Der Bundesvorstand der AfD hat ein Parteiausschlussverfahren gegen Björn Höcke beschlossen. Der Beschluss im Wortlaut:

„Der Bundesvorstand der Alternative für Deutschland hat in seiner heutigen Telefonkonferenz mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit ein Parteiausschlussverfahren gegen den thüringischen AfD-Landesvorsitzenden Björn Höcke beschlossen.

Die Maßnahme erfolgte nach eingehender juristischer Prüfung und politischer Bewertung der Rede Björn Höckes vom 17. Januar 2017 in Dresden.“

Stärken Sie dem Bundesvorstand mit Ihrer Stimme den Rücken und lassen Sie uns ein starkes Signal an das über den Parteiauschluss befindende Schiedsgericht, wie auch an die Parteibasis und die Öffentlichkeit senden!

Begründung

Wer den Anspruch erhebt, den politischen Betrieb unseres Landes so zu erneuern, dass er sich wieder auf verantwortunsbewusstes Handeln im Sinne unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung besinnt, sollte mit gutem Beispiel vorangehen und zunächst einmal vor der eigenen Türe kehren.

Denn wenn solch grenzwertige Art der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte, wie sie Björn Höcke (nicht zum ersten Male) betreibt, innerparteilich unwidersprochen bleibt und das Bild der AfD weiterhin prägt, wird diese Partei selbst schon bald nur noch Stoff für Historiker sein – bevor sie auch nur irgendetwas bewegt hat.

Das wäre eine Katastrophe, denn die Probleme Deutschlands und Europas sind zu groß, als dass wir uns wieder ins stille Kämmerlein zurückziehen dürften.

Angesichts solcher verbalen Entgleisungen, wie der unsäglichen "Dresdner Rede" Höckes, spielen in diesen Tagen aber viele von uns mit genau diesem Gedanken. Weil ihnen so langsam die Argumente ausgehen - am Arbeitsplatz, im Freundeskreis, am Infostand.

Somit übt Höcke mit seinen im Stil schwer erträglichen und im Inhalt bewusst missverständlichen Tiraden eben keinen Druck auf die Mächtigen in Berlin oder Brüssel aus, sondern nur auf das einfache AfD-Mitglied, das sich an der Basis engagiert, aber auch außerhalb der Partei noch ein Leben hat.

So unter Druck geraten, hat die AfD dann aber keine echte Chance mehr, zu einer wirklichen Volkspartei zu werden, die auch abseits der Stammtische Wirkung erzeugen kann. Sie würde zu einer laut lärmenden Bewegung ohne jeglichen Resonanzraum verkommen und schlussendlich in der Bedeutungslosigkeit versinken, wie vor ihr bereits die 'Republikaner' und ähnliche Gruppierungen.

Im Sinne dessen, was es für unsere Heimat zu erreichen gilt, wenn wir deren kulturellen und wirtschaftlichen Niedergang verhindern wollen, können wir das nicht wollen. Wer also nicht nur lautstark aber letztlich wirkungslos protestieren und nutzlose Fundamentalopposition betreiben, sondern zum Wohle unseres Landes konstruktiv politisch gestalten will, sollte mit seiner Stimme daran mitwirken, die Partei durch den Ausschluss Björn Höckes für ein breites Wählerspektrum in der bürgerlichen Mitte unserer Gesellschaft wählbar zu machen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Klaus P.-Kilfitt aus Berlin
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Pro

Höcke hat nachweislich 2010 aktiv an einer Neonazidemo teilgenommen. Als politisch interessiertes Kind einer Vertriebenfamilie ist davon auszugehen, dass ihm die damals schon abgeschlossenen rechtsextreme Unterwanderung der sächsischen JLO (Veranstalter) bekannt war, wie sie der VS beschreibt und in eigenen Verlautbarungen bestätigt wird ("ich bin nationaler Sozialist"). Als politisch interessiertem Bürger sollte er die NPD-Führung und die Neonazisymbole wahrgenommen haben. Dennoch stimmt er lauthals in ihr Gegröle ein "Wir wollen marschieren". Wer mitgrölt, gehört dazu-und damit nicht zur AFD

Contra

Die Partei braucht keine Spaltung, sondern Einigkeit. Wer mit anderen Meinungen nicht umgehen kann ist keine Alternative.