mrd. Euro. 1999 waren es noch 24,3 Mrd. Euro. Aktuell zählt die Bundeswehr 178 000 Soldaten. Bereits im vergangenen Jahr ist eine Aufstockung beschlossen worden, die nun erneut erhöht wird. Dazu kommen weitere 5.000 militärische, 1.000 zivile Angestellte und 500 Reservisten.

Wenn Deutschland tatsächlich 2 Prozent ausgibt, ist es, zusammen mit Russland, die stärkste Militärmacht Europas. Russlands Militärausgaben liegen derzeit bei 62 Mrd. Euro.5 Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist deutlich größer als das BIP Großbritanniens oder Frankreichs. Knapp ein Fünftel des Bundeshaushalts wird dann für Rüstung ausgegeben. Eine solche Steigerung erfordert Kürzungen in anderen Bereichen des Bundeshaushalts, z.B. bei der Rente. Nicht mit uns! Zum Vergleich: Der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit beträgt momentan 8,5 Mrd. Euro was 2,6 Prozent des Bundeshaushalts entspräche. Für die Entwicklungs- und Auswärtige Politik zusammen sind nur 13,77 Mrd. Euro vorgesehen.

Nicht mit uns! Denn Waffengewalt vertreibt Menschen aus ihrer Heimat. Kriege und Bürgerkriege zerstören Städte und Dörfer, vergiften ganze Landstriche, so dass dort nichts mehr wachsen kann. Hintergrund der Kämpfe sind meist Hungersnöte, Armut oder fehlende Möglichkeiten zur politischen Mitbestimmung, Konflikte um Land und Macht. Militäreinsätze, neue Rüstungsprojekte und Cyberkriege können diese Probleme nicht lösen. Waffen sind ungeeignete Mittel um Konflikte zu lösen, Hunger zu stillen, Armut zu überwinden und die Schöpfung zu bewahren.

Frieden geht anders! Den Frieden fördern können gerechte Wirtschaftsverhältnisse, Verringerung des CO2-Ausstoßes, die Aufnahme Geflüchteter und Hilfe bei Naturkatastrophen oder Epidemien. Deutschland trägt zum Frieden in der Welt bei durch: vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Ländern, Gewaltprävention, Handel, Unterstützung der Erstzufluchtsländer Flüchtender, durch kulturellen Austausch und Entwicklungszusammenarbeit. Statt 62 Mrd. Euro für Rüstung auszugeben, schlagen wir vor, das Geld für die Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen einzusetzen. 62 Mrd. sind bereits über ein Drittel der Summe, die gebraucht wird, um „Entwicklungsziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle“ zu erreichen. Auch um extreme Armut und Hunger zu beseitigen sind 62 Mrd. über ein Drittel der er forderlichen Summe.

Mit der Unterschriftenaktion »Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!« setzen Sie sich mit pax christi und befreundeten Friedensorganisationen gegen eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts ein.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Berlin, 13.07.2017 (aktiv bis 31.12.2018)


Debatte zur Petition

Noch kein PRO Argument.
>>> Schreiben Sie das erste PRO-Petition Argument

CONTRA: Genau ein abgestürzter Heli reicht nicht, die ganze Flotte, am besten vollbesetzt, muss vom Himmel fallen ... Gute Ausrüstung, wofür? Aber wir schicken unsere Soldaten weiter fleißig irgendwohin und brüsten uns mti Friedenseinsätzen


Warum Menschen unterschreiben

Weil die selbstverständliche, schleichende Militarisierung Deutschlands und Europas so gegen jede menschliche Vernunft sind, dass es schon bizarr ist, den Widerstand überhaupt mit Argumenten begründen zu müssen.

Weil wir Geld für Soziales und Ökologie brauchen, um einen Weltuntergang zu verhindern.

Ich möchte durch meine Unterschrift auch dokumentieren, dass zwischen diesem Aufruf und dem Aufruf "Abrüsten statt aufrüsten" eine große Synagie im Ziel besteht

Wichtig, mehr Druck für eine reelle Friedenspolitik zu machen!

Es kann nicht sein, dass immer mehr Gelder für die Vernichtung menschlichen Lebens eingesetzt werden. Es ist an der Zeit, umzusteuern und die partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit zu fördern, den Hunger weltweit und Fluchtursachen zu bekämpf ...

>>> Zu den Kommentaren


Formular auf der eigenen Webseite einbinden


Banner auf der eigenen Webseite einbinden

Code-Snippet Horizontal:      
Code-Snippet Vertikal:           
Code-Snippet Vertikal:           

Letzte Unterschriften

  • Tobias Klemm Mülsen vor 6 Std.
  • Nicht öffentlich Berlin vor 1 Tag
  • Konrad Fehr Leipzig vor 2 Tagen
  • Dr. Dirk-M. H. Karlsruhe vor 4 Tagen
  • Nicht öffentlich Taucha vor 4 Tagen
  • Wolfram R. München vor 5 Tagen
  • Bernhard D. Liebenwalde vor 5 Tagen
  • Alex S. Siegen vor 8 Tagen
  • Josef R. Monheim am 07.01.2018
  • Nicht öffentlich Roßtal am 06.01.2018
  • >>> Alle Unterschriften

Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

Unterstützer Betroffenheit


aktuelle Petitionen