Darum geht es: • Der Schlei droht im Zuge der WSV-Reform ein Verlust ihres heutigen Status als Bundeswasserstraße. • Fahrwassermarkierung, Wassertiefenerhalt und Küstenschutz im Bereich Schleimünde wären damit nicht mehr im heutigen Maß und auf Kosten des Bundes gewährleistet. • Die Schlei würde absehbar ihren Funktionen als Wassersportrevier, Fischereistandort und Wasserstraße für den Güterverkehr nicht länger so wie heute gerecht werden.

Das wollen wir erreichen: „Wir“ sind eine Gruppe lokaler Wirtschaftsakteure (Tourismusorganisationen, Unternehmen, Vereine und Verbände, IHK Flensburg, WiREG) und Kommunen, die sich für den Erhalt der Schlei als Bundeswasserstraße einsetzt.

Wir wollen, dass... • die Schlei auch in Zukunft betonnt ist, ihre Fahrwassertiefe kontinuierlich erhalten und der Küstenschutz im Bereich Schleimünde intensiviert wird. • alle Segler die Schlei auch in Zukunft sicher erreichen und damit ihrer Freizeitbeschäftigung in unserer Region nachgehen können. • Fischereiwirtschaft, Werftbetriebe und Wasserbauunternehmen an der Schlei weiterhin existieren können. • die Schlei für Frachtschiffe bis Kappeln weiterhin sicher passierbar ist. • die Schlei auch in Zukunft ein wirtschaftlicher Motor unserer Region bleibt und bestehende Arbeitsplätze sowie Wertschöpfung gesichert werden.


Das können Sie tun: Unterstützen Sie unsere Lobbyarbeit für die Schlei – mit Ihren Ideen und einem klaren Bekenntnis „pro Schlei“ und mit Ihrer Teilnahme an dieser Petition! Teilen Sie gern diese Petition auf sozialen Netzwerken wie z.B. facebook, damit sich möglichst viele an der Rettung der Schlei beteiligen.


Weitere informationen finden Sie hier: FLYER mit allen Informationen zu diesem Thema: www.tinyurl.com/Wassertourismus-Schlei POSTKARTE: www.tinyurl.com/Wassertourismus-Postkarte UNTERSCHRIFTENLISTE: www.ostseefjordschlei.de/media/pdf/Unterschriftenliste_Wassertourismus_Schlei.pdf

Begründung

Die Schlei am Scheideweg – eine Zukunft ohne Bundeswasserstraßenstatus?

Am 22. Juni 2012 hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) dem Deutschen Bundestag den 5. Bericht zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes einschließlich eines Konzepts zum zukünftigen Erhalt und Ausbau der Bundeswasserstraßen vorgelegt. Dieses Konzept sieht unter anderem folgendes vor: • eine Kategorisierung der Wasserstraßen in sieben Kategorien nach ihrer Transportfunktion sowie eine regelmäßige Überprüfung der Netzkategorisierung (alle fünf Jahre) • die Konzentration von Ressourcen für Betrieb und Unterhaltungen an Wasserstraßen mit hoher Transportfunktion.

Was würde ein Unterhalt auf Basis dieses Netzkonzepts für die Schlei konkret bedeuten? • Da der reine Güterverkehr mit Frachtschiffen bis Kappeln derzeit sehr gering ist, würde die Schlei mit hoher Wahrscheinlichkeit einer niedrigen Kategorie zugeordnet. • Seiner Verkehrssicherungspflicht würde der Bund als Eigentümer weiter nachkommen. • Im Hinblick auf Betrieb und Unterhalt würde die Schlei nachrangig behandelt, und absehbar würden deutlich weniger Ressourcen für Fahrwassermarkierung, Baggerungen und Küstenschutz eingesetzt. • Die Bedeutung als Wassersportrevier, Fischerei- und Wasserbaustandort sowie Fahrtgebiet von Ausflugsschiffen bliebe bei der Eingruppierung der Schlei weitgehend unberücksichtigt.

Die Wirtschaft sowie die Wassersportvereinigungen an der Schlei befürchten, dass dadurch... • langfristig eine deutliche Verschlechterung des Zustands der Schlei vor allem im Bereich Schleimünde auftreten wird. • die Schlei für die heute sehr bedeutende Ausflugsschifffahrt kaum mehr nutzbar sein wird. • an der Schlei ansässige Werft- und Wasserbauunternehmen auf dem Wasser nicht mehr zuverlässig erreicht werden könnten und ggf. abwandern müssten. • die Befahrbarkeit für große Yachten verloren ginge und die Schlei dadurch als Segelrevier weniger attraktiv würde. • der Fischereistandort Maasholm an Bedeutung verlieren würde. • Frachtschifffahrt auf der Schlei kaum mehr möglich wäre.

Weitere Begründungen und nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie in unserem FLYER: www.tinyurl.com/Wassertourismus-Schlei

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  • PRESSEMITTEILUNG VOM 9.7.2014

    Resultate der Kampagnen übergeben:
    Starkes Votum für Bundeswasserstraße Schlei

    Die Unterstützung war beeindruckend: Rund 14.000 Bürger, Unternehmen, Vereine, Verbände, Kommunen und Ämter haben die Initiative der Lenkungsgruppe „Erhalt der Bundeswasserstraße Schlei“ online und durch die Absendung von Postkarten unterstützt. Das Ergebnis wurde heute – symbolisch in Kartons verladen und auf einer Sackkarre transportiert – an Dr. Frank Nägele, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, übergeben. Verbunden war dies mit der Bitte der Initiatoren, das gemeinsame Anliegen – die langfristige Sicherung der Bundeswasserstraße Schlei – nach Berlin zu tragen. Staatssekretär Dr. Nägele war eigens nach Kappeln gereist, um sich an Bord der neuen M/S „Schlei Princess“ selbst ein Bild der Situation auf dem Ostseefjord zu verschaffen – ein Eindrucksvoller Beweis des Stellenwerts, den die Landesregierung der Schlei beimisst.

    „Die Schlei ist Wirtschaftsmotor unserer Region und ein touristischer Magnet für ganz Schleswig-Holstein“, erläuterte Max Triphaus, Geschäftsführer der Ostseefjord Schlei GmbH als lokaler Tourismusorganisation, „die Existenz dieses Magneten darf auch in Zukunft nicht in Frage stehen. Denn damit stünden zugleich auch mehr als 10.000 Vollzeitjobs in unserer Region auf dem Spiel“. Dass die Schlei als touristische Attraktion so viele Arbeitsplätze schafft, wissen selbst in der Region nur wenige. Ein Gutachten des Kieler NIT (Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa GmbH) lieferte Ende 2012 schließlich den Beweis. „Die Lenkungsgruppe hat es damals vor der Hintergrund der Neukategorisierung der Bundeswasserstraßen in Auftrag gegeben“, ergänzte der Schleswiger IHK-Geschäftsstellenleiter Stefan Wesemann dazu, „wir befürchten schlicht und ergreifend, dass der Bund langfristig beim Fahrwasserunterhalt der niedrig eingeordneten Bundeswasserstraßen spart. Für die Schlei und die Wirtschaft drum herum wäre dies fatal“.

    Für den Gütertransport hat die Schlei kaum noch Bedeutung, daher fällt sie in die niedrigste Kategorie der Bundeswasserstraßen. Zunächst bedeutet dies: Kein Ausbau – im Fall der Schlei kein Problem, Ausbaumaßnahmen sind ohnehin weder nötig noch vorstellbar. „Doch wir alle wissen, wie die Haushaltslage des Bundes aussieht“, schränkt Thedje Ancker, rühriger Kappelner Unternehmer und Geschäftsführer der Ancker Yachting GmbH, ein, „niemand garantiert uns, dass der Bund in fünf oder zehn Jahren nicht auch bei der Unterhaltung zu sparen beginnt. Wenn regelmäßige Baggerarbeiten ausbleiben, ist die Schlei für große Yachten und so manches Fahrgastschiff schnell tot – und Schleswig-Holstein um einen Tourismus- und Wirtschaftsfaktor ärmer“. Dass es dazu kommt, glaubt nach dem eindrucksvollen Kampagnenergebnis zwar kaum noch jemand. „Dennoch werden wir weiter auf das Thema aufmerksam machen, um die Arbeitsplätze in der Region zu sichern.“, bestätigt Stephan Jung, Wirtschaftsförderer der WiREG mbH.

    Die Landesregierung, vertreten durch Dr. Nägele, sind dabei mit der Lenkungsgruppe „Erhalt der Bundeswasserstraße Schlei“ in einem Boot. Und der Staatssekretär hatte gute Nachrichten aus Berlin im Gepäck – und damit zugleich den Beweis, dass die Landesregierung über die Sicherung der Schlei nicht nur redet, sondern hinter den Kulissen auch bereits einiges erreicht hat: „Der Bund wird den Unterhalt der Schlei nicht nur im Jahr 2014 fortführen, sondern selbstverständlich auch in den Folgejahren. Davon gehe ich aus. Die Schlei ist eine der für den Tourismus im Land wichtigsten Lebensadern."

Pro

Wirtschaft und Tourismus

Contra

Die Pro-Argumente stimmen alle und sind lieb gemeint. Aber eigentlich geht es gar nicht darum, so habe ich es jedenfalls verstanden, dass die Schlei beispielsweise nicht mehr ausgebaggert werden darf. Es geht doch wohl eher darum, dass der BUND das nicht mehr bezahlen will, weil die Schlei traurigerweise ihr Dasein als Bundeswasserader verloren hat. Und tatsächlich stellt sich die Frage, warum nicht diejenigen zahlen sollen, die die Schlei nutzen: Schifffahrt, Segler, Touristen, Angler. Ich segle selbst auf der Schlei und natülich hätte ich es auch lieber, dass ein Anderer mein Hobby bezahlt.