Immer öfter werden kleine Spontan-Raves in Parks frühzeitig aufgelöst und aufgrund von Müll und Lärm in eine kriminelle Ecke gestellt. Dabei leisten Free Open Airs einen wichtigen, innovativen und niederschwelligen kulturellen Beitrag.

"Das Bedürfnis, umsonst und draußen zu feiern, ist enorm groß bei Jugendlichen und jung Gebliebenen. Eine Stadt wie Köln, für die Kultur so groß geschrieben wird, sollte sich flexibel auf diesen Anspruch einstellen können," sagt Initiator der Initiative Open Air Cologne, der Kölner Party-Veranstalter Zafer Caliskan.

Unter dem Motto "Rave clean & Save Green" treten wir für das Recht auf spontane Open Air Partys im Kölner Stadtgebiet und die Bereitstellung geeigneter Orte durch die Stadt Köln ein.

Begründung

Ziel unserer Forderungen in 8. Punkten ist ein gedeihliches und respektvolles Miteinander aller Bürger.

Unsere Vorschläge lauten:

  1. Die Stadt Köln stellt in den Kölner Stadtbezirken Außenzonen für ganztägige Feier- , Musik-, Kultur- und Tanzveranstaltungen bereit.

Zusammen mit der Initiative ermitteln die Experten der Verwaltung geeignete Orte, die den Bedürfnissen des Lärmschutzes, der Sicherheit, der Entsorgung und des Zugangs gerecht werden. Dies schließt auch die entsprechende Änderung von Flächennutzungsplänen oder Bebauungsplänen ein.

  1. Die Stadt Köln erstellt an den Orten entsprechende Infrastruktur zur Verfügung. Dies umfasst u.a. Stromversorgung, Wasser- und Abwasseranschlüsse, Müllentsorgung, Schallschutz.

Solange dies noch nicht gegeben ist, sorgt der Veranstalter für die entsprechende Infrastruktur und Versorgung.

  1. Die Stadt Köln bietet ein unbürokratisches Schnellgenehmigungsverfahren (24 Stunden), wie dies z.B. in Berlin und Halle schon heute möglich ist.

Da z.B. Freiluftpartys oft erst kurzzeitig durchgeführt werden können (Wetter), sollte ein vereinfachtes Verfahren (Online) angeboten werden.

  1. Die veranstaltenden Gruppen, Initiativen oder Privatpersonen (Veranstalter) verpflichten sich, die Veranstaltung sicher und ohne Belästigung für die Umgebung durchzuführen und den Ort sauber zu hinterlassen. Sie nutzen dazu die vorhandene Infrastruktur nach Bedarf (gegen Gebühr) oder stellen diese selbst zur Verfügung.

Die Haftung für die Durchführung obliegt einer Person oder dem verantwortlichen Vertreter einer Gruppe/Initiative.

  1. Die Kosten hierfür können die Veranstalter über eine Spende/Beitrag der Teilnehmenden oder durch den Verkauf von Getränken decken.

Die Schnellgenehmigung enthält dazu auch auf Wunsch eine entsprechende gaststättenrechtliche Genehmigung.

Zusätzlich soll ein Betrag („Kultureuro“) gespendet oder erhoben werden. Hieraus wird die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der Unterhalt der Orte gefördert.

  1. In Zusammenarbeit mit Drogenberatung, AIDS-Hilfe, sozialen Diensten und anderen Einrichtungen der Vor- und Fürsorge bieten die Veranstaltungen Raum für Aufklärung und Information.

Zugleich bieten sie eine Entlastung von Stadträumen, wo der Interessenausgleich zwischen Wohnumgebung und Feierkultur ungleich schwieriger ist (Stichwort Brüsseler Platz).

  1. Die Nutzung durch Gruppen, Initiativen oder Personen hat Vorrang. Gewerbliche Nutzungen sind möglich, wo eine private oder Gruppen-Nutzung nicht erfolgt. Sie unterliegen erweiterten Konditionen.

  2. Ein Vertreter der Initiative und der veranstaltenden Privatpersonen, Gruppen, Initiativen bilden zusammen mit Vertretern der Stadt einen Schiedsausschuss. Dieser tritt auf Bedarf bei Beschwerden und bei Konflikten zu einem Schiedsverfahren zusammen. Rechtsverstöße bleiben hiervon unberührt.

Weitere Informationen und Kontakt unter:

www.facebook.com/groups/536199406565858/

open-air.cologne

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Open Air Cologne e.V. aus Köln
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Pro

Das Phänomen der Draußen Parties gibt es in Köln schon lange.. Es geht darum Plätze zu schaffen, wo Musik auch nach 0 Uhr auf legale Art und Weise betriben werden kann ohne gleichzeitig Anwohner zu belästigen. Schätzungsweise 50 verschiedene Kollektive ´bieten in Gewerbe-und Waldgebieten im Kölner kulturelle Veranstaltungen für den kleinen Geldbeutel(nämlich ohne Eintritt) an. Diese Veranstalter sind mit Herzblut dabei und schaffen für Köln einen besonderen kulutrellen Beitrag. Wieso diesen Menschen nicht die Möglichkeit bieten einen Leerstand/Brachfläche weiter zu entwickeln?

Contra

Was aus spontan werden kann/geworden ist, weiß noch jeder, der hier unterzeichnet?