Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass es ab sofort ein ausgewogenes Verhältnis zwischen männlichen als auch weiblichen Kartoffelnamen bei der Sortenbestimmung gibt.

Begründung

In vielen Bereichen der öffentlichen Wahrnehmung wurden ungleiche Verteilungen der Geschlechter bereits angegangen oder konsequent beseitigt. So gibt es nun bei den Hoch- & Tiefdruckgebieten einen regelmäßigen Wechsel des Geschlechts bei der Namensgebung. Das ist gut und auch richtig.Im deutschen Wikipedia- Beitrag über Kartoffelnamen sind über 250 Sorten aufgeführt. Weit mehr als 90 % sind hier weiblichen Geschlechts. Ich sehe hier eine eindeutige Benachteiligung hinsichtlich männlicher Namen und fordere auf diesem Wege, sich diesem Thema anzunehmen, mit dem Ziel mittelfristig eine Annäherung bzw. eine ausgeglichene Mischung zu den weiblichen Kartoffelbezeichnungen zu schaffen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung
  • Pet 3-18-10-780-034547

    Organisation der Landwirtschaft


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 09.03.2017 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
    konnte.

    Begründung

    Der Petent möchte erreichen, dass es bei der Sortenbestimmung von Kartoffeln ein
    ausgewogenes Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Kartoffelnamen gibt.
    Er führt aus, dass in vielen Bereichen derart ungleiche Verteilungen bereits beseitigt
    worden seien. Dies sei z. B. bei der Benennung von Hoch- und Tiefdruckgebieten
    der Fall. Seiner Kenntnis nach seien mehr als 90 v.H. der Kartoffeln mit weiblichen
    Namen versehen. Hier sehe er eine Benachteiligung des männlichen Geschlechts.
    Es handelt sich um eine öffentliche Petition, die auf den Internetseiten des
    Deutschen Bundestages veröffentlicht und diskutiert wurde. 109 Mitzeichnende
    haben das Anliegen unterstützt. Der Petitionsausschuss hat im Rahmen seiner
    parlamentarischen Prüfung eine Stellungnahme der Bundesregierung zu dem
    Anliegen eingeholt. Die Prüfung des Petitionsausschusses hatte unter
    Berücksichtigung der seitens der Bundesregierung dargestellten Aspekte folgendes
    Ergebnis:
    Das Inverkehrbringen von Kartoffelpflanzgut setzt insbesondere voraus, dass die
    fraglichen Kartoffelsorten nach amtlicher Sortenprüfung durch das Bundessortenamt
    zugelassen werden. Zugelassene Sorten werden in die Sortenliste eingetragen.
    Hierfür Voraussetzung ist das Vorliegen einer Sortenbezeichnung. Die
    Sortenzüchtung erfolgt ausschließlich durch private Pflanzenzüchtungsbetriebe.
    Diesen obliegt auch die Wahl der Sortenbezeichnung.
    Die durch den Pflanzenzüchter benannte Sortenbezeichnung ist eintragbar, wenn
    keiner der Ausschließungsgründe nach § 35 Abs. 2 oder § 65 Abs. 3 des
    Saatgutverkehrsgesetzes vorliegt. Diese Ausschließungsgründe sollen insbesondere

    sicherstellen, dass die Sortenbezeichnung nicht irreführen kann und dass die Sorten
    unterscheidbar sind. Detaillierte Vorgaben zur Prüfung und Eignung von
    Sortenbezeichnungen sind nach den Ausführungen der Bundesregierung in einer
    entsprechenden EU-Verordnung niedergelegt. Die Bundesregierung hat weiterhin
    ausgeführt, dass geschlechtsspezifische Hinweise nicht zu den relevanten
    Prüfkriterien gehören.
    Der Petitionsausschuss stellt fest, dass das Saatgutrecht insbesondere dem Schutz
    des professionellen Verwenders von Saat- und Pflanzgut dient. Dies kommt zugleich
    dem Schutz der Verbraucher zugute. Für den Landwirt und den von ihm
    angestrebten Anbauerfolg ist es unerheblich, ob die gewählte Kartoffelsorte eine
    weibliche oder eine männliche Bezeichnung trägt. Auch wäre es statthaft, diese
    durch einen Code zu kennzeichnen. Der Petitionsausschuss vertritt daher die
    Auffassung, dass der Erlass von Rechtsvorschriften auf das erforderliche Maß
    beschränkt sein sollte. Im Sinne einer unbürokratischen Verfahrensweise empfiehlt
    er, das Petitionsverfahren abzuschließen, da dem Anliegen nicht entsprochen
    werden konnte.

    Begründung (PDF)

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.