Hiermit beteilige ich mich an der Unterschriftenaktion gegen unbezahlte Vollzeitpraktika.

Initiator dieser Aktion ist die Fachschaft des Kunsthistorischeninstituts der Freien Universität Berlin (Koserstr. 20, 14195 Berlin).

Vielen Dank fürs Mitmachen! Eure Fachschaft

Motivazioni:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einiger Zeit beobachten wir mit Sorge die Anhäufung von Praktikumsangeboten an die Studenten unserer Institute, deren Anforderungsprofile den Eindruck erwecken, dass bezahlte Vollzeitstellen durch unzureichend- oder gar unbezahlte VollzeitpraktikantInnen ersetzt werden sollen.

Wir wehren uns gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften im Kunst- und Kulturbetrieb!

Um nichts anderes handelt es sich, wenn qualifizierte und motivierte Menschen unter dem Versprechen von Anerkennung und künftigem Erfolg zu den Konditionen von nicht- oder unzureichend bezahlten Praktika an etablierten und anerkannten, aber auch an gering oder nichtsubventionierten Einrichtungen ihre Arbeitskraft und Fähigkeiten zur Verfügung stellen.

Wir akzeptieren nicht, dass der Kunst- und Kulturbetrieb sein Fundament auf den Rücken von nicht- oder unzureichend bezahlten Arbeitskräften errichtet, dass das Ausbeuten von PraktikantInnen als Gegebenheit hingenommen wird und mit dem Verweis auf fehlende Mittel allgemeine Anerkennung findet.

Es ist Zeit für ein Umdenken!

Es muss möglich sein PraktikantInnen- und AssistentInnenstellen in die Kostenkalkulationen und Etats miteinzubeziehen, um diese für die von ihnen geleistete Arbeit, die oftmals in Aufwand und Qualität der Arbeit von Vollzeitkräften im Kulturbetrieb entspricht, zu entlohnen.

Es muss möglich gemacht werden, mit der Arbeit im Kunst- und Kulturbetrieb seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Nicht- oder unzureichend bezahlte Praktika führen zur strukturellen Ungleichheit, die es nur denjenigen erlaubt Vollzeitpraktika anzutreten, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten müssen. Dies ist mit sozialer Gerechtigkeit nicht vereinbar. Daher sollte es auch im Interesse Ihrer Institution sein, der für Sie durch ständig neue Einarbeitung aufwendigen Fluktuation nicht- oder unzureichend bezahlter PraktikantInnen Einhalt zu gebieten, um eine hohe Qualität der Arbeit zu ermöglichen, die nicht gewährleistet werden kann, wenn das Existenzminimum der PraktikantInnen parallel zu einer Vollzeitstelle erwirtschaftet werden muss.

Wir fordern Sie auf, Ihrer Ausschreibung eine angemessene Entlohnung hinzuzufügen.

Des Weiteren bitten wir Sie, Ihre Arbeitspolitik zu überdenken und in künftigen Verhandlungen den PraktikantInnenlohn von vornherein mit einzukalkulieren.

Mit freundlichen Grüßen (Die Studenten der nachfolgenden Institute)

Grazie davvero per il vostro appoggio

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