Am 30. April 2013 hat der Rat der Stadt Köln den Doppelhaushalt 2013/2014 beschlossen, mit einem Defizit von insgesamt 510 Millionen Euro. Auch in den kommenden Jahren bis 2017 wird mit einem jährlichen Defizit von jeweils über 200 Millionen Euro gerechnet.

Köln ist bereits mit 3 Milliarden Euro verschuldet. Mit dieser Haushaltsplanung wird das Vermögen der Stadt Köln schrittweise aufgezehrt.

In dieser Situation muss überprüft werden, welche Möglichkeiten für Einsparungen und Steigerung der Effizienz bestehen.

Begründung

Die Unterzeichner dieses Appells fordern den Rat der Stadt Köln darum auf, ein Moratorium – also eine Denkpause – einzulegen und alle Kölner Großprojekte auf den Prüfstand zu stellen, als Zeichen für die Bereitschaft zu einem grundlegenden Nachdenken über die finanziellen Möglichkeiten der Stadt:

Gibt es Großprojekte, die wir gar nicht brauchen oder die wir nicht jetzt brauchen, also zu einem späteren Zeitpunkt realisieren könnten? Brauchen wir sie in der geplanten Größe und Ausstattung, sind die Standards angemessen? Gibt es alternative Finanzierungsmöglichkeiten, können sich andere an der Finanzierung beteiligen? Wie kann sichergestellt werden, dass Großprojekte finanziell und terminlich nicht aus dem Ruder laufen?

Alternativen, z. B. in Form von Reduzierungen oder Umplanungen, gibt es immer – denn nichts ist ‚alternativlos’. Nehmen wir uns also die Zeit für ein Moratorium, um nachhaltig zu planen und zu wirtschaften in Hinblick auf unsere Zukunft in Köln.

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Zur Entstehung des Appells: Am 11. Januar 2013 haben die Kölner Bürger Frank Deja, Dr. Werner Peters und Karl-Heinz Pütz (†) den Appell „Mut zu Verzicht“ gestartet, um den in der Kölner Bürgerschaft vorhandenen Widerstand gegen die Mehrheitspolitik des Kölner Rates in Sachen Großprojekte sichtbar zu machen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider ist mir in meiner gestrigen eMail ein Fehler unterlaufen. Der Link zur Unterschriftenliste führte zu einem Bild, das Sie nicht ausdrucken können.

    Bitte verwenden Sie einen der folgenden Links zum Ausdruck der Unterschriftenliste:

    buergerbegehren-koeln.org/?wpdmact=process&did=Mi5ob3RsaW5r
    oder
    bit.ly/1ggqF0D

    Außerdem können Sie in den unten genannten Kölner Geschäften und Einrichtungen unterschreiben.

    Beste Grüße, Ihr Werner Peters

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    Orthopädieschuhmacher H. Schwering, Herzogstraße 23, 50667 Köln

    Altes Pfandhaus, Karthäuser Wall, 50678 Köln (anlässlich der abendlichen Konzerte)

    Cafe Central im Hotel Chelsea, Jülicher Str. 1, 50674 Köln

    KunstRaum H&H, Buttermarkt 17-19, 50667 Köln

    Cafe Centrale, Viersener Str. 16, 50733 Köln-Nippes/-Wilhelmplatz

    Dikay51, Kölner Maßkleidungsmanufaktur, Mauritiussteinweg 67, 50676 Köln (Montag geschlossen)

    Damenmoden Mayntz, Obermarspforten 15, 50667 Köln

    Weinhaus Brungs, c/o Herr Wulfert, Marsplatz 3-5, 50667 Köln

    Puppen- und BärenKlinik – Joyce Merlet, Unter Goldschmied 3 – 50667 Köln

    Wallraf Richartz Café-Restaurant im Museum, c/o Britta Treutel, Martinstraße 39, 50667 Köln

    Michael Holtmann c/o Restaurant Holtmann, Am Bollwerk 21, 50667 Köln

    Nußknacker-Haus, c/o Herr Pour, Buttermarkt 15, 50667 Köln

    Print & Copy-Center, Salierring 28, 50677 Köln

    rabatula Naturkost, Ritterstr. 61, 50999 Köln-Weiß

    medifit GmbH, An der Wachsfabrik 3, 50996 Köln-Rdk.

    Sukon Thai-Massage, Unter Goldschmied 5, 50676 Köln

    Der andere Buchladen, Ubierring 42 / Ecke Mainzer Str., 50678 Köln

    Buchhandlung Chlodwigplatz, Ubierring 6-8, 50678 Köln

    Gaststätte F. Räderscheidt GmbH, Schulze-Delitzsch-Str. 108 / Ecke Brühler Str, 50968 Köln

    Gaststätte bei Karin (vorm. Gaststätte Teichmann), Jahnstrasse 32-34, 50676 Köln

    Buchladen >einzigundartig

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    vor einem Jahr habe ich mit zusammen zwei Bürgern die Petition „Mut zu Verzicht“ ins Internet gestellt. Unsere Forderung an den Rat der Stadt Köln war es, ein Moratorium - also eine Denkpause – einzulegen und alle Kölner Großprojekte auf den Prüfstand zu stellen.

    Sie haben die Petition mit Ihrer Unterschrift unterstützt und damit eine lebhafte Diskussion in der ganzen Stadt ausgelöst. Dafür danke ich Ihnen sehr! Jedoch hat der Rat der Stadt Köln die Einreichung von über 3000 Unterschriften bis heute nicht bestätigt, geschweige denn inhaltlich auf unsere Forderung geantwortet. -

    Im Mittelpunkt der Diskussion um die Großprojekte stand u.a. der geplante Bau des Jüdischen Museums auf dem Rathausplatz. Obwohl mehrere Alternativvorschläge vorgestellt wurden und gleichzeitig gravierende Mängel an der Gestaltung und Konzeption des geplanten Baus zutage traten, hat die Mehrheit des Stadtrates sich nicht bewegen lassen, neu über das Projekt nachzudenken.

    Ich habe deshalb mit anderen Aktiven das Bürgerbegehren „PLATZERHALT“ gestartet:

    Auf einer Idee des Architekten Professor Peter Busmann beruhend, könnte das Museum auf 1000 qm unterhalb der Piazzetta des Rathauses untergebracht werden. Die Besucher könnten von dort aus die Archäologische Zone (wie das Prätorium) unterirdisch erwandern – „ein genialer Vorschlag“, so der frühere Direktor des Museum Ludwig, Marc Scheps. Der Platz vor dem Rathaus bliebe erhalten, und die Kosten für die Archäologische Zone/Jüdisches Museum könnten erheblich gesenkt werden.

    Ich bitte Sie, das Bürgerbegehren zu unterstützen. Die Unterschrift muss auf einem offiziellen Formular geleistet werden, das Sie von unserer Website herunterladen können.

    buergerbegehren-koeln.org/wp-content/uploads/2013/10/NBB_Unterschriftenliste_final.jpg

    Weitere Informationen und Kontaktadressen finden Sie hier: www.Platzerhalt.de

    Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!

    Dr. Werner Peters (Initiator des Bürgerbegehrens), Dr. Martin Müser und Ludwig-Theodor von Rautenstrauch (Mitinitiatoren)

Pro

Die Kölner Museen behrbergen wirklich Schätze. Für die Pflege dieser Schätze in Form von Sanierung dieser Museen und deren Archive ist kein Geld da. Das kann und darf nicht sein. Veraltete oder schlecht gewartete Klimaanlagen, falsche Beleuchtung und ähnliches gefährden die Exponate. Hier besteht dringend Handlungsbedarf, wenn Köln auch weiterhin attraktiv bleiben soll. Schön, wenn es neue Museen gibt, aber bitte nicht auf Kosten der Alten.

Contra

Eine Pauschalforderung nach Stop aller Vorhaben erscheint mir deutlich zu undifferenziert und letztlich zu polemisch, um ernsthaft unterstützenswert zu sein. Eine solche Haltung geht leider in die Richtung "Wutbürgertum" - und führt bürgerschaftliches Engagement und auch Unmut in eine falsche, kontraproduktive Richtung!