Petition gegen die zum 01.07.2026 in Kraft getretenen Änderungen des § 10 der Jugendordnung FSA

Petition is addressed to:
Fußballverband Sachsen-Anhalt

648 Signatures

7 %
601 from 8,200 for quorum in Saxony-Anhalt Saxony-Anhalt

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  1. Launched 17/08/2026
  2. Time remaining 5 months
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Petition addressed to: Fußballverband Sachsen-Anhalt

Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern den Fußballverband Sachsen-Anhalt auf, die zum 01.07.2026 eingeführten Neuerungen, insbesondere § 10 Ziffer 4, Anstrich a) der aktuellen Jugendordnung des FSA, zu überarbeiten bzw. zurückzunehmen. Nach der derzeit geltenden Regelung erhalten 17-jährige männliche Jugendliche nach einem Vereinswechsel kein vorzeitiges Spielrecht im Herrenbereich, da nicht alle geforderten Grundvoraussetzungen für die Antragstellung erfüllt werden können.

Dies betrifft insbesondere den seit dem 01.07.2026 neu aufgenommenen Passus unter Anstrich a) des § 10 Ziffer 4 der Jugendordnung: die Notwendigkeit eines seit zwölf Monaten bestehenden Spielrechts für den Spieler im antragstellenden Verein, oder den Nachweis, dass der Spieler zwölf Monate lang kein Spielrecht für einen anderen Verein hatte. Diese Voraussetzung stellt für aktive Jugendliche in diesem Alter, bei einem gewünschten oder notwendigen Vereinswechsel, ein Ausschlusskriterium dar.

Vereinswechsel entstehen häufig durch Umzüge, schulische Veränderungen, den Beginn einer Ausbildung, Freundeskreise oder fehlende Mannschaften im bisherigen Verein. Gerade 17-Jährige haben darauf oftmals keinen Einfluss. Eine Bestrafung durch Spielsperren und Ausschluss aus dem aktiven Wettkampfbetrieb ist daher nicht gerechtfertigt und stellt eine Benachteiligung der männlichen Jugendlichen dar.

Wenn die Jugendlichen diese Voraussetzungen nicht erfüllen, müssen sie bis zu ihrem 18. Geburtstag warten oder werden gegen ihren freien Willen gezwungen, in einem anderen Verein Fußball zu spielen. Diese Regelung benachteiligt junge Menschen bei der Ausübung ihres Hobbys und in ihrer freien Entscheidungsfindung erheblich. Aus unserer Sicht widerspricht sie dem eigentlichen Ziel des Fußballs: Jugendlichen die aktive Teilnahme am Sport zu ermöglichen und in Zeiten des demografischen Wandels auch Vereine im ländlichen Raum zu unterstützen.

Auch die bereits vor dem offiziellen Inkrafttreten der Änderung bekannt gewordene Ausnahmeregelung stellt für 17-jährige männliche Jugendliche keine praktische Erleichterung dar. Danach kann eine Spielerlaubnis erteilt werden, wenn kein anderer Verein im Umkreis von zehn Kilometern eine entsprechende Mannschaft für diese Altersklasse gemäß Jugendordnung stellt. Für die Jugendlichen bleibt die Teilnahme am Trainings- und Spielbetrieb eines Vereins innerhalb dieses Umkreises, insbesondere aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität sowie der begrenzten landkreisübergreifenden Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs, nahezu nicht realisierbar.

Unsere Kritikpunkte

1. Ausschluss statt Förderung 
Jugendliche sollen Fußball spielen können und nicht aufgrund bürokratischer Regelungen monatelang zum Zuschauen gezwungen werden. Der Spielort bzw. die Vereinszugehörigkeit sollte eine freie Willensentscheidung sein.

Wer trainiert und sich sportlich engagiert, sollte sich im sportlichen Wettbewerb messen und insbesondere im Zusammenspiel mit älteren Spielern seine sozialen Kompetenzen stärken können. Werden Heranwachsenden durch auferlegte Regularien die Wettkampfmöglichkeiten genommen, schwinden Freude und Lust am Sport schnell.

 2. Soziale Benachteiligung
Vereinswechsel entstehen häufig durch Umzüge, schulische Veränderungen, den Beginn einer Ausbildung, Freundeskreise oder fehlende Mannschaften im bisherigen Verein. Gerade 17-Jährige haben darauf oftmals keinen Einfluss. Eine Bestrafung durch Spielsperren ist daher nicht gerechtfertigt. Mit der Umkreisregelung stoßen viele 17-jährige männliche Jugendliche an ihre Mobilitätsgrenzen

 3. Ausstiegs aus dem Sport
Wenn 17-jährige Spieler bis zu ihrem 18. Geburtstag nicht spielen dürfen, besteht die Gefahr, dass sie den Fußball ganz aufgeben. Gerade in einer Zeit, in der viele Vereine um Nachwuchs kämpfen, sollte jede Regelung die Teilnahme fördern und nicht verhindern.

 4. Ungleichbehandlung
Fraglich ist, warum diese zusätzlichen Nachweise nur von männlichen A-Juniorenspielern verlangt werden. Ungeachtet dessen, dass B-Juniorinnen ab dem 16. Lebensjahr ohne weitere Nachweise für den Frauenbereich spielberechtigt sind, unterliegt die Möglichkeit eines vorzeitigen Spielrechts ab dem 15. Lebensjahr deutlich weniger Auflagen.

Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Spieler trotz Trainingsberechtigung nicht aktiv am Spielbetrieb teilnehmen darf, obwohl keine sportlichen oder disziplinarischen Gründe dagegen sprechen.

 5. Spielermangel verschärft sich
Viele Vereine, gerade im ländlichen Raum, haben aufgrund des demografischen Wandels zunehmend Schwierigkeiten, ausreichend Spieler in den entsprechenden Altersklassen zu finden. Das Durchschnittsalter der aktiven Mannschaften ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die aktuelle Regelung erschwert die Aufnahme und Integration spielbereiter, spielwilliger und aktiver A-Junioren. Sie nimmt ihnen die Freude am Fußball, erschwert die Bildung leistungsfähiger Mannschaften und schwächt den Fußball insgesamt.

Reason

Unsere Forderungen

 Wir fordern den Fußballverband Sachsen-Anhalt auf:
·        die bestehende Regelung für 17-jährige Spieler nach Vereinswechseln zu überprüfen und zur alten Regelung zurückzukehren,
·        Wartefristen vollständig abzuschaffen,
·        das Spielrecht grundsätzlich am Wohl und am Willen der Jugendlichen auszurichten,
·        Vereinen und Spielern unbürokratische Härtefallregelungen zu ermöglichen,
·        sicherzustellen, dass kein Jugendlicher allein aufgrund bürokratischer Hürden und Auflagen vom aktiven Fußballspielen ausgeschlossen wird.

Der Fußball und das Vereinsleben leben von Freude, Entwicklung und Teilhabe. Kein Jugendlicher sollte wegen komplizierter Wechselbestimmungen monatelang ohne Spielrecht bleiben. Wir fordern eine faire, zeitgemäße Lösung, die den Sport, die Gemeinschaft und das Miteinander in den Mittelpunkt stellt. Damit werden zugleich die soziale und persönliche Entwicklung von Heranwachsenden und Jugendlichen gefördert.

Wir setzen uns für Fairness, Chancengleichheit und die langfristige Sicherung des Fußballs im ländlichen Raum und damit im Fußballverband Sachsen-Anhalt ein.

Thank you so much for your support, SSV 90 Landsberg e.V., Landsberg
Ask the initiator

Petition details

Petition started: 08/17/2026
Collection ends: 02/16/2027
Region: Saxony-Anhalt
Topic: Sports

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Why people sign

Weil eine Ausgrenzung nach Herkunft laut Duden Rassismus darstellt. Kein kleinerer Verein darf dafür bestraft werden, wenn der Nachbarort eine A-Jugend stellt. Und ein 17 Jähriger sollte nirgendwo unter Zwang spielen müssen. So verlieren wir die Jugend und verlieren Mannschaften aus kleineren Ortschaften die um ihre Existenz kämpfen.

Kinder in diesem Alter sollte der Spielbetrieb nicht untersagt werden

Diese Petition kann ich nur unterstützen!

Um das Aussterben der örtlichen Vereine zu verhindern. Der Spielbetrieb und das Heranführen der jungen Erwachsenen ist seit Jahren ein existenzieller Teil des Spielbetriebs.

Es ist einfach Quatsch so eine Regelung zu machen ob ich jetzt 17 bin und spiele oder 18

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