• Von: Dachverband der Kritischen Aktionärinnen ... mehr
  • An: Herbert Hainer - Vorstandsvorsitzender der ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Wirtschaft mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 100 Unterstützer
    95 in Deutschland
    Sammlung abgeschlossen

Meine Stimme für gerechte Löhne

-

Eine Näherin in einer Zulieferfirma von Adidas in El Salvador verdient nur 160 Euro brutto im Monat und dies unter prekären, die Gesundheit belastenden Arbeitsbedingungen, die kaum kontrolliert werden. Mit diesem Lohn kann die Näherin nicht einmal den Grundbedarf an Nahrungsmitteln decken, ganz zu schweigen von weiteren elementaren Bedürfnissen wie Bildung und medizinischer Versorgung. Allein um die Grundbedürfnisse einer vierköpfigen Familie in El Salvador zu sichern, wäre ein Monatslohn von rund 480 Euro notwendig.

Im Gegensatz dazu erhielt Adidas-Vorstand Herbert Hainer im Jahr 2013 monatlich 325.000 Euro. Also mehr als 2000 Mal so viel wie die Näherin in einem der Zulieferbetriebe.

Wir vom Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre fordern Adidas auf, existenzsichernde Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu garantieren – gleich ob bei den eigenen Beschäftigten oder bei denjenigen in Zulieferfirmen. Ein erster Schritt wäre, den Lohnkostenanteil, der momentan bei gerade mal 0,4% der gesamten Produktionskosten liegt, zu verdoppeln. Damit läge der Lohnkostenanteil immer noch unter einem Prozent der Produktionskosten.

Um unserer Forderung nach gerechten Löhnen Nachdruck zu verleihen, brauchen wir Ihre Unterstützung. Unterzeichnen Sie diese Petition und tragen Sie dazu bei, dass die gesammelten Unterschriften bei der Adidas-Hauptversammlung am 07. Mai 2015 an den Vorstandsvorsitzenden Herbert Hainer übergeben werden.

Mehr Informationen zu unserer Kampagne „Meine Stimme für gerechte Löhne“: www.kritischeaktionaere.de/meinestimmefuergerechteloehne.html

Begründung:

“Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.”
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 23/3

Die weltweite Kluft zwischen armen und reichen Ländern ist immer noch alarmierend groß. Während deutsche Konzerne wie Adidas in ihren Zulieferbetrieben in den Entwicklungsländern Niedriglöhne zahlen, die für ein menschenwürdiges Leben kaum ausreichen, machen sie nicht nur in Deutschland Millionengewinne. Dank Sportgroßereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft konnte Adidas seinen Umsatz deutlich steigern. Doch von diesem Erfolg haben die Näherinnen in den Zulieferbetrieben von Adidas in El Salvador nichts. „Sie arbeiten zu Niedriglöhnen, müssen oft unbezahlte Überstunden leisten und sind großem Druck ausgesetzt“, berichtet Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. „Als Folge der ungesunden Arbeitsbedingungen werden viele Näherinnen krank und verlieren dann ihren Job.“ Dabei ist es kein Geheimnis, dass der Lohnkostenanteil einer Näherin eines von Adidas produzierten Schuhs gerade mal 0,4% der gesamten Produktionskosten beträgt – also 40 Cent bei einem 100 Euro teuren Schuh; bei der von uns geforderten Verdoppelung des Lohnanteils erhielte die Näherin 80 Cent pro Schuh.

Diese Argumente scheinen Adidas trotz seiner „Workplace Standards“ www.adidas-group.com/media/filer_public/2013/07/31/german_workplace_standards_de.pdf nicht zu überzeugen. An den Niedriglöhnen, die in den Zulieferbetriefen gezahlt werden, soll sich nach Auskunft von Adidas-Chef Hainer nichts ändern. Mit den Stimmen dieser Online-Petition erhöht der Dachverband den Druck auf das Adidas-Management, seine selbst auferlegten Standards ernst zu nehmen und für existenzsichernde Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in seinen Zulieferbetrieben zu sorgen. Damit würde sich den Näherinnen endlich eine bessere Perspektive eröffnen, und die Kluft zwischen Arm und Reich würde verringert.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Köln, 13.04.2015 (aktiv bis 12.10.2015)


Neuigkeiten

Neue Begründung: “Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.” ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Die Kampagne ist sinnvoll: Selbst wenn Adidas den Näherinnen das Doppelte zahlen würde, wäre das noch verdammt wenig, aber ein Schritt in die richtige Richtung. Unternehmen wie adidas sorgen sich nicht um ihre Mitarbeiter, aber um ihren guten Ruf

PRO: Ich finde die Kampagne gut, weil ich es nicht einsehe, für einen Lappen Stoff (Fußballtrikot der WM) 80 EUR zu latzen, während davon nur ein Bruchteil (hier werden von 0,4% Lohnkosten geredet) in die Produktionskosten fließt und Leute dafür ausgebeutet ...

CONTRA: Bla Bla Bla, eine Näherin in El Salvador hat nunmal nicht die gleichen Voraussetzungen wie ein Top Manager. In der BRD bekommt jeder Harzi auch viel mehr Geld ( Zählt die Krankenkassenleistungen, die Miete Heizung usw mit, dass bekommt er auch das 3 bis ...

CONTRA: Dese Näherin könnte doch einfach in die BRD reisen und hier Asyl beantragen. Dann bräuchte sie überhaupt nicht zu arbeiten und würde im 4 Sterne Hotel wohnen und monatlich sicher mehr Geld in die Hand bekommen, als zu Hause.

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Kurzlink