Petition richtet sich an:
Bildungsministerium
Das deutsche Bildungssystem braucht eine Reform. Es sollte nicht wehement am alten System festgehalten sondern gute Bildung für jeden und jede ermöglicht werden.
Pädagogische Forschungen gibt es schon länger. Es gibt Leute die wissen, wie Kinder und Jugendliche verschiedenen Alters am besten lernen und sich Wissen aneignen können. Anhand dieser Erkenntnisse sollte das neue Bildungssystem neu aufgebaut oder wenigstens an den richtigen Stellen verbessert werden.
Begründung
Das Schulsystem ist überholungsbedürftig. Die Schulnoten sind aus dem Mittelalter und das aktuelle Schulsystem ist etwa aus der Nachkriegszeit des 1. Weltkrieges. Dieses Schulsystem ist ungerecht und zielt darauf aus auszusortieren. In der Nachkriegszeit des 1.Welkrieges war die Idee mit Volk- (spätere Haupt-), Real-Schule und Gymnasium, die verschiedenen Bevölkerungsschichten (Arbeiter*innen, Entwickler*innen, Elite) individuell auf ihre Aufgaben im Berufsleben vorbereiten zu können. Heute ist das Prinzip immer noch „Bessere“ von „schlechteren“ Schülern*innen zu trennen. Es hat sich gezeigt, dass das weder den „guten“ noch den „schlechten“ Schülern*innen gut tut. Und das Aussortieren nach der 4. Klasse, also im Alter von 10-11 Jahren zu starten, ist viel zu früh. Die Noten und Tests sind dabei kein Nachweis für Intelligenz oder wie gut man das Thema verstanden hat. Es sind Leistungsnachweise. Man braucht für eine gute Note kurzfristig Übung. Man sollte sich die Aufgabentypen einige Male angeschaut und durchgearbeitet haben. Zusätzlich ist auch extrem viel Auswendiglernen dabei, was langfristig nichts bring. Je mehr Zeit man kurz vor der Prüfung dafür investiert hat, desto besser kann die Note sein. Mit Verständnis hat das nicht unbedingt was tun. Und schon einige Studien haben gezeigt, dass die Bewertung oft vom subjektiven Ermessen des/der Lehrers*ins abhängt. Es gilt nicht immer gleiche Note für gleiche Leistungen. Und mit so vielen Tests wie z.B. in den Gymnasien (z.B. alle 1-2Wochen ein Test) bürgert sich so das Verhalten ein, nicht für das Berufsleben oder aus Eigeninteresse zu lernen, sondern zu lernen um den nächsten Test zu bestehen. Experten*innen sprechen auch von Bulimie-Lernen. „Wissen“, Formeln, „Fakten“ (die gelegentlich gar nicht stimmen. Schulbücher sind teilweise voller Fehler, wenn man genauer hinschaut) in kurzer Zeit in den Schädel prügeln um möglichst gut durch die Prüfung zu kommen und dann das Erlernte relativ schnell wieder vergessen. Und jetzt kommt Covid19 und zeigt dazu noch offen aus, dass die Schulen selbst bei einem guten Lehrsytem viele Schwachpunkte haben. Keine Digitalisierung, Toiletten sind teilweise mehr als eine Zumutung und Filteranlagen für alle Schulen sind zu teuer? Ein Haupt-Argument der Befürworter, das Schulen offen bleiben ist, dass diese „Kinderunterbringungseinrichtungen“ sind und die Eltern arbeiten gehen können. Das versteh ich schon und ist auch irgendwo berechtigt. Aber ernsthaft, die Aufgabe von Schulen sollte doch eigentlich die Vorbereitung auf das Arbeitsleben und die Vermittlung von Wissen sein.
Es gibt Pädagogische Forschungen, wie Lernen Kinder bestimmten Alters am besten. Diese Erkenntnisse sollten auch mal umgesetzt werden