Die Verbindung zwischen Zwickau und Mülsen auf der B 173 ist nicht nur für den Autoverkehr von großer Bedeutung, sondern auch eine unausweichliche Route für den Radverkehr zwischen Zwickau, Lippoldsruh, Mülsen und Lichtenstein.

Auf dem östlich von Zwickau gelegenen Abschnitt der B 173 fahren täglich etwa 12.000 Autos. Durch die dicht beieinanderliegenden Quellen und Ziele im Verdichtungsraum Zwickau hat die Straße eine außerordentlich große Bedeutung auch für den Radverkehr. Aufgrund des fehlenden Weges ist die Straße aber weder verkehrssicher noch lädt sie dazu ein, die kurzen Wege zwischen Zwickau und Mülsen mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das heißt, diese gesunde Fortbewegungsart wird hier bislang regelrecht unterdrückt.

Die Unterzeichnenden fordern deshalb den Freistaat Sachsen auf, noch 2016 die Planungen für den ca. 2.600 Meter langen Radweg zwischen Zwickau (Kaufland) und Lippoldsruh wieder aufzunehmen und dafür ausreichende Planungskapazitäten zu schaffen.

Der ADFC Sachsen e.V. / Ortsgruppe Zwickau vertritt die Unterzeichnenden dieser Petition.

Begründung

Immer mehr Menschen legen ihre Wege mit dem Rad zurück, um Umwelt, Gesundheit und Geldbeutel einen Gefallen zu tun sowie auf die lästige Parkplatzsuche zu verzichten. Doch noch immer bleiben enorme Umsteigerpotentiale ungenutzt, weil die Radverkehrsinfrastruktur deutliche Lücken aufweist.

Etwa 50% aller mit dem Auto zurückgelegten Wege sind kürzer als 5 Kilometer. Ein idealer Radius fürs Fahrrad! Ist eine attraktive und sichere Wegführung vorhanden, lassen sich auch in einem stark autoorientierten Bundesland entscheidend mehr Menschen davon überzeugen, aufs Fahrrad umzusteigen.

Den östlich von Zwickau gelegenen Abschnitt der B 173 passieren pro Tag etwa 12.000 Autos. Die Verbindung ist als Bestandteil der Radverkehrskonzepte der Stadt Zwickau, des Landkreises Zwickau sowie des Freistaats Sachsen jeweils mit der höchsten Prioritätsstufe enthalten. Auch die Gemeinde Mülsen ist an einer guten Radverkehrsverbindung nach Zwickau interessiert.

Neben Einkaufsmöglichkeiten, Wohngebieten und Arbeitgebern liegt seit dem Sommer 2015 auch eine Unterkunft für ca. 350 Flüchtlinge an der Bundesstraße. Deren Bewohner nutzen die Bundesstraße als Fußweg zum Einkaufen, was ohne einen Geh- und Radweg zu zahlreichen gefährlichen Situationen geführt hat, über die bereits in der Presse berichtet wurde.

Sowohl die Stadt Zwickau als auch die Gemeinde Mülsen sind in ihren Zuständigkeitsbereichen bereits in Vorleistung gegangen. Die Stadt Zwickau markierte zwischen der Reinsdorfer Straße und dem Lerchenweg auf der B 173 beidseitig Radfahr- bzw. Schutzstreifen. Ab Lippoldsruh wurde (statt einer Radwegführung an der B 173 entlang) bereits die Vettermannstraße durch die Gemeinde Mülsen für den Radverkehr aufgewertet.

Dennoch lässt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Planungen derzeit ruhen. Das widerspricht dem Ziel der Sächsischen Radverkehrskonzeption, den betreffenden Radweg zwischen Zwickau und Lippoldsruh mit der höchsten Priorität bis 2025 zu bauen.

Dabei träfen den Freistaat für den Bau der Straße keine Kosten. Für die Finanzierung von Radwegen an Bundesstraßen kommt, wie auch bei Bundesstraßen und Bundesautobahnen, der Bund auf. Planung, Organisation und Bau allerdings obliegt dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und damit dem Freistaat Sachsen. Es ist deshalb dringend erforderlich, dass das Landesamt für Straßenbau und Verkehr die Planungen für einen Radweg auf der B 173 östlich Zwickau wieder aufnimmt und forciert zum Abschluss bringt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ADFC Sachsen e.V. aus Dresden
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  • Liebe Unterstützer der Petition für einen Radweg an der B 173 zwischen Zwickau und Mülsen,

    heute haben Bert Winkler von der ADFC-Ortsgruppe Zwickau sowie Rolf Leonhard vom ADFC-Landesvorstand und Barbara Baum und Konrad Krause aus der ADFC-Landesgeschäftsstelle den Landtag besucht, um dort dem Landtagspräsidenten und der Vorsitzenden des Petitionsausschusses die Petition zu übergeben.

    Die Radwegverbindung zwischen Zwickau und Mülsen war schon Bestandteil des Zwickauer Radverkehrskonzepts aus den 90er Jahren, die Zwickauer Oberbürgermeisterin sowie der Landrat sind für das Projekt. Allein: Es klemmt trotzdem. Diese außerordentlich lange Wartezeit zwischen Konzept und Projekt hat selbst den Landtagspräsidenten gewundert.

    Der Petitionsausschuss wird nun nach den Ursachen forschen und hoffentlich den nötigen politischen Druck aufbauen, um die Radwegplanung zu beschleunigen. Neben weiteren etwa 700 Petitionen, die die Parlamentarier im Ausschuss jährlich bearbeiten ist dies ein Anliegen mit großem öffentlichen Interesse weshalb wir hoffen, dass unsere Petition letztlich zum Erfolg führt.

    Für Ihre und eure Unterstützung möchten wir uns erneut sehr bedanken und hoffen auf ein gutes Ende und einen baldigen Baubeginn zwischen Zwickau und Mülsen.

    Viele Grüße
    Konrad Krause

    P. S.: Die Zwickauer Ortsgruppe des ADFC trifft sich das nächste mal am 14. Februar 2017 ab 19 Uhr zum Radlerstammtisch im Brauhaus Zwickau. Wer uns bei unseren Aktivitäten für mehr Radverkehr unterstützen oder einfach mal vorbeischnuppern möchte ist herzlich willkommen. Weitere Informationen unter www.adfc-zwickau.de

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    haben Sie alle nochmals vielen Dank für Ihre Zeichnung der ADFC-Petition für einen Radweg an der B 173 zwischen Zwickau und Mülsen!
    Am 19. Januar werden wir die Petition für einen Radweg zwischen Zwickau und Mülsen an den Präsidenten des Sächsischen Landtags übergeben. Wir hoffen, so etwas Druck zu machen und an die Sächsische Staatsregierung ein deutliches Signal auszusenden, dass sie ihr Engagement für den Radverkehr verstärken muss. Danach geht die Petition in den Geschäftsgang des Landtages, dessen Petitionsausschuss sie dann behandeln wird.

    Haben Sie nochmals vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    Konrad Krause
    Geschäftsführer des ADFC Sachsen e. V.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

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