Nach der ersatzlosen Streichung der NAU-Fördermaßnahme AL1 und der Begrenzung der Blühstreifenprogramme fordern Landwirte vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium • eine konsequente und verlässliche Förderpolitik über lange Zeiträume, • Planungssicherheit für Landwirte mit mindestens einem Jahr Vorlaufzeit und • eine enge Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Fachbehörden und den Fachverbänden, um zukünftig volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

Begründung

Nachdem niedersachsenweit rund 16.000 Anträge von Landwirten auf niedersächsische Agrarumweltmaßnahmen eingegangen sind, wurde die Fördermaßnahme AL1 vom Landwirtschaftsministerium von einem auf den anderen Tag ersatzlos gestrichen. Die vielfältige Fruchtfolge mit Eiweißpflanzen wird nun doch nicht mehr gefördert. Ähnlich verhält es sich mit der rigiden Begrenzung der Blühstreifenprogramme auf maximal zehn Hektar je Maßnahme und Betrieb. Mitten in der Ernte sehen sich Landwirte mit der Situation konfrontiert, ihre bereits im Frühjahr abgeschlossenen Planungen kurzfristig überarbeiten zu müssen. Zusätzlich tragen sie die Kosten für Beratung und Antragstellung sowie für die Stornierung ihres bereits bestellten Saatgutes. Die ersatzlose Streichung von AL1 zeigt einmal mehr die konzeptlose Förderpolitik und Willkür des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Wurden das Engagement der Landwirte für die Natur und ihre Bereitschaft zu Agrarumweltmaßnahmen am 4. August von Landwirtschaftsminister Christian Meyer noch gelobt, kam es am gleichen Abend zur Streichung der Fördermaßnahme. Landwirte und ihre Familien, aber auch die Agrarberatung und der Handel sind enttäuscht. Das ist keine verlässliche Politik, sondern Ausdruck von Sprunghaftigkeit, Konzeptlosigkeit und Willkür!

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Neuigkeiten

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank, dass Sie unsere Forderungen mit Ihrer Unterschrift unterstützt haben!
    Das Landvolk Hannover hat seine Petition, die von rund 2.000 Personen gezeichnet worden ist, an die Grünen-Landtagsabgeordnete Regina Asendorf übergeben.
    Neben mangelnder Kommunikation kritisierten die Landvolk-Vertreter die willkürlichen und sprunghaften Entscheidungen des Ministeriums. Regina Asendorf, die seit August Abgeordnete im niedersächsischen Landtag ist, sagte zu, die Kritik weiterzuleiten und sprach sich für eine verbesserte Kommunikation und einen konstruktiven Dialog zwischen Landvolk und Ministerium aus.

Pro

Gerade bei Themenfeldern bei denen es nur langfristig spürbare Veränderungen geben kann (und Landwirtschaft und Umweltschutz gehören eindeutig dazu) ist ein langer Atem und konsequentes und konstantes Handeln wichtig, Sprunghaftigkeit schadet nur. Ein heute so morgen so hilft niemandem, weder den Betroffenen noch der Sache selbst. Abgesehen davon sind natürlich solche abrupten Wechsel für die betroffenen Bettriebe (zumeist Familienbetriebe) auf Dauer zu teuer und sie werden sich aus der Landwirtschaft zurückziehen und platz machen für Großbetriebe, wollte man das nicht eigentlich verhindern?

Contra

Das Programm wurde mißbraucht! Es kommt darauf an, möglichst viele lineare, blühende und grüne Linien im Land zu haben als sogenannte "Biotopverbundlinien" (möglichst in Form von ausreichend breiten Hecken, Obstbaumreihen oder Krautsäumen und ggf. auch Blühstreifen), damit nicht weiter rasant Tier- und Pflanzenarten aussterben! Ganze Felder von Landwirten mit viel ha voll von "Blühstreifen", gefördert mit Steuermitteln, sind dagegen völlig am Thema vorbei und eher eine geschickte Ausnutzung von Förderprogrammen, die man sich vorher durch eigene Verbandsvertreter hat schaffen lassen.