Wir fordern die Kassenärztliche Bundesvereinigung dazu auf, die Bedarfsplanung, die 1999 festgelegt wurde und seither nicht mehr der steigenden Prävalenz (Häufigkeit) von psychischen Erkrankungen in der Bevölkerung angepasst wurde, sofort zu überarbeiten. Nur so kann die akut klaffende Versorgungslücke mit Wartezeiten von 90 Tagen und mehr schnell und effektiv beseitigt werden. Die betroffenen brauchen sofort Hilfe in dieser sehr schweren Situation und nicht erst in 90 Tagen.

Begründung

Die Anzahl der psychisch erkrankten Bundesbürger stieg in den letzten Jahren dramatisch an. Patienten die mit akuten Beschwerden zu kämpfen haben, müssen aktuell im Durchschnitt 90 Tage auf einen Therapieplatz warten. Dies zwingt viele, sich in stationäre Behandlung zu begeben, was für die Kassen und auch für deren Beitragszahler mit erheblichen Mehrkosten verbunden ist. Eine durchschnittliche psychotherapeutische Sitzung z.B. bei einer akuten depressiven Episode kostet in etwa je nach Qualifikation des Therapeuten 50 - 150 Euro, es werden meist 25 - 50 Sitzungen benötigt. Damit lägen die Kosten bei im Schnitt bei ca. 3500 Euro. Eine stationäre Behandlung, die meist 5 Wochen oder länger dauert kostet z.B. bei dem Zentrum für Psychiatrie Rottenmünster (Preisliste online einsehbar) ca. 8700 Euro, plus die weitere Nachbehandlung durch den Psychologen. Dies ist sehr unwirtschaftlich, verschleudert viel Geld und bewirkt auch, dass sich viele nicht in Behandlung begeben. Dies kann gerade bei starken Depression schlimmste Folgen haben. Es wird jetzt endlich Zeit, denn jeder kennt mindestens eine Person, die bereits in dieser Situation war. Im Schnitt sind es aktuelle 33% der Bevölkerung und auf die gesamte Lebenszeit gerechnet jeder zweite Bundesbürger. Vielen Dank!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jens Zschocke aus Hockenheim
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