65 Unterschriften
Petition richtet sich an: Abgeordnetenhaus von Berlin
In allen Berliner Schulen ist es im Sommer mittlerweile sehr heiß. Das Personal betreut und unterrichtet unter sehr erschwerten Bedingungen. Auch für Kinder ist ein konzentriertes Lernen unter diesen Umständen nur sehr schwer möglich.
Bei 35 °C bis 42 °C Raumtemperatur ist Schule nicht möglich!
Die neuen Gebäude/ Räume sind auch nicht gut ausgestattet. Zum Beispiel bei dem MEB kann es im Juni bis zu 42 °C im Klassenraum werden.
Unter diesen Bedingungen ist ein konzentriertes Lernen unmöglich. Schlimmer noch: Die Hitze gefährdet die Gesundheit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften akut (Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Dehydration). Wenn der Arbeitsschutz für Erwachsene in Büros klare hitzefreie Grenzen vorsieht, muss dieser Gesundheitsschutz erst recht für unsere Kinder gelten!
Deshalb muss sich die Schulbauoffensive des Berliner Senats und Abgeordnetenhauses von Berlin ändern, um die Schulen besser vorzubereiten.
Beispiele für nachhaltige Abkühlungen von Räumen sind laut Fr. Adamzik, Schulleiterin der Annedore-Leber-Grundschule:
- Laubbäume: Strategisch gepflanzte Laubbäume vor Ost- oder Westfenstern spenden im Sommer Schatten
- Fassaden- und Dachbegrünung: Pflanzen wie Wilder Wein beschatten die Außenwände und kühlen durch die Verdunstung der Blätter ihre Umgebung ab.
- Verdunklungsjalousinen/- Rollos
Sollte diese nicht möglich sein, sollte man nach anderen Möglichkeit(en) suchen, müsste man beispielsweise eine Klimaanlage installieren. Damit Kinder und Personal solche hohe Temperaturen aushalten können und einen "guten" Arbeitsplatz und Lebensräume haben können.
Begründung
Schule ist für Viele ein zweites Zuhause. Wir möchten, dass die Kinder so viel Unterricht haben wie möglich, an einem sichereren Ort.
Nur durch die Teilnahme am Unterricht können Jugendliche einen Schulabschluss machen. Mit einem gerade erlangten Schulabschluss können sie einen Beruf ergreifen und am sozialen Leben teilnehmen.
Hitzewellen gehören inzwischen auch in Deutschland zum Alltag. Klassenräume mit 35 °C oder mehr sind keine Lernumgebung – sie sind eine Gesundheitsgefahr. Wie oft vergessen Kinder zu trinken an heißen Tagen?
Kinder und Personal haben das Recht auf Bildung unter geeigneten Bedingungen.
Als BEA-Vorstand machen wir uns Sorgen um das Thema. Man darf nicht an der Gesundheit der Kinder und Mitarbeiter*innen sparen.
Seit der Abschaffung der starren Hitzefrei-Regelung liegt die Verantwortung allein bei den Schulleitungen, die jedoch mangels Alternativen kaum Spielraum haben. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen in vielen Berliner Klassenzimmern auf über 40 Grad Celsius. Die Mehrheit der Schulen verfügt weder über Klimaanlagen, noch über moderne Beschattungssysteme noch über eine ausreichende Isolierung.
Alternativen sind heutzutage mehr als genug: Flächenkühlung über Bauteile, z.B.
- Bauteilaktivierung: Bei Neubauten oder Sanierungen können Decken und Wände von kaltem Wasser durchflossen werden (oft in Kombination mit Wärmepumpen, die im Sommer reversibel arbeiten). Dies entzieht dem Raum spürbar die Wärme, arbeitet aber völlig geräuschlos und zugluftfrei.
- Smarte Beschattung: Gesteuerte Systeme, die sich automatisch nach dem Sonnenstand richten, senken den Energiebedarf messbar.
Nachts kann man in der Schule nicht lüften, und die Räume bleiben heiß! Kinder beschweren sich seit Jahren, aber es ändert sich kaum etwas: Die Temperaturen im Sommer werden jedes Jahr höher.
Ich möchte hier an alle appellieren, unsere Petition zu unterschreiben und zu teilen, im Sinne aller Berliner Schülerinnen, Schüler und schulischen Mitarbeitenden.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung.
Engagierte Grüße
Carolina (BEA-Schule Tempelhof-Schöneberg, Berlin)
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
31.08.2026
Sammlung endet:
02.03.2027
Region:
Berlin
Kategorie:
Bildung
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