Der Bundestag möge beschließen, die unhaltbaren Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern, Pflegeheimen und mobilen Diensten zeitnah abzustellen. Es besteht seit Jahren und immer noch akut ein extremer Mangel an Fachpflegekräften in allen Bereichen. Damit wachsen die  Gefahren für Pflegekräfte und Patienten überproportional an, Schaden zu nehmen. Wir fordern Sie auf, entschlossen die bestehende und gut dokumentierte Pflegemisere zu ändern. Denn die Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte haben sich in den letzten Jahren derart verschlechtert, dass von einer menschenwürdigen Pflege – somit sind die §§ 1 und 2 des GG in Gefahr - in den meisten Fällen nicht mehr gesprochen werden kann. Die Bedingungen sind weder für die Patienten/Heimbewohner/auf häusliche Pflege Angewiesene noch für das Pflegepersonal zumutbar! Die Situation: Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass 2 examinierte Pflegekräfte für 30 – 40, teils schwer pflegebedürftige Patienten im Krankenhaus zuständig sind. Das bedeutet für die Pflegekräfte, dass sie ihre täglichen Dienste ohne Pause verrichten müssen. In Pflegeheimen sind die Situationen ähnlich gelagert. Die Liste der zu erledigenden Arbeiten ist mittlerweile derart lang, dass dies unmöglich im Rahmen der normalen Arbeitszeiten zu schaffen ist. Es müssen Überstunden, bzw. Mehrarbeit  geleistet werden, damit die Versorgung der Patienten/Bewohner mit Mühe gewährleistet und zeitaufwendige administrative Arbeiten annähernd erledigt sind. Vieles allerdings, bleibt liegen, wird ausgelassen. Bei dem Stress, dem die Pflegekräfte ausgesetzt sind, ist mit Fehlern zu rechnen, die im Krankenhaus für Patienten u.U. tödlich ausgehen können. Nach durchschnittlich 5 Jahren verlassen die Pflegekräfte völlig frustriert den geliebten Beruf, da sie die prekäre Diskrepanz zwischen ihrer Berufsethik und die täglich unerträglicher werdende Realität nicht mehr aushalten. Diese desaströse Entwicklung wird von Wissenschaftlern des Fachbereichs Pflegewissenschaft der Universität Basel bestätigt, die die Patientenversorgung in 12 europäischen Ländern verglichen. Sie mussten feststellen, dass Deutschland den letzten bzw. vorletzten Platz in der Qualität der Pflege einnimmt. Dies führt unweigerlich zu einer unverantwortlichen Mangelversorgung der Patienten und Heimbewohner. Unsere Forderungen: 1. Feststellung des Pflegeaufwandes der unterschiedlichen (medizinischen) Fachdisziplinen 2. gesetzliche Verankerung dieses Pflegeschlüssels 3. verbindliche Vorgaben des Pflegeschlüssels f. Krankenhäuser,  Pflegeheime und häusliche Pflege 4. Amtliche Kontrolle der Einhaltung dieser Vorgaben 5. Erweiterung der Stellenpläne und Neueinstellungen von Fachkräften Weitere Forderungen der Pflegekräfte: 1. Verbesserung der Arbeitsbedingungen 2. Einstellung von mehr Fachkräften 3. Verbesserung der Ausbildung, auch im Hinblick auf körperschonende Arbeitsweisen 4. Festschreibung von Arbeitszeiten/Freizeiten 5. Deutlich bessere = angemessene Vergütung

Begründung

Seit langem geht das Schreckgespenst vom Pflegenotstand in unserem Land um. Er ist aber kein Gespenst, sondern traurige Realität. Link zur Pflegesituation Deutschland im Vergleich zu 11 anderen europäischen Ländern: news.doccheck.com/de/newslett...b435611b2be Die Gründe, für die Einsparung des Pflegepersonals sind mannigfaltig. Unter anderem verfügen Kommunen oft nicht mehr über die finanziellen Mittel Krankenhäuser zu betreiben. Und nicht zuletzt steht oft der schnöde Profit der privaten Klinik- und Heimbetreiber im Vordergrund. So wurde z.B. die Uniklinik Marburg in private Hände verkauft. Siehe auch: www.youtube.com/watch?v=ekHmwRWDVWQ Für das (Fach-)Pflegepersonal bedeutet die Reduzierung und/oder Nichtbesetzung freier Stellen enorme Einschnitte in ihrem beruflichen und privaten Alltag, dass es mittlerweile fast überall heißt „Allzeit bereit“. Und das ganze selbstverständlich! zu Löhnen, insbesondere in der häuslichen Pflege, die sich in Regionen jenseits von Gut und Böse bewegen. Der Personalmangel hat zur Folge, dass Patienten in Kliniken und häuslicher Pflege, sowie Bewohner von Heimen immer schlechter versorgt werden. Die Pflegekräfte arbeiten an ihrem Limit. Wir alle sind potentielle Patienten, die hier unmittelbar betroffen sein können. Wir, die Initiatoren der Petition ‚Pflege am Limit‘ (siehe auch Infos unter www.facebook.com/pages/Pflege-am-Limit/166716853537987?ref=hl) setzten uns für das Umdenken, das sowohl von uns als Bevölkerung, als auch von der Politik ausgehen muss, ein, damit JEDER, der der pflegerischen Hilfe bedarf, MENSCHENWÜRDIG behandelt wird.

Wir rufen Sie/Dich auf, die Petition zu zeichnen, weil Sie von einer Sekunde auf die andere betroffen sein können. Denn nur wenn wir Patienten jetzt aktiv werden, können wir die verantwortungslose Entwicklung in der Personalpolitik der Krankenhäuser und Pflegeheime stoppen. Nur wenn wir jetzt dafür sorgen, dass die Pflegekräfte verantwortbare Arbeitsbedingungen bekommen, stehen sie uns im Ernstfall zur Verfügung!

Gemeinsam sind die Schwachen stark!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Mitmenschen, liebe UnterzeichnerInnen!

    Zunächst einmal herzlichen Dank dafür, dass Sie bereits meine Petition www.openpetition.de/petition/statistik/menschenwuerdige-pflege-in-krankenhaeusern-pflegeheimen-haeuslicher-pflege mit Ihrer Unterschrift unterstützt haben.
    Allmählich kommt wohl zwar die Angelegenheit ins Rollen, denn bei Betrachtung der Landkarte ist bereits eine weite Verbreitung im Land erkennbar. Das freut mich sehr.

    Dennoch fehlen noch ganz viele Stimmen. Daher möchte ich Sie bitten den Link der Petition an alle Ihre (E-Mail-)Kontakte zu schicken und in Ihrer Umgebung alle möglichen Leute anzusprechen, damit auch sie diese Petition unterstützen können. Verweisen Sie auch gerne auf die Facebook-Seite 'Pflege am Limit' www.facebook.com/pages/Pflege-am-Limit/166716853537987 wo Links zu sehr guten Dokumentationen eingestellt sind.

    Ferner möchte ich Sie noch auf die Möglichkeit aufmerksam machen, sowohl Abrisszettel, als auch Unterschriftenlisten runterzuladen und auszudrucken. Falls Sie keine Möglichkeit haben, diese selbst einzuscannen, dann senden Sie sie mir zu. Von Bedeutung ist aber, diese Listen zu benutzen, da sie mit einem Barcode versehen sind. Nur diese können auch gezählt werden.

    Liebe Grüße
    Regina Zeh

Pro

Eine sehr sinnvolle Petition. Ich als Krankenschwester kenne die Situation jetzt leider auch als Patientin. Ich beobachte das ganze Szenario jetzt schon mehr als 40 Jahre und hoffte stets, es möge sich etwas bessern. Aber leider ist das Gegenteil eingetreten. Medizin ist fortschrittlicher geworden, bei der Pflege gibt man sich große Mühe, doch leider wird der Erfolg geschmälert. Es gibt wunderbare Fortbildungen und Weiterbildungen für Pflegekräfte, die auch sämtlich sehr motiviert sind. Leider läßt sich das Ganze selten im Pflegealltag umsetzen. Zeitmangel, Mangel an Pflegekräften und somit ge

Contra

Bürgerversicherung.