Wir fordern die Bundesregierung auf:

• Stoppen Sie das Zweiprozentziel der Nato

• Stärken Sie Wege gemeinsamer Sicherheit und internationaler Zusammenarbeit

• Setzen Sie auf Abrüstung und Rüstungskontrolle

Begründung

Die Bundesregierung will mehr Geld fürs Militär ausgeben. Bisher sind es 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands. Laut Absprachen in der Nato soll dieser Anteil bis 2024 auf 2 Prozent gesteigert werden. Statt derzeit 37 Mrd. sollen also künftig 62 Mrd. Euro fürs Militär ausgegeben werden. Wenn Deutschland tatsächlich 2 Prozent ausgibt, ist es die stärkste Militärmacht in der EU. Diese Aufrüstung lehnen wir ab, weil sie dem Vorrang für Zivil zuwider läuft. Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!

Deutschland hat seine Rüstungsausgaben im Jahre 2016 gegenüber dem Vorjahr um mehr als zehn Prozent erhöht. Der Verteidigungshaushalt lag 2016 bei 35,1 Mrd. Euro1. 2017 sind es bereits über 37 Mrd. Euro. 1999 waren es noch 24,3 Mrd. Euro. Aktuell zählt die Bundeswehr 178 000 Soldaten. Bereits im vergangenen Jahr ist eine Aufstockung beschlossen worden, die nun erneut erhöht wird. Dazu kommen weitere 5.000 militärische, 1.000 zivile Angestellte und 500 Reservisten.

Wenn Deutschland tatsächlich 2 Prozent ausgibt, ist es, zusammen mit Russland, die stärkste Militärmacht Europas. Russlands Militärausgaben liegen derzeit bei 62 Mrd. Euro.5 Das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist deutlich größer als das BIP Großbritanniens oder Frankreichs. Knapp ein Fünftel des Bundeshaushalts wird dann für Rüstung ausgegeben. Eine solche Steigerung erfordert Kürzungen in anderen Bereichen des Bundeshaushalts, z.B. bei der Rente. Nicht mit uns! Zum Vergleich: Der Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit beträgt momentan 8,5 Mrd. Euro was 2,6 Prozent des Bundeshaushalts entspräche. Für die Entwicklungs- und Auswärtige Politik zusammen sind nur 13,77 Mrd. Euro vorgesehen.

Nicht mit uns! Denn Waffengewalt vertreibt Menschen aus ihrer Heimat. Kriege und Bürgerkriege zerstören Städte und Dörfer, vergiften ganze Landstriche, so dass dort nichts mehr wachsen kann. Hintergrund der Kämpfe sind meist Hungersnöte, Armut oder fehlende Möglichkeiten zur politischen Mitbestimmung, Konflikte um Land und Macht. Militäreinsätze, neue Rüstungsprojekte und Cyberkriege können diese Probleme nicht lösen. Waffen sind ungeeignete Mittel um Konflikte zu lösen, Hunger zu stillen, Armut zu überwinden und die Schöpfung zu bewahren.

Frieden geht anders! Den Frieden fördern können gerechte Wirtschaftsverhältnisse, Verringerung des CO2-Ausstoßes, die Aufnahme Geflüchteter und Hilfe bei Naturkatastrophen oder Epidemien. Deutschland trägt zum Frieden in der Welt bei durch: vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Ländern, Gewaltprävention, Handel, Unterstützung der Erstzufluchtsländer Flüchtender, durch kulturellen Austausch und Entwicklungszusammenarbeit. Statt 62 Mrd. Euro für Rüstung auszugeben, schlagen wir vor, das Geld für die Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen einzusetzen. 62 Mrd. sind bereits über ein Drittel der Summe, die gebraucht wird, um „Entwicklungsziel 4: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle“ zu erreichen. Auch um extreme Armut und Hunger zu beseitigen sind 62 Mrd. über ein Drittel der er forderlichen Summe.

Mit der Unterschriftenaktion »Mehr fürs Militär? Nicht mit uns!« setzen Sie sich mit pax christi und befreundeten Friedensorganisationen gegen eine Erhöhung des Verteidigungshaushalts ein.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, pax christi - Deutsche Sektion e.V. aus Berlin
Frage an den Initiator

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion
Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Bis auf den Schutz der Schiffahrt vor Piraten bin ich kein Freund von Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Wenn sich aber Soldaten im Einsatz befinden, hat ihnen der Staat die bestmögliche Ausrüstung zur Erfüllung ihres Auftrages sowie zum Schutz ihres Lebens zu gewähren. Diese Tatsache rechtfertigt jeden dafür aufgewendeten Euro vom Steuerzahler.

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 18 Std.

    Bin Mitglied im Netzwerk Friedenssteuer, IPPNW und Pax Christi und verweigere seit über 20 Jahren die Zahlung meiner Steuern aus Gewissensgründen!

  • Ria Makein Bedburg-Hau

    vor 18 Std.

    Wir haben bereits Tötungsmittel weltweit, um jeden Bürger 30 mal zu töten- ich finde, das ist mehr als genug! Jeder Euro mehr in -der Rüstung erhöht die Gefahr, dass aus Bedrohung Krieg wird.

  • vor 1 Tag

    Aufrüstung, Rüstungsexporte, Kriege zerstören unser aller Lebensgrundlagen. Der Imperialismus fällt uns schließlich auf die eigenen Füsse. Politiker, die das nach wie vor nicht begreifen, müssen aufwachen und ihren Kopf endlich anstrengen

  • Siegfried Laugsch Schwarzenbruck

    vor 1 Tag

    Weil ich davon überzeugt bin, dass mit militärischen - weil Leben zerstörenden - Mitteln keine Konflikte zu lösen sind und niemals Frieden entstehen kann! Stattdessen sollten vielmehr Steuermittel als bisher für Zivile - nichtmilitärische - Konfliktbearbeitung nicht nur unmittelbar bei gewalttätig eskalierenden Konflikten, sondern bereits schon präventiv durch eigens dafür ausgebildete Fachkräfte eingesetzt werden.

  • vor 1 Tag

    Es ist schon übel genug, zwangsweise Steuern für alles Kriegerische bezahlen zu müssen...und dann noch weitere Erhöhungen - nein!! Waffen und Kriegseinsätze haben immer zu mehr Leid und Zerstörung geführt. Frieden schaffen ohne Waffen- nur so gehts! Statt sinnvolle, zivile, gewaltfreie Tätigkeiten zu unterstützen, die wirklich die Welt verbessern, wird auf Gewalt und Profit gesetzt: sowohl von der Bundesregierung als auch von denen, die sich beteiligen als SoldatInnen und allen, die für sowas stimmen.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten.

Unterschreiben-Widget für die eigene Webseite

API (Schnittstelle)

/petition/online/mehr-fuers-militaer-nicht-mit-uns/votes
Beschreibung
Anzahl der Unterschriften auf openPetition und gegebenenfalls externen Seiten.
HTTP-Methode
GET
Rückgabeformat
JSON