Wir fordern die Einführung eines Schulfaches zur Förderung sozialer Kompetenzen!

Oft sind Jugendliche bei der Lebens- oder Berufswegplanung überfordert. Bei der Bewältigung von Problemen fehlen ihnen Strategien, Lösungen zu finden bzw. in konkretes Handeln umzusetzen. Viele junge Menschen leiden an mangelndem Selbstvertrauen, fehlender Kommunikationsfähigkeit, Handlungskompetenz im Umgang mit Stresssituationen und Konflikten, etc. Ihnen mangelt es an Eigenverantwortung und realistischer Selbsteinschätzung. Dadurch gleiten nicht wenige in Missbrauchs- oder Suchtverhalten ab oder zeigen auffälliges bis hin zu aggressivem und gewaltbereitem Verhalten.

Schule/ Berufsschule, Eltern, berufliche Bildung etc. können diesen vielfältig gewordenen Anforderungen oft nicht mehr alleine gerecht werden. Aus diesen Gründen sind zusätzliche Unterstützungen für die Schule unabdingbar. Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Beitrag für die Schulen, jedoch nicht ausreichend, da sie zeitlich und durch ihre konzeptionell bedingte Aufgabenstellung an ihre Grenzen stößt.

Begründung

Die Gesellschaft und somit auch die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen haben sich in den letzten Jahrzehnten entscheidend verändert und sind immer schneller werdenden Veränderungsprozessen unterworfen. Tiefgreifende Umbrüche in allen Lebensbereichen müssen von ihnen verarbeitet werden.

Erschreckende gesellschaftliche Entwicklungen mit dramatischen Folgen sind zu beobachten wie z.B. - Mangelndes Selbstvertrauen - Fehlende Kommunikationsfähigkeit und Handlungskompetenz in Konflikten - Missbrauchs- und Suchtverhalten - Auffälligkeit, Aggression und Gewaltbereitschaft

Darauf weisen erschreckende Fakten hin:

  • Jeder sechste (!) Schüler ist Mobbing-Opfer (19.04.2017 Süddeutsche Zeitung)

  • Zunahme Lehrer-Mobbing (Bildungsmagazin „News4Teachers“ 24.07.2017)

  • Auffälliger Anstieg von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen (Südwestpresse 13.03.2018)

  • Komasaufen: 22.300 Jugendliche 2016, allein in Stuttgart Steigerung um 69% gegenüber 2015 (10.02.2018 Südwestpresse)

  • Derzeit über 11.000 Salafisten in Deutschland – doppelt so viele wie vor fünf Jahren (Tagesschau vom 04.04.2018)

Obwohl es bereits viele Programme zum Sozialverhalten an Schulen gibt, zeigen die genannten Fakten deutlich, dass diese nicht ausreichen und wie erwartet greifen. Fachleute, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vor allem therapeutisch, bestätigen die unbedingte Notwendigkeit der Förderung von sozialen Kompetenzen.

Deshalb sind wir überzeugt davon, dass unser Bildungskonzept dringend weitere Maßnahmen ergreifen muss, um diesen erschreckenden, dramatischen Entwicklungen entgegenzuwirken.

Deshalb fordern wir die Einführung eines Schulfaches zur Förderung sozialer Kompetenzen.

So wie Deutsch, Mathematik und weitere Unterrichtsfächer gelehrt werden, muss Schule die Möglichkeit bieten, dass Kinder und Jugendliche sich zu lebensfähigen, gesunden, selbstständigen, eigenverantwortlichen und kritikfähigen Persönlichkeiten entwickeln. Dies muss im Interesse aller Beteiligten liegen, weil nur solche gestärkten Persönlichkeiten in der Lage sind, achtsam und verantwortlich mit sich und anderen umzugehen. Dies bildet auch das Fundament für eine funktionierende demokratische Gesellschaft.

Aus unserer Sicht muss sich die Sozialkompetenzförderung durch die gesamte Schulzeit ziehen, denn nur langfristige, kontinuierliche Programme sind nachhaltig und haben damit die größten Erfolgschancen im Gegensatz zu kurzfristigen, einmaligen Aktionen. Weitere Informationene unter: www.sozialtraining-dengler.de

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Christa Dengler aus Dornstetten
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Neuigkeiten

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Also mal wieder alles auf die Lehrer abladen, was die Eltern versäumt haben. Was soll Schule denn noch alles leisten? Lehrer sind Pädagogen mit methodisch-didaktischer Ausrichtung, keine Sozialarbeiter, keine Psychotherapeuten usw. Eltern bestreiten häufig, dass ihr Mega-Engel irgendwas mit Mobbing zu tun haben könnte, die kleinen Majestäten kennen keinen Grenzen und werden zu Psychophaten erzogen.