Region: Edling
Environment

Petition gegen den Antrag der Molkerei Meggle auf Entnahme des Grundwassers aus dem Edlinger Delta

Petition is directed to
Bayerischer Landtag, Landratsamt Rosenheim
359 Supporters
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  1. Launched 01/12/2019
  2. Collection yet 5 months
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Da die wasserrechtliche Erlaubnis einer Grundwasserentnahme aus dem Edlinger Becken für die Molkerei Meggle Wasserburg GmbH & Co. KG Ende 2019 abläuft, hat diese einen neuen Antrag beim zuständigen Landratsamt Rosenheim eingereicht. Dieser Antrag wurde wieder über 3,0 Mio. m³ Wasser pro Jahr und einer Laufzeit von 20 Jahren gestellt. Dies ist für uns weder nachvollziehbar noch für das Edlinger Delta auf Dauer verkraftbar (detaillierte Begründungen siehe unten).

Deshalb fordern wir, dass:

  • Die genehmigte Entnahmemenge sollte sich bis 2024 auf die jetzt von der Firma MEGGLE benötigten 2,3 Mio. m³ Wasser belaufen.

  • Die Stadt Wasserburg muss ab 2024 die Firma MEGGLE mit 1,2 Mio. m³ Wasser versorgen. Der größte Teil dieser Wassermenge wird von der Stadt Wasserburg bereits gefördert aber nicht verwendet, da die Stadt Wasserburg das Grundwasser mit Hilfe eines artesischen Brunnens fördert. Solche Brunnen dürfen nicht gedrosselt werden; somit wird derzeit das überschüssige Wasser in den Schwarzmoosbach abgeleitet. Durch die Versorgung der Firma MEGGLE würde das Wasser nun über die Firma MEGGLE dann in den Inn abgeleitet werden. Schließlich ist die Firma MEGGLE auf dem Stadtgebiet der Stadt Wasserburg ansässig und die Stadt Wasserburg hat gem. Art. 57 Abs. 2 Gemeindeordnung die Verpflichtung ihre Privathaushalte als auch ihr ansässiges Gewerbe mit Trinkwasser zu versorgen. In diesen 5 Jahren hat die Stadt Wasserburg genügend Zeit ein entsprechendes Leitungsnetz zu verlegen. Schließlich versorgen sie bereits das Inn-Salzach-Klinikum und haben somit bereits ein Leitungsnetz auf der südlichen Seite der B304. Die Planungsunsicherheit aufgrund des Neubaus der B304, ist unserer Meinung nach, nur ein Vorwand der Stadt Wasserburg. Ein Leitungsnetz von Gabersee aus unter der B15 zu verlegen, dürfte technisch ohne weiteres möglich sein.

  • Ab 2024 sollte die genehmigte Entnahmemenge der Firma MEGGLE um die Menge, welche dann die Stadt Wasserburg liefert, gekürzt werden.

  • Auch sollte ab 2024 die Entnahmemenge in einem regelmäßigen Abstand, z. B. alle 5 Jahre, hinsichtlich der geplanten Wassereinsparungen seitens der Firma MEGGLE gesenkt werden.

Reason

  1. Die Firma MEGGLE beantragt die Versorgung eines Teils des Wasserburger Ortsteils Reitmehring sowie des Wasserburger Ortsteils Viehhausen mit Trinkwasser. Dies sehen wir außerordentlich problematisch, da hier kein funktionstüchtiges Wasserschutzgebiet mehr vorhanden ist. Auch verwundet es uns sehr, dass die Stadt Wasserburg gerade in diesem Bereich ein neues Wohngebiet ausweisen durfte, obwohl damals der Stadt Wasserburg bereits bekannt gewesen sein muss, dass die Firma MEGGLE dieses neue Baugebiet mit Trinkwasser versorgen muss, welches aus einem Brunnen gefördert wird, der kein Wasserschutzgebiet vorweisen.

  2. Der trockene Sommer 2018 hat sehr deutlich gezeigt, dass der Wasserzulauf und das Wasservorkommen im Edlinger Delta nicht unerschöpflich sind. Das steht im Gegensatz zu dem was in dem geologischen Gutachten, welches die Firma MEGGLE beauftragt hat, behauptet wird. Wie die Messdaten des Edlinger Gemeindebrunnens zeigen, ist der Grundwasserspiegel hier um 1,60 Meter gefallen (siehe Grafik Anlage 1). Dieses „geringe“ Absinken des Grundwasserspiegels hatte bereits starke Auswirkungen auf die Natur und die Bevölkerung innerhalb des Gemeindegebietes Edling. Hier möchten wir einige Beispiele benennen: Im Naherholungsgebiet „Brandmeier-Weiher“ wurde nur durch das beherzte Eingreifen der Edlinger Feuerwehr ein großes Fischsterben verhindert. Auch die Fischzucht am sogenannten Überlauf des Edlinger Beckens in Breitbrunn hat sehr hohe Verluste, aufgrund des Fischsterbens von ca. 90 % des gesamten Fischbestandes im Jahr 2018, zu beklagen. Ursache für das Sterben war mangelnder Zufluss von Wasser aus dem Edlinger Becken! (siehe Bild in Anlage 3).„Trockenfallen“ der Geothermie Anlagen mehrerer Wohnhäuser ab dem Wintermonat November 2018.

  3. Laut Aussage der Geologen, welche das Gutachten der Firma MEGGLE erstellt haben, fließt in das Edlinger Becken immer mehr Wasser nach als die derzeitig bewilligten Entnahmemengen (MEGGLE AG 3,0 Mio. m³ und Gemeinde Edling ca. 500.000 m³). Im Gutachten steht auch, dass der Grundwasserspiegel maximal um 0,50 Meter sinken wird. Diese Aussagen, getroffen in der Informationsveranstaltung im Februar 2018, sind für uns nicht nachvollziehbar, da ansonsten im trockenen Sommer 2018 die oben genannten Probleme nicht aufgetreten wären! Bei der Adler Kiesgrube ist der Grundwasserstand im Trend seit 1991 um 0,30 Meter gefallen und am Brunnen der Gemeinde Edling ist der Grundwasserspiegel seit 2010 sogar um ca. 1 Meter gefallen! (siehe Anlage 4, 5 und 6)

  4. Aus den Gesprächen mit der Firma Meggle ist uns bekannt, dass die Firma Meggle ein weiteres Einsparungspotential an Wasser sieht. Dafür extra eingestellte Mitarbeiter und beauftragte Fremdfirmen sollen hier die Bemühungen der Firma Meggle unterstützen. Laut Herrn Dr. Schmale (ehemaliger Vorstandsvorsitzender) ist eine weitere Trinkwasserreduzierung auf bis zu ca. 1,8 Mio. m³ Wasser geplant. Das Prozesswasser wäre mit Hilfe von Aufbereitungsanlagen auch „intern“ herzustellen, so der Vorstandsvorsitzende. Somit ist es für uns nicht nachvollziehbar, warum die Firma MEGGLE AG wieder eine Entnahmemenge von 3,0 Mio. m³ beantragt. Dies nur mit dem geplanten Wachstum der Firma MEGGLE zu begründen, finden wir nicht nachvollziehbar.

  5. In den Antragsunterlagen der Firma MEGGLE für die Genehmigung der Wasserentnahme befindet sich unter anderem eine Tabelle mit dem geplanten Wasserverbrauch im Verhältnis zur Nettoproduktionsmenge. Aus dieser lässt sich eine geplante Wasserersparnis der Firma MEGGLE in den Jahren von 2020 bis 2040 von nur 11 % errechnen. Dies ist nach unserem Dafürhalten viel zu gering in 20 Jahren! Eine Firma in dieser Größenordnung sollte in der Lage sein, wesentlich mehr Wasser mit Hilfe eines detaillierten Wasserwirtschaftsplan und dem Einsatz neuester Technologien einzusparen!

  6. Im Weiteren finden wir in den Antragsunterlagen der Firma MEGGLE auch keinen detaillierten Wasserhaushaltsplan; weder für die Gegenwart noch für die Zukunft. Bei dieser Entnahmemenge sollte ein solcher Plan unserer Meinung nach vorliegen.

  7. In den Antragsunterlagen der Firma MEGGLE wird bzgl. der Nutzung des Trinkwassers keine detaillierten Angaben gemacht. Hier wird nur sehr undifferenziert über die Verwendung des Trinkwassers für Reinigungszwecke, als Kühlwasser, als Warmwasser, Prozesswasser für die Produktion und für Waschwasser gesprochen. Unserer Ansicht nach, müsste die Firma MEGGLE wesentlich genauer bezeichnen, für was sie wirklich Trinkwasser benötigt und für welche Produktionsvorgänge auch Wasser mit geringerer Qualität ausreichen würde.

  8. Durch eine Versorgung auch seitens der Stadt Wasserburg würde die Firma MEGGLE auch bei einer eventuellen Verunreinigung des Grundwassers (im Edlinger Gemeindebereich oder aber auch im Gemeindebereich der Stadt Wasserburg) immer noch produktionsfähig bleiben (Sicherung der Arbeitsplätze)!

Gekürzte Fassung: Die vollständige Petition finden Sie unter: www.edling-wasser.de

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News

Not yet a PRO argument.

Es wird suggeriert das dort mehr Grundwasser gefördert werden soll. Das ist falsch und entspricht nicht den Tatsachen. Es soll lediglich der bestehende Umfang beibehalten werden.

Why people sign

  • 2 h. ago

    Ich wohne in Edlinger und möchte gerne, dass die nachfolgenden Generationen auch genug Trinkwasser zur Verfügung haben.

  • 3 h. ago

    Firmen wie Meggle, die große Mengen Trinkwasser aus Brunnen entnehmen, sollten gezwungen werden, ihre Aufbereitungsmöglichkeiten noch weiter zu treiben und zu hinterfragen, welche Prozesse tatsächlich Frischwassers bedürfen, auch wenn dies einen finanziellen Mehraufwand bedeutet. Wasserknappheit wird zunehmen, Trinkwasser aus Grundwasser sollte einigen wenigen möglichen Nutzungen vorbehalten werden. (Langfristig müssen auch private Haushalte umdenken, womit eine Toilettenspülung betrieben werden sollte usw.)

  • 1 day ago

    Weil diese grosse Menge eine Vergeudung des wertvollen Trinkwassers bedeutet und das nur zur Kühlung. Für diesen Zweck wäre der naheliegende, fliesende Inn die beste und günstigste Lösung..

  • 2 days ago

    Ich möchte, dass mein kleiner Enkel nicht seine geliebte Heimat verlassrn mus.

  • 2 days ago

    Sicherstellung der Wasserversorgung

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