Die Verkehrsbelastung auf der Bundesstraße B9 zwischen Guntersblum und Mainz ist inzwischen so groß geworden, das tägliche Staus nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel darstellen. Der überwiegende Teil der rheinhessischen Bevölkerung arbeitet in den Städten Wiesbaden, Frankfurt, Darmstadt und Rüsselsheim sowie am Flughafen Frankfurt. Rund 60 bis 70 Prozent des täglichen Pendlerverkehrs führt nach Hessen. Eine Rheinbrücke bei Nierstein / Oppenheim mit einer Anbindung auf der hessischen Seite an die Autobahnen A60 und / oder A67 würde eine Verkehrsentlastung für die Stadt Nierstein und eine Entlastung für die Rheinbrücke der Autobahn A60 (Weisenauer Brücke) zwischen Mainz-Laubenheim und dem Mainspitz-Dreieck bringen.

Begründung

Seit vielen Jahren nimmt der PKW/LKW-Verkehr im Rhein-Main-Gebiet stetig zu. Auch rund um die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz sind die Bundes- und Landstraßen im Berufsverkehr extrem belastet. Bis zu 23.500 Fahrzeuge befahren täglich die B9 bei Nierstein und bis zu 13 500 Fahrzeuge nutzen die dortige B420 am Tag. Die geplante Umgehungsstraße für die Stadt Nierstein mit einer Untertunnelung der Bundesstraße B9 und einer Anbindung der Bundesstraße B420 würde zwar die Stadt Nierstein entlasten, jedoch das Verkehrsproblem nicht lösen. Der Verkehr würde dann noch schneller und direkter an die Rheinbrücke der Autobahn A60 (Weisenauer Brücke) herangeführt werden. Dort staut sich bereits jetzt der Verkehr täglich rund zwei bis vier Kilometer auf die B9 zurück. Der Neubau einer Rheinbrücke bei Nierstein/Oppenheim liegt darüber hinaus auch im Interesse des Landes Hessen und der hessischen Unternehmen. Im Fall der Schiersteiner Brücke kam die Sperrung nach Berechnungen der Industrie- und Handelskammern (IHK) Rheinhessen und Wiesbaden Menschen und Wirtschaft der Region teuer zu stehen. Auf insgesamt täglich 1,4 Millionen Euro bezifferte Klaus Schröter, der Verkehrsexperte der IHK Wiesbaden, den Gesamtschaden für die Region, der allein durch die Auswirkungen der vielen Staus (Umwegfahrten, Zeitverlust etc.) entsteht. Davon belaufen sich die direkten Schäden für die Wirtschaft der Region den Angaben zufolge auf 470.000 Euro, ebenfalls pro Tag. Die Politik hält den Neubau einer Rheinbrücke bei Nierstein/Oppenheim für unrealistisch. Ich möchte daher mit meiner Petition ein Signal an die Politik geben, dass es eben sehr sinnvoll wäre anstatt einer rund 120 Millionen Euro teuren Umgehungslösung für die B9/B420 den weitaus günstigeren Bau einer Rheinbrücke voran zu bringen. In Rheinhessen entstanden und entstehen viele Neubaugebiete wie beispielseise aktuell das Krämereck-Süd in Oppenheim oder der Roßberg in Nierstein. Die Verkehrssituation auf der B9 wird dadurch weiter verschärft. Es braucht daher eine Gesamtlösung die auch den Blick auf die tatsächlichen Verkehrsströme der Pendler in Rheinhessen legt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Claus Uebel aus Oppenheim
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  • Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    mit Ihrer Unterschrift zu meiner Online-Petition "Neubau einer Rheinbrücke bei Nierstein / Oppenheim" haben Sie dazu beigetragen, dass das Thema wieder in der Öffentlichkeit diskutiert wird.

    Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Jan Metzler (CDU) ist es nun gelungen den 1. Brückengipfel in Nierstein zu organisieren. Hierzu lade ich Sie herzlich ein.

    Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 10. Januar 2017, 19.30 Uhr im Sironasaal des Best Western Wein- und Parkhotel Nierstein, An der Kaiserlinde 1, 55283 Nierstein.

    An diesem Abend werden wir mit namhaften Experten und Bürgern die Möglichkeiten für den Neubau einer Rheinbrücke diskutieren. Einzelheiten entnehmen Sie dem angehängten Ablaufplan.

    Ich freue mich auf Ihre Teilnahme und Beteiligung an der Diskussion.

    Mit freundlichen Grüßen

    Claus Uebel

  • Die Politik jubelt bereits über den Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplanes. Dieser muss aber noch vom Bundestag verabschiedet werden. Ob und wann ein B9-Tunnel tatsächlich gebaut wird ist damit noch nicht entschieden. Daher ist eine Rheinbrücke bei Nierstein / Oppenheim weiterhin die sinnvollere Lösung für die Verkehrsprobleme in der Region.

    Allgemeine Zeitung Landskrone vom 16. März 2016

    Von Ulrich Gerecke

    BUNDESVERKEHRSWEGEPLAN B 9 im Vordringlichen Bedarf, gute Chance für B 420

    OPPENHEIM - Am Mittwochmittag bekam Stadtbürgermeister Thomas Günther im Niersteiner Rathaus einen Anruf von seinem Oppenheimer Kollegen und Bundestagsabgeordneten Marcus Held. Anschließend knallten die Korken. Ein „sehr gutes Signal“ für Nierstein nannte der CDU-Politiker die Nachrichten, die gerade aus Berlin eingetrudelt waren. Von einer „Riesengeschichte“ schwärmte der CDU-Abgeordnete Jan Metzler, und Held stufte den 16. März 2016 gar als „historisches Ereignis und großen Tag für die Region“ ein.

    Parteiübergreifend hatte das Trio (mit anderen und Landesunterstützung) monatelang in Berlin dafür gekämpft, den Aus- und Umbau der Bundesstraßen B 9 und B 420 in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu drücken. Als dieser nun in Berlin vorgestellt wurde, waren sich alle einig. „Unsere Lobbyarbeit hat sich gelohnt“, atmete Held auf, Metzler betonte: „Wir haben alle gemeinsam Druck gemacht – mit Erfolg.“

    Die Entscheidung von Berlin bedeutet konkret: Der B 9-Tunnel am Niersteiner Rheinufer (Schätzkosten: 64,2 Millionen Euro) steht im Vordringlichen Bedarf und kann in den kommenden zehn bis zwölf Jahren gebaut werden. Dank seines hohen Nutzen-Kosten-Verhältnisses stuften die Planer die Pendlerstraße in der höchsten Prioritätsstufe ein. Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) könnte nun in den nächsten zwei bis drei Jahren Baurecht schaffen, dann dürften die Bagger rollen. Die jetzige B 9 würde zur Stadtstraße herabgestuft. „Das haben wir uns lange gewünscht, jetzt können wir das Rheinufer ganz neu gestalten und Nierstein attraktiver machen“, jubelte Günther und bedankte sich bei allen Unterstützern in Land und Region.

    Keine getrennte Betrachtung

    Ebenso wichtig für die weitere Entwicklung: Entgegen vielen Befürchtungen wurden B 9 und B 420 nicht getrennt betrachtet – im Gegenteil. Zwar wurde die B 420 „nur“ in die zweithöchste Prioritätsstufe „Weiterer Bedarf mit Planungsrecht“ eingestuft, aber mit einer ganz klaren Perspektive ausgestattet: Die Verlegung der Bundesstraße aus dem Ort heraus nach Süden kann laut Verkehrswegeplan in Angriff genommen werden, sobald die B 9 fertig ist. Sie wurde mit hoher städtebaulicher Priorität gekennzeichnet, schon bei der B 9-Planung soll die B 420-Anbindung berücksichtigt werden.

    Und vor allen Dingen: Für die B 420 wurde ein Finanzrahmen von satten 105 Millionen Euro definiert. Das bedeutet, dass auch die teure Variante mit dem Steinbruch-Tunnel, die aus dem Raumordnungsverfahren 2013 als „Sieger“ hervorgegangen war, noch eine Chance auf Umsetzung hat. Gerade wegen dieser teuren Variante 5 c waren im vergangenen Jahr Ängste aufgekommen, die B 420 könnte komplett aus dem Bundesverkehrswegeplan herausfallen. Deshalb hatte Günther massiv darauf gedrängt, auch zwei kostengünstigere Varianten berechnen zu lassen.

    „Das Entscheidende ist, dass der Bund um eine Lösung auch für die B 420 jetzt nicht mehr herumkommt“, verbreitete Held Zuversicht. Natürlich seien noch viele Details zu klären, aber auch Günther stellte klar: „Trotz der kleinen Abstriche bei der B 420 können beide Straßen in den nächsten zwei Jahrzehnten realisiert werden.“ Ohne die Entscheidung vom Mittwoch hätte Nierstein wieder über 30 Jahre auf Verkehrsentlastung warten müssen – und ohne die Anmeldung der kleineren Varianten, wäre in Berlin nicht der nötige politische Druck entstanden.

    Held erinnerte daran, dass in Nierstein seit den 1970er Jahren um eine Lösung für beide Straßen gerungen worden sei. „Thomas Günther und ich haben gezeigt, dass wir gemeinsam für die Region viel erreichen können – völlig unabhängig von parteipolitischer Zugehörigkeit.“ Aufgrund des gemeinsamen Bemühens (zum Beispiel rund um den Besuch von Staatssekretär Norbert Barthle in Nierstein im vergangenen September) seien B 9 und B 420 „an vielen anderen Projekten in Rheinland-Pfalz vorbeigezogen“. Die konkurrierenden Ortsumgehungen im Raum Trier zum Beispiel fielen durch.

    „Sinnvoll statt billig“

    „Der Bund hat nicht die billigste Lösung bewilligt, sondern eine, die für die Region Sinn macht“, freute sich Held. Nun müssten sich die Planungsbehörden „auf den Hosenboden setzen“ und möglichst schnell Baurecht für die B 9 schaffen. Ein Prozess den er, Metzler und Günther in den kommenden Jahren begleiten und vorantreiben wollen. Metzler war sich jedenfalls schon am Mittwoch sicher: „Heute ist ein guter Tag.“.

    IN ZAHLEN

    Der B 9-Tunnel soll auf einer Länge von 2,1 Kilometer zweistreifig gebaut werden. Derzeit fahren auf dem Teilstück 23 500 Autos täg

  • Allgemeine Zeitung Mainz vom 16. März 2016

    Im Interview nennt Bauckhage als wichtige Forderung der FDP eine Brücke bei Trebur/Oppenheim.

    AMPELKOALITION Ex-Wirtschaftsminister Hans-Artur Bauckhage sieht keine Schnittmenge zwischen FDP und Grünen

    MAINZ - Hans-Artur Bauckhage (FDP) war fast sieben Jahre Minister und stellvertretender Regierungchef im Kabinett von Kurt Beck (SPD). Unter Bauckhage floss die sogenannte Mobilitätsmilliarde in das Straßennetz. Breitbandausbau, neue Brücken und Straßen werden zentral im Forderungskatalog der FDP in Gesprächen mit SPD und Grünen sein. Bauckhage macht keinen sonderlichen Hehl daraus, was er von einer möglichen Ampelkoalition hält.

    Herr Bauckhage, was spricht eigentlich gegen eine Ampellösung und eine Regierungsbeteiligung der FDP?

    Zu den Grünen gibt es riesige Differenzen. Aus meiner Sicht müsste mindestens ein Moratorium bei den Windrädern herauskommen, das heißt fünf Jahre keine neuen bauen. Für die Landesstraßen müsste der jährliche Etat mindestens auf 150 Millionen Euro dotiert werden. Die Brücken Trebur/Oppenheim und Wörth sowie die Mittelrheinbrücke müssten ins Programm. Die A643 muss sechsspurig ausgebaut werden ohne Wenn und Aber. Und auch der Ausbau der B10 muss in die Spur kommen. Beim Breitbandausbau können wir nicht mit 50MBit anfangen, das ist lächerlicher Klimbim. Wir brauchen hunderte von MBit. Dazu müssen wir erst einmal einen Kassensturz machen.

    Wo sehen Sie Schnittmengen mit den Grünen?

    Ich sehe keine.

    Sie könnten an die sozialliberale Ära der Jahre 1991 bis 2006 anknüpfen.

    Das war eine vertrauensvolle, gute und erfolgreiche Koalition, aber aus zwei Parteien. Wenn sie so verloren haben wie die Grünen, da wird man auch irrational.

    Aber Sie schließen eine Ampel nicht generell aus?

    Man soll nie nein sagen, aber ich sehe erhebliche Probleme. Sie müssten täglich um Mehrheiten kämpfen. Zwei Stimmen Mehrheit ist schon dünn.

    Die Alternative wäre dann eine Große Koalition und die FDP als kleine Oppositionspartei neben der AfD.

    Wir wären dann die größere Oppositionspartei. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Junge und Herr Köbler unserem Landeschef Volker Wissing die Butter vom Brot nehmen würden – im Gegenteil.

    Wie sieht es die Basis der Liberalen?

    Ich glaube nicht, dass die Partei da so einfach mitmacht. Die liberale Basis hat sich noch nie mit den Grünen befasst.

    Dreierbündnisse werden auch mit Blick auf die AfD in Zukunft wichtiger werden.

    Ich würde zuerst einmal ein Dreierbündnis mit der CDU sehen…

    … das ist in Rheinland-Pfalz aber rechnerisch nicht möglich…

    Ja, klar. Aber wir würden eine Koalition stützen, die in der Mehrheit abgestürzt ist. 40 Prozent der Gesamtverschuldung sind in den letzten 10 Jahren gemacht worden.

    Das Interview führte Markus Lachmann.

Pro

Es gibt zu wenige Rheinbrücken zwischen Koblenz und Worms. Auf 150 Kilometern sind nur drei Brücken vorhanden. Diese befinden sich in Mainz.

Contra

Wo Strassen gebaut werden, wird gefahren. Der Bau der Brücke würde das Problem nur verlagern. Ein weiter ansteigender Verkehr wäre die Folge. Der Verkehr auf der B420 ist heute schon viel zu hoch.