„Ablehnung der geplanten Bauvorhaben Gewerbepark Tornau und Nordtangente“

Gegen die Vernichtung unserer Biotope durch die geplante Schwerlastverkehrsstraße und den Gewerbepark!

Reason

Im Norden der Stadt Halle plant die „von uns gewählte“ Stadtverwaltung mit der Nordtangente und dem Gewerbepark Tornau zwei neue, sehr umfangreiche Bauvorhaben.

Die Anwohner der Stadtteile Frohe Zukunft, Gottfried-Keller-Siedlung, Mötzlich, Tornau und Seeben sowie Wohnstadt-Nord werden direkt betroffen sein, aber auch die Saalekreisgemeinden Zöberitz und Sennewitz.

Die hier existierenden wertvollen und im Umkreis von Halle einzigartigen Biotopverbünde weisen eine reichhaltige biologische Vielfalt auf und werden in der „Liste schützenswerter Räume der Stadt Halle“ an vorderster Stelle genannt! Die Gewährleistung ihrer Unversehrtheit war übrigens Begründung für die Baumaßnahmen in der Justizvollzugsanstalt.

Nun sollen diese Biotope durch die geplante Schwerlastverkehrsstraße und den Gewerbepark nicht nur zerschnitten, sondern auch in großen Teilen vernichtet werden.

Können wir uns das eigentlich leisten, angesichts der unbestreitbaren Folgen des Klimawandels, angesichts des drastischen Insektensterbens und der überall sichtbaren fortschreitenden Flächen-Versiegelung? Immerhin handelt es sich nicht zuletzt um 170 ha bestes Ackerland!

Menschen, die hier seit Generationen wohnen, die die Stadteile mit Siedlungscharakter und den ländlichen Raum pflegen und entwickeln, hier Handwerk und Gewerbe treiben und nicht zuletzt auch Steuern zahlen, diese Menschen werden Lärm, Abgase und Feinstaubbelastung in erheblichem Maße ertragen und dafür die Zerstörung ihrer grünen Umgebung hinnehmen müssen.

Die geplante Trasse der Nordtangente streift und durchquert nicht nur Siedlungsgebiete, sondern auch ehemaliges Bergbaugebiet und Feuchtwiesen also komplizierte geologische Bauuntergründe, von einer Explosion der Baukosten kann jetzt schon ausgegangen werden.

Wo sollen nun aber die Vorteile dieser beiden Vorhaben sein?

Die Nordtangente soll als Fortsetzung der Osttangente die B 100 mit dem Hafen Trotha verbinden. Dort soll ein dritter Saaleübergang gebaut werden und den Anschluss nach Heide-Nord ermöglichen. Existiert nicht bereits eine ausreichende Verbindung zwischen B 100 und Trotha durch die A 14 und wird mit der fertigzustellenden A 143 nicht auch eine weitere Anbindung der westlichen Stadtteile entstehen? Geht es nicht vielmehr darum, den defizitären Hafen und die geplanten Gewerbegebiete bei Tornau/Oppin und Sennewitz besser anzubinden und so das Logistik- und Transportwesen, also den Schwerlastverkehr in Halles Norden auszubauen? Und das in Zeiten, wo gesundheitliche Gefahren durch Dieselabgase und -Feinstaub Stadtverwaltungen und Gerichte beschäftigen und zu Fahrverboten führen? Das ist veraltete Verkehrspolitik!!!

Tragen Sie mit Ihrer Unterschrift dazu bei, dass diese wirtschaftlich fragwürdigen und umweltzerstörenden Bauvorhaben nicht realisiert werden und wir unseren Kindern und Enkeln eine lebenswerte Landschaft in Halles Norden hinterlassen! Beginnen wir mit aktivem Umweltschutz hier und jetzt!

Weitere ausführliche Infos erhalten Sie auf der Internetseite www.nordtangente.info

Diese Petition wurde in Zusammenarbeit mit der Bürgerinitiative „Halles grüner Norden“ ins Leben gerufen.

Thank you for your support, Leila Eichler from Halle (Saale)
Question to the initiator

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News

pro

Die Nordtangente ginge nachhaltig zu Lasten hochwertiger Naturflächen, der biologischen Diversität und der Lebensqualität im Norden Halles. Menschen brauchen keine Flächenversiegelung, sondern Lebensqualität, wollen ihren Kindern und Enkelkindern Fische und Frösche zeigen und Vögeln zuhören, nicht sagen: Das ist ein Pfeiler einer Nordtangentenbrücke und so hören sich Lastwagen an. Die Stadtväter haben Euros, leider aber nicht das Wohl der BürgerInnen und die biologische Vielfalt im Sinn.

contra

Baut bitte die Nordtangente sowie Fahrradschnellwege durch Trotha bis in die Stadt ! Die Nordtangente wäre für vieler Nord-Hallenser eine Wohltat. Sie würde m.E. auch von der Mehrheit der Hallenser befürwortet werden. Der eher geringe Umweltverbrauch wäre in diesem Interessenkonflikt gegenüber dem Interesse einer Vielzahl von Hallensern abzuwägen (weniger Verkehrslärm und Staub, dagegen deutlich steigende Lebensqualität in der verkehrsberuhigten Stadt).

Why people sign

  • Stefan Lauder Halle (Saale)

    7 days ago

    Nicht noch mehr von Halles schönen Norden zerschneiden.

  • Mandy Hämisch Halle (Saale)

    on 26 Jun 2019

    Die Autobahn führt nach meinem Wissen durch mehrere Naturschutzgebiete. Es ist mir völlig unverständlich warum in dieser Hinsicht die Natur nicht achtet und dem Schadstoffaspekt, wie dem Kapitalismus der Wirtschaft und Politik immer wieder den Vorrang gewährt. Klimawandel wird zu wenig Ernst genommen. Man kann Dinge nicht ewig aufschieben , wenn Symptome schon längst sichtbar und spürbar für den Menschen werden.

  • Florian Reichelt Neunkirchen

    on 26 Jun 2019

    Die Petition ist mir wichtig da der sich ausbreitenden Flächenversiegelung entgegengetreten werden muss!

  • Nicht öffentlich Halle (Saale)

    on 26 Jun 2019

    Für die Hallenser, die im Norden der Stadt wohnen hat die Nordtangente keinen Mehrwert. Es werden unwiederbringlich Flächen geopfert aber für die Umwelt und die betroffenen Anwohner wird nichts getan. So ist zum Beispiel der Schallschutz an der B100 für uns ein wichtiges Thema. Seitens der Verantwortlichen der Stadt und des Landes gibt es hier nur Ingnoranz. Für fünfzig Laubenpächter wurde über die B100 eine Brücke gebaut und die Anbindung erfolgt durch ein bisher abgeschiedenes Wohngebiet. Verkehrsschilder mit zulässigen Belastungsangaben (3,5 t) wurden entfernt, damit Baufahrzeuge mit 30 Tonnen durch unsere Siedlung fahren können. Unsere Fußwege sind in einem katastrophalen Zustand und die Straßenbeleuchtung leuchtet die Straße aus, aber nicht den Fußweg. Weil sich nach so einer Maßnahme, wie der Nordtangente, aus der Erfahrung heraus niemand um die Probleme der betroffenen Anwohner kümmert, bin ich gegen diese Baumaßnahme.

  • Stefan Felber Merseburg

    on 22 Jun 2019

    Ungebremster Fortschritts und Wachstumsglaube durch immer mehr Flächenverbrauch muss gebremst werden. Über Alternativen wird zu wenig oder gar nicht nachgedacht. Die für diese geplanten Vorhaben (Gewerbegebiet und Stzraßenbau) könnten sinnvoll zur Aufwertung und Wiederbelebung vorhandener Gewerbeflächen und zukunftsorientierter Aufwertung bestehehender Infratsruktur verwendet werden. Es ist eine Sackgasse zu glauben, dass wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze nur durch immer neue Straßen und Gewerbegebiete entstehen.

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