Wir fordern von den gewählten Abgeordneten der Stadtvertretung:

  • beenden Sie sofort die geschichtsnegierenden Wettbewerbs-Spielereien,

  • achten und würdigen Sie angemessen unsere Strelitzer Geschichte und

  • setzen Sie jeden Cent der jetzt bereit stehenden Landesmittel für die kurzfristige Rettung, Sicherung und das Erlebbarmachen der denkmalgeschützten Reste als Voraussetzung für die mittelfristige Verbesserung der touristischen Infrastruktur und den langfristigen Schloss-Wiederaufbau zu unser aller Nutzen ein!

Begründung

Der Aufstieg von Neustrelitz zur Residenz, zur Landeshauptstadt und Landtagssitz des Freistaates Mecklenburg-Strelitz begann mit dem Ausbau des Residenzschlosses. Er endete abrupt 1934 mit der Liquidierung dieses Staates der Weimarer Republik durch das Hitler-Regime. Dies war jedoch nur der Anfang einer bis heute andauernden Odyssee mit Verlust aller Bedeutungen und des Nutzens als Verwaltungssitz von Land, Bezirk und Kreis.

Der absolute Tiefpunkt wird jetzt durch eine beabsichtigte Beliebigkeitsspielwiese auf dem Schlossgelände erreicht!

Das Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern als Eigentümer des Schlossberg-Areals in Neustrelitz hat 2013 entgegen dem Protest des Residenzschlossvereins Neustrelitz e.V. einen Wettbewerb unter Landschaftsplanern zur Gestaltung der Grundfläche des zerstörten Neustrelitzer Residenzschlosses ausgelobt. Durch eine Jury unter Mitwirkung von Vertretern des Neustrelitzer Stadtparlaments und der Stadtverwaltung wurde ein Wettbewerbssieger gekürt. Dieser schlägt vor, Gras über die noch vorhandenen Keller des neuen Schlossteils wachsen zu lassen sowie 80 Stck. 15 m hohe Holzmasten zur Nachbildung des Bauvolumens des alten Schlossteils, zwischen denen Vorhänge eine „textile Architektur“ darstellen können, zu errichten.

Für äußerst kritikwürdig halten wir zunächst die Idee des „weithin sichtbaren, leuchtenden Windspiels“ (jeder Besucher der Neustrelitzer „Festspiele im Schlossgarten“ kennt die erhebliche Windbelastung auf dem Schlossberg, hinzu käme nun eine erhebliche Lärmbelästigung durch knatternde Textilbahnen – und nur mit diesen Textilbahnen wird die beabsichtigte Raum füllende Wirkung erreicht – oder will man gerade in den Besucherhochzeiten unserer Festspiele auf diese eigentliche Wirkung verzichten?).

Vor allem aber soll der bedeutendste noch vorhandene bauliche Rest des Residenzschlosses, der Keller des neuen Schlossteils nach jahrelanger Schädigung durch Verwahrlosung nicht etwa gesichert, geschützt und sichtbar gemacht, sondern verfüllt werden. Durch eine Wiesenfläche soll an den Zustand vor Errichtung des Erweiterungsbaus erinnert werden – denkmalpflegerisch ein Rückgriff auf längst überholte Zeiten vergangener Auffassungen von Denkmalpflege, heißt es doch seit Mitte des 20. Jahrhunderts in anerkannten Grundsätzen: „Die Beiträge aller Epochen zu einem Denkmal müssen respektiert werden …“

Für einen angemessenen Umgang mit der Gründungsstätte unserer Stadt hatte der Residenzschlossverein Neustrelitz e.V. in breitem Konsens mit Bürgern der Stadt und seinerzeit auch der Stadtverwaltung bereits 2009 ein Strategiepapier (residenzschloss-verein.de) entwickelt, das bis heute nichts an Aktualität verloren hat.

Die vollständige Wiederherstellung der Schlossregion bietet eine der wenigen realen Chancen zur positiven Gestaltung der Neustrelitzer Zukunft mit wirtschaftlichem Wert.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Her mit dem Schloß! Dann können wir endlich Party machen... Helene Fischer und Andrea Berg im Prinzessinnen-Kostüm mit Highheels undso! Die werden alle kommen.. Ja Neustrelitz ist Nabel der Welt!

Contra

wen juckts? nur 10 prozent erreicht... war wohl nix mit petiton und revolte ..