Der Rat der Stadt Oldenburg möchte die Fortschreibung des Einzelhandelentwicklungskonzeptes beschließen, hierfür wurde ein Gutachten erstellt, welches nun vorliegt. Das Gutachten enthält weitestgehende Einschränkungen für den bestehenden lokalen Einzelhandel und dessen Entwicklung. Bis auf wenige privilegierte Bereiche, den sog. Zentrale Versorgungsbereichen (ZVB), soll zukünftig der Einzelhandel so gut wie ausgeschlossen werden. Die Einschätzung des Gutachters ist ideologisch geprägt und lebensfremd. Es stellt einen Beitrag zur Vernichtung von Arbeitsplätzen und zur Zerstörung gewachsener Strukturen dar. Ein solches Konzept oder Korsett, ist abzulehnen.

Das Gutachten gibt es hier: blumenhoppe-oldenburg.de/?p=478

Begründung

Unsere Stadt zeichnet sich durch eine gute Verkehrsanbindung und unterschiedliche Einzelhandelsangebote aus. Die Entwicklung in der Vergangenheit war in der Regel positiv, auch wenn es immer wieder zu kritisch betrachteten Ansiedlungen gekommen ist. In der Gesamtbewertung ist Oldenburg jedoch lebens- und liebenswert geblieben. Durch die Einschränkungen, die das geplante Einzelhandelsentwicklungskonzept vorsieht, werden gewachsene Strukturen zerstört und bestehende Betriebe in ihrer Existenz bedroht. Nur ein geringer Teil, der über 1000 Einhandelsbetriebe, liegt in den privilegierten Gebieten (ZVB) und verliert durch das neue Konzept seine Existenzberechtigung. Eine Steuerung mit Fingerspitzengefühl wird durch die restriktive Verhinderungsplanung unmöglich gemacht. Einer gefühlvollen Steuerung bei Neuansiedlungen oder im gewachsenen Bestand bei großflächigen Betrieben (mehr als 800m² Verkaufsfläche) ist nichts zu entgegnen. Genau diese Möglichkeit schließt jedoch das neue Einzelhandelsentwicklungskonzept so gut wie aus. Eine bürgerfreundliche und lebensnahe Steuerung sollte das Ziel sein, lokale Einzelhandelsbetriebe sollten in ihrem Bestand positiv durch Politik und Stadtplanung begleitet werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Knut Hoppe aus Oldenburg
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Pro

In Oldenburg bestehen gültige Bebauungspläne. Dort ist die Nutzung von Verkaufsflächen geregelt. Es mag sinnvoll sein, die Ansiedlung von größeren Verkaufsflächen zu reglementieren. Unsinnig ist es jedoch, die Eröffnung oder Umnutzung kleinerer und mittlerer Einzelhandelsflächen zu erschweren bzw. zu verhindern. Existenzgründer können die in den ausgewiesenen Nachversorgungszentren geforderten überhöhten m²-Preisen nicht zahlen. So wird jede Initiative junger Leute, sich selbständig zu machen, seitens der Stadt Oldenburg im Keim erstickt: Das gilt es zu verhindern = Petition unterschreiben!!

Contra

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