Änderungen an der Petition

15.04.2015 09:29 Uhr


Neue Begründung: “Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.”
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, Artikel 23/3

Die weltweite Kluft zwischen armen und reichen Ländern ist immer noch alarmierend groß. Während deutsche Konzerne wie Adidas in ihren Zulieferbetrieben in den Entwicklungsländern Niedriglöhne zahlen, die für ein menschenwürdiges Leben kaum ausreichen, machen sie nicht nur in Deutschland Millionengewinne. Dank Sportgroßereignissen wie der Fußballweltmeisterschaft konnte Adidas seinen Umsatz deutlich steigern. Doch von diesem Erfolg haben die Näherinnen in den Zulieferbetrieben von Adidas in El Salvador nichts. „Sie arbeiten zu Niedriglöhnen, müssen oft unbezahlte Überstunden leisten und sind großem Druck ausgesetzt“, berichtet Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands. „Als Folge der ungesunden Arbeitsbedingungen werden viele Näherinnen krank und verlieren dann ihren Job.“ Dabei ist es kein Geheimnis, dass der Lohnkostenanteil einer Näherin eines von Adidas produzierten Schuhs gerade mal 0,4% der gesamten Produktionskosten beträgt – also 40 Cent bei einem 100 Euro teuren Schuh; bei der von uns geforderten Verdoppelung des Lohnanteils erhielte die Näherin 80 Cent pro Schuh.

Diese Argumente scheinen Adidas trotz seiner „Workplace Standards“ www.adidas-group.com/media/filer_public/2013/07/31/german_workplace_standards_de.pdf nicht zu überzeugen. An den Niedriglöhnen, die in den Zulieferbetriefen gezahlt werden, soll sich nach Auskunft von Adidas-Chef Hainer nichts ändern. Mit den Stimmen dieser Online-Petition erhöht der Dachverband den Druck auf das Adidas-Management, seine selbst auferlegten Standards ernst zu nehmen und für existenzsichernde Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in seinen Zulieferbetrieben zu sorgen. Damit würde sich den Näherinnen endlich eine bessere Perspektive eröffnen, und die Kluft zwischen Arm und Reich würde verringert.