Region: Bavaria
Economy

Öffnung der bayerischen Gärtnereien, Gartencenter und Blumengeschäfte

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Bayerischer Landtag
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  1. Launched 23/04/2021
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Wir kämpfen gegen die Inzidenzabhängige Zwangsschließung von Gärtnereien, Gartenfachmärkten und Blumengeschäften in Bayern.

Die Bundesnotbremse beschlossen von CDU/CSU und SPD sieht im neuen Infektionsschutzgesetz unter §28b eine inzidenzunabhängige Öffnung der grünen Branche deutschlandweit vor. Die bayerische Staatsregierung hat jedoch in der 12. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in der ab heute gültigen Fassung entschieden, dass diese Regelung für Bayern nicht gelten soll und setzt sich damit wieder über die Regelungen des Bundes hinweg.

Bayern ist das einzige Bundesland in dem Gärtnereien, Gartencenter und Blumengeschäfte der inzidenzabhängigen Öffnungsregelung im Einzelhandel unterworfen sind. In allen anderen 15 Bundesländern ist das nicht der Fall.

Wir sind systemrelevant und wollen deutschlandweit, besonders auch neben dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) gleich behandelt werden!

Für uns stehen folgende Punkte im Vordergrund:

  • Unsere Betriebe sind systemrelevant, wie der LEH
  • Wir handeln mit lebendiger und verderblicher Ware
  • Unsere Betriebe bieten sichere Einkaufsmöglichkeiten bei umfangreichen Hygienekonzepten
  • besorgniserregende Nachfrageverschiebung in den Lebensmitteleinzelhandel

Systemrelevanz:

Wir verkaufen systemrelevante Waren wie Gemüsepflanzen, Kräuter, Obstgehölze und Sämereien, zudem alles, was zum Säen und Ernten benötigt wird. Wir tragen zur Selbstversorgung der Bevölkerung bei!

Wir müssen nun diese Pflanzen von den Zuchtbetrieben in die Verkaufsstellen bringen und regulär absetzen dürfen, da andernfalls eine massive Vernichtungswelle herbeigeführt wird

Lebendige Pflanzen - Verderbliche Ware

Gärtnereien, Gartencenter und Blumengeschäfte handeln mit „lebender" also verderblicher Ware. In unseren Geschäften wird der Umsatz zu mehr als 50% aus dem Verkauf von Pflanzen generiert. Es bringt uns in der jetzigen Pflanzsaison (die wichtigsten Monate sind März, April und Mai) an den Rande des Ruins. Wir können nicht einfach unsere Läden schließen und Pflanzen bis zum Ende der Pandemie weiterkultivieren! Die Betriebe müssen weiterlaufen! Zu viele Pflanzen müssen ansonsten vernichtet werden, denn andernfalls können auch Folgekulturen nicht angesetzt werden.

Die Bereitstellung von lebender Ware braucht eine gewisse Vorlaufzeit. Pflanzen müssen erst wachsen, bevor sie verkauft werden können. Für den Gartenbau ist es daher so wichtig, Planungssicherheit zu bekommen! Die Betriebe müssen wissen, zu welchem Zeitpunkt die Pflanzen verkauft werden können. Ansonsten droht die Unterbrechung der Lieferketten..

Extrem geringes Ansteckungsrisiko

Besonders Gärtnereien und Gartencenter sind ein sicherer Ort! Unsere Verkaufsflächen sind riesig und weitläufig, die Räume sind hoch und sehr gut belüftet. Wir können für eine bessere Durchlüftung die Seitenwände aufschieben und die Dächer öffnen. Wir haben teils 5 bis 6 Meter hohe Räume und Platz für umfangreiche Hygiene und Sicherheitskonzepte. Sicherheitsabstände können spielend eingehalten werden! Wir können sogar den Verkauf ins Freie verlagern und ein Höchstmaß an Infektionsschutz bieten!

Wir sind sicherer als der Lebensmitteleinzelhandel, wo auf kleineren Flächen sich die Kunden aktuell dicht an dicht drängen!

Nachfrageverschiebung zugunsten des Lebensmitteleinzelhandels

Wir fordern auch die Gleichstellung mit dem Lebensmitteleinzelhandel, da dieser der grünen Branche aktuell massiv schadet. In den Supermärkten werden Tonnen an Pflanzen, Gartenzubehör, Erden und Düngern aktuell beworben und verkauft. Wir stellen eine extreme Verschiebung der Nachfrage in den LEH fest. Für die Kunden ist es viel bequemer sich im Supermarkt mit Pflanzen und Pflanzutensilien, sowie Gartengeräten einzudecken, als in die Gartenfachmärkte zu gehen. Dort muss ein Termin vereinbart werden und aktuell, je nach Inzidenz auch ein negatives Coronatestergebnis vorgelegt werden.

Reason

Psychologischer Aspekt - Blumen für mehr Wohlbefinden

Die Menschen leiden unter den Folgen und Restriktionen durch die Pandemie extrem. Nach einem Jahr Leben in der Pandemie und mit einem schrecklichen Virus, bleibt für die Menschen nicht mehr all zu viel Glückseligkeit und Freude. Das Leben findet nur noch sehr eingeschränkt in den eigenen vier Wänden statt. Urlaube, Treffen im Freundeskreis, Ausflüge in Naherholungsgebiete, Vereinsleben, Sport, Jobs und Schule finden nur noch sehr, sehr eingeschränkt oder gar nicht mehr statt. Verständlicherweise wächst das Bedürfnis, sich das eigene Umfeld so schön als möglich zu gestalten: einen eigenen Gemüsegarten anzulegen, sich selbst zu versorgen, das Home Office etwas grüner zu machen, die eigenen vier Wände zur Oase umzuwandeln, in die man sich zurückzieht. All das hebt auch in der bayerischen Bevölkerung die Stimmung und trägt zur Akzeptanz des eingeschlagenen politischen Weges und all der verschärften Coronaregeln bei!

Blumen und Pflanzen zaubern seit jeher ein Lächeln in die Seele der Menschen!

Die Öffnung der Gärtnereien und Gartencenter stellt kein Risiko für die weitere Ausbreitung der Pandemie dar. Ganz im Gegenteil, eine Öffnung bedeutet auch ein Entzerren der schwierigen Lage, denn dies führt zu einer Entspannung in der Nachfrage. Gerade jetzt verhindern wir damit, dass sich Menschengruppen um das Pflanzenangebot der Lebensmittelmärkte bilden, da die Kunden ihren Bedarf an Pflanzen an einer sicheren Stelle befriedigen können.

Folgen Sie der Auffassung aller anderen Bundesländer und ermöglichen Sie die inzidenzunabhängige Öffnung von Gärtnereien, Gartencentern, Gartenfachmärkten und Blumenläden.

Begründung

  1. Systemrelevanz
  2. Der Handel mit lebende, verderblichen Pflanzen
  3. Sicherheit in den Betrieben / ausgezeichnete Hygienemaßnahmen
  4. ansonsten droht weiterer wirtschaftlicher Schaden
  5. wie auch der wirtschaftliche Ruin vieler Betriebe und der Verlust von Arbeitsplätzen
  6. psychologischer Aspekt - Blumen und Pflanzen tragen zum Glücksgefühl bei
Thank you for your support, Simone Schröder from Gronsdorf
Question to the initiator

News

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