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  • Von: Laura G. mehr
  • An: Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Medien mehr
  • Status: Petition in Zeichnung
  • 46 Tage verbleibend
  • 928 Unterstützer
    883 in Deutschland
    1% erreicht von
    110.000  für Quorum  (?)

Schleichwerbung: mehr Transparenz und Kennzeichnung!

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Wir möchten mehr Transparenz im Bereich Schleichwerbung bewirken und fordern daher:

- Eine Überprüfung der aktuellen Gesetzeslage
- Eine Gesetzesreform zum Umgang mit Werbung und Schleichwerbung auf Social Media Plattformen
- Eine Kennzeichnungspflicht, die über Kürzel wie #ad oder #sp hinausgeht
- Geldbußen für Schleichwerbung
- Bessere und transparentere Kontrolle durch entsprechende Stellen mit geeigneten Maßnahmen

Warum?

Sogenannte Influencer auf social media Plattformen wie Instagram, Snapchat, Youtube etc. werden für Unternehmen immer attraktiver. Sie stellen eine wesentlich kostengünstigere Alternative zu Werbung im TV, Radio oder Printmedien dar. Die Werbung für das Unternehmen erfolgt durch gestellte Fotos, Unpackings, Testberichte und weitere Wege, die sich ausbauen. Der Influencer erhält dafür eine Bezahlung, oder das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt. Dass es sich dabei nicht tatsächlich um eine Produktempfehlung aus freien Stücken, sondern um Werbung handelt, ist für den Verbraucher, der angesprochen werden soll, jedoch aufgrund fehlender Kennzeichnung nicht zu erkennen. Folglich wird der Verbraucher durch die Schleichwerbung unterbewusst beeinflusst. Die ungekennzeichnete Werbung ist gesetzlich jedoch verboten.

„Geheimtipp für euch: die neue Creme von XY bewirkt Wunder“ "mega süßes Cafe in der Straße XY entdeckt" "heute geht´s endlich shoppen im XY Kaufhaus"

Hättest du gleich erkannt, dass es sich bei allen drei Beiträgen um bezahlte Werbung handelt? Der Blogger XY schwört gar nicht auf die Wunderwirkung der Creme, er wurde einfach nur dafür bezahlt genau das zu sagen. Hättest du das Produkt trotzdem gekauft, wenn du gewusst hättest, dass Blogger XY ein Haufen Geld dafür erhält? Wusstest du, dass die Firmen den Bloggern sogar teilweise vorgeben was genau man schreiben soll?

- to influence somebody - jemanden beeinflussen
Das ist genau das was Influencer auf Social Media Kanälen wie Instagram, Facebook, Twitter und Snapchat täglich machen. Doch inwiefern beeinflussen sie uns denn? Positiv? Inspirieren sie uns? Geben sie uns Denkanstöße? Der Begriff Influencer meint aber etwas anderes. Sie sollen unser Kaufverhalten beeinflussen.

- Wer ist Influencer?
Influencer kann prinzipiell jeder sein. Es kommt jedoch maßgeblich auf die Followerzahl an. Je höher diese ist, desto wahrscheinlicher werden Kooperationen von Unternehmen angeboten. Oft sind Influencer Blogger, Youtuber oder Instagrammer, aber auch Models und andere Persönlichkeiten. Neben dem klassischen Bloggen oder dem Teilen von schönen Fotos auf Instagram und anderen Social Media Kanälen "beeinflussen" sie ihre Follower.

- Wie funktioniert das "Influencen"?
Schauen wir uns zunächst die klassische Form der Werbung an: im TV, im Radio, in den Printmedien. Sobald die spannende Serie im Fernsehen unterbrochen oder der neue Hit im Radio beendet ist merken wir - ok, da kommt jetzt Werbung. Entweder schauen oder hören wir uns diese an, oder schalten eben weg. Bei Influencern ist aber oft nicht ganz so einfach zu erkennen ob jetzt Werbung zu sehen ist, oder sie uns unverfangen von ihrem Alltag berichten.

Influencer stellen somit so etwas wie Werbegesichter dar. Die beworbenen Produkte können Klamotten, Beautyprodukte, Lebensmittel darstellen, ganze Wohnungseinrichtungen und sogar Reisen werden gesponsert. Nun ist es aber so, dass Influencer nicht nur Werbung posten, sondern eben auch ihr alltägliches Leben. Für die Follower ist es oft aber nicht mehr klar was selbst gekauft wurde oder was von Unternehmen bezahlt wurde.

Deswegen besteht auch für Influencer eine sogenannte Kennzeichnungspflicht. Diese ergibt sich aus § 3a UWG, § 5a Abs. 6 UWG in Verbindung mit Nr. 11 des Anhangs zu § 3 Abs. 3 UWG. Dort heißt es unter anderem, dass "der vom Unternehmer finanzierte Einsatz redaktioneller Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt (als Information getarnte Werbung)" unzulässig ist. Nach dem Telemediengesetz (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 TMG) ist Schleichwerbung verboten, denn die sogenannte „kommerzielle Kommunikation“ muss deutlich als solche erkennbar sein.

- Wie muss richtig gekennzeichnet werden?
Aus dem Beitrag muss hervorgehen, dass dieser kommerzieller Natur ist. Das LG München hat hierzu entschieden: Wird aus redaktionellen Beiträgen auf eine Webseiten mit Werbeinhalten verlinkt, reicht der Hinweis „Sponsored“ nicht zur Werbekennzeichnung aus (LG München, Urteil vom 31.07.2015, Az. 4 HK O 21172/14; nicht rechtskräftig)

Auf der sicheren Seite ist man, wenn der Beitrag mit "#Werbung" gekennzeichnet wird. Allerdings halten sich viele Influencer leider nicht an diese Kennzeichnungspflicht. Somit ist für den Leser nicht klar, ob die Meinung echt ist, oder eben bezahlt wurde. Auch die Firmen stehen in der Pflicht Werbung zu Kennzeichnen! Unternehmen fordern teilweise dazu auf, Werbung nicht als diese zu kennzeichnen.

Begründung:

Das Nicht-Kennzeichnen stellt nicht nur für ehrliche Mitbewerber, die ihrer Kennzeichnungspflicht nachkommen, einen nicht unerheblichen Nachteil dar. Auch Minderjährige sind dieser medialen Beeinflussung ausgesetzt. Gerade Jugendliche überblicken in sozialen Medien oft nicht inwieweit sie Werbung ausgesetzt sind. Influencer werden von ihren Followern oft als vertrauenswürdig angesehen. Sie sind sowohl Idole und Stars aber aufgrund der Interaktion mit ihren Followern nahbarer als klassische berühmte Persönlichkeiten. Oftmals werden sie gar als eine Art von "Freundin" wahrgenommen, dieses Phänomen nennt sich "parasoziale Interaktion". Aufgrund dessen vertrauen viele, gerade junge Follower ohne kritische Hinterfragung der vermeintlich ehrlichen Meinung des Influencern.

Wir werden jeden Tag mit Werbung konfrontiert. Wir fordern, dass ein einheitliches Gesetz verabschiedet wird, dass sämtliche Influencer auf jeder social-media-Plattform dazu zwingt bezahlte Werbebeiträge transparent zu kennzeichnen, sodass für den Nutzer (Verbraucher) auf den ersten Blick erkennbar ist, dass es sich um bezahlte Werbung handelt.

Für weitere Informationen und Neuigkeiten schau doch auf unserer Facebookseite vorbei: www.facebook.com/transparenzimnetz/?fref=nf

#transparenzimnetz

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

9, 05.01.2017 (aktiv bis 04.03.2017)


Neuigkeiten

Gekürzt, da der Text nicht vollständig hingepasst hat Neuer Petitionstext: Wir möchten mehr Transparenz im Bereich Schleichwerbung bewirken und fordern daher daher: - Eine Überprüfung der aktuellen Gesetzeslage - Eine Gesetzesreform zum Umgang mit ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Macht Sinn, es geht hier nicht um die klassischen Ads wie PreRolls, Display Ads oder eingebuchte, klassische Kampagnen, sondern um die Influencer-Kampagnen. Marken positionieren ihre Produkte und Meinungen in die redaktionell freien Inhalte von Vloggern ...

PRO: Medienkritik ist eine wichtige Kompetenz, die Jugendliche (Hauptzielgruppe von IG) lernen müssen. Eine Kennzeichnung von gesponserten Beiträgen auf Social Media Plattformen würde einen wertvollen Beitrag zur Weiterbildung bringen.

CONTRA: Wie kann man nur so bescheuert sein dort seinen ganzen privaten Krams auszubreiten? Gibt es denn wirklich noch immer Menschen die nicht wissen dass der große Bruder alles mit liest ? Vor den Nachbarn werden die Vorhänge zugezogen aber im Internet bei ...

CONTRA: Die Lösung des Problems ist doch ganz einfach. Das was ihr als "soziale Medien" bezeichnet sind in Wirklichkeit doch nur Datenkraken die mit euren Daten Geschäfte machen. Um nichts anderes geht es doch bei dem ganzen Käse. Also hilft nur eines: Sofort ...

>>> Zur Debatte


Warum Unterstützer unterschreiben

Die Instagram, Youtube und generell bloggerwelt boomt. Mich stört das sehr dass viele Influencer ihre Produktplatzierung nicht deutlich kennzeichnen und das Vertrauen ihrer Follower ausnutzen.

Mit ist an einer ehrlichen Beurteilung gelegen.

Zum Schutz der Minderjährigen und um soziale Netzwerke nicht der Werbung total auszuliefern.

Jeder sollte wissen wann Werbung gemacht wird für ein Produkt und wann es wirklich eigenes Anliegen ist ein Produkt vorzustellen

Weil ich es unmöglich finde, dass Blogger & Co. Produkte offensichtlich vermarkten bzw. dafür Werbung zu machen, ohne es zu kennzeichnen.

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