Region: Germany
Habitation

Neues Gesetz zur Maklerprovision benachteiligt Immobilienkäufer erneut und sollte angepasst werden.

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
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  1. Launched 31/01/2021
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Das neu verabschiedete Gesetz zur Maklerprovision §656 BGB, welches am 23.12.2020 in Kraft getreten ist, wurde eingeführt, um den Käufer zu entlasten. Es beinhaltet in eigenen Worten: Die Pflicht, dass Verkäufer und Käufer sich die Maklerkosten jeweils zu 50% teilen müssen. Es wurde jedoch nicht bedacht, dass der Immobilienmarkt inzwischen in vielen Regionen so angespannt ist, dass die einzig bevorteilten durch diese Gesetzesänderung die Makler sein werden/sind und die Käufer wiederum zusätzlich benachteiligt werden.

Warum dies so ist: In unserer Region (Landkreis Böblingen und Großraum Stuttgart) hat dies seither zu einer signifikanten Preiserhöhung geführt. Warum: Die Verkäufer schlagen ihren Teil der Provision auf den Immobilienverkaufspreis auf (zu Recht, das würde jeder Bürger tun). Dies hat zur Folge, dass die Preise weiter steigen. Die Zusatzkosten werden also auf den Käufer umgelegt.

Hinzu kommt die Tatsache, dass sich die Makler wohl bewusst sind, dass in den angespannten Regionen die Käufer bereit sind, hohe und auch höhere Preise inkl. Maklerprovision zu zahlen, um überhaupt Immobilieneigentum erwerben zu können. Dies hat zur Folge, dass auf den bekannten Portalen wie Immoscout, Immonet etc. die Maklerprovisionen für den Käufer fast unverändert geblieben sind. Hinzu kommt allerdings additiv der gleiche Teil für den Verkäufer. Dies bedeutet, dass die Makler zum Teil mittlerweile Provisionen von über 8% in Summe von Käufer und Verkäufer erhalten (im Vergleich zu den Werten von vorher mit ca. 4,76%) sind dies bei einer Kaufpreissumme von bspw. 800.000 TEUR nicht mehr "nur" 38.000 EUR, sondern mittlerweile sogar bis zu 64.000 EUR (Beispielhaft!).

Wer profitiert also von dem neuen Gesetz? Die Makler, die nun fast die doppelte Provision erhalten können, von dem die Hälfte ca. auf den Immobilienverkaufspreis aufgeschlagen wird. Das einzige Resultat des gut gemeinten Gesetzes ist also der weitere Anstieg der Immobilienpreise in sowieso schon angespannten Regionen sowie der daraus entstandene monetäre Nachteil für den Käufer.

Es sollte daher bitte über eine Anpassung des Gesetzes nachgedacht werden. Eine mögliche Lösung wäre die Deckelung der Maklerprovision auf beispielsweise max. 4% vom Verkaufspreis IN SUMME für beide Parteien. Die "gerechteste" Lösung, dass der Verkäufer als Auftraggeber die Maklerprovision alleine trägt, ist ja leider seitens der Bundesregierung nicht gewünscht. Eine Deckelung der Provision ist allerdings mehr als überfällig.

Reason

Viele Bürger suchen nach der Sicherheit und dem positiven Lebensgefühl, die eine eigene Immobilie mit sich bringt. Dem normalen "durchschnittlichen" deutschen Bürger wird dies immer weiter erschwert und kann teilweise sogar aufgrund der enormen Preisanstiege als illusorisch angesehen werden. Deutschland hat hier eine extreme Aufholposition gegenüber anderen (europäischen) Ländern, in denen oftmals eine weit höhere Quote an Immobilieneigentum in der Bevölkerung herrscht.

Durch die Anpassung des § 656 BGB bzw. durch die Durchsetzung einer Deckelung der Maklerprovision wird dem Preisanstieg der Immobilien weiter vorgebeugt und der Käufer bei den Nebenkosten des Immobilienkaufs entlastet.

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Why people sign

  • Not public Heidelberg

    on 18 Feb 2021

    Weil das Gesetz das Gegenteil bewirkt von das was erzielen sollte. Ksufen ist inzwischen teuerer. Die Provision wird nicht von der Regierung festgekegt und das führt dazu, dass manche Makler jetzt noch mehr Provision verlangen als früher.

  • Mirko Caspary Wuppertal

    on 10 Feb 2021

    ja und das sofort.

  • on 08 Feb 2021

    Sinnvoll wäre es, die Maklerprovision DEUTLICH zu reduzieren und eine max. Anzahl von Maklern pro Region zu definieren. Dadurch würde die Abschlussquote pro Makler steigen, und der einzelne Abschluss müsste nicht mehr so hoch bewertet werden. Es kann nicht sein, dass die Arbeit eines Maklers eine Höhe erreicht, für die der Käufer ein gesamtes Jahresgehalt aufbringen muss, z.B. beim Erwerb einer Wohnimmobilie. Hier steht die Leistung des Vermittelns ("Makelns") in keinem gerechtfertigten Verhältnis zur Maklergebühr.

  • Not public Petersburger Platz

    on 05 Feb 2021

    Weil das Gesetz die Käufer nicht unterstützt. Nur Makler profitieren.

  • Not public Griesheim

    on 04 Feb 2021

    Weil ich selbst schon seit Jahren auf der Suche nach einem Eigenheim bin und geschockt bin, wie dreist manche Makler vorgehen. Und vor allem wie enorm die Preise gestiegen sind, erst recht nach Inkrafttreten der neuen Regelung.

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