Region: Gießen
Verkehr

RegioTram Gießen - jetzt planen statt weiter an Straßen bauen!

Petition richtet sich an
Magistrat
468 Unterstützende 316 in Gießen
32% von 1.000 für Quorum
  1. Gestartet April 2020
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Mit meiner Unterschrift fordere ich den Magistrat der Stadt Gießen im Rahmen eines Bürgerantrages (gem. §10 Bürgerbeteiligungssatzung) auf:

Vor Ausbau (Verbreiterung, Verlängerung o.ä.) und Neubau aller Straßen in Gießen sowie vor Beginn jeder Sanierung von Straßen, die im Verkehrswendeplan (siehe http://www.projektwerkstatt.de/media/image/giessen_verkehrswendekarte_trammarkiert3korridore.jpg)**) als mögliche Trassen für eine Straßenbahn vorgesehen sind, einschließlich der darauf abzielenden rechtsverbindlichen Vergabe von Aufträgen für Planung und Sanierung, muss die Stadt Gießen:

  1. Die Kosten und alle möglichen Fördermittel einschließlich deren Kombinationsmöglichkeiten beim Bau des vorgeschlagenen Straßenbahnnetzes ermitteln und veröffentlichen.

  2. Die Kosten für die jeweilige Straßensanierung ohne Straßenbahn-Infrastruktur und die Kosten für den gleichen Abschnitt mit Bau der erforderlichen Straßenbahn-Infrastruktur unter Abzug der maximal möglichen Zuschüsse ermitteln und veröffentlichen.

  3. In einer Bürger*innenversammlung die Entscheidung zur jeweiligen Sanierung mit oder ohne Straßenbahn-Infrastruktur einschl. der unter 1. und 2. genannten Ergebnisse darstellen und Gelegenheit zur Erörterung geben.

Eine rechtsverbindliche Entscheidung für den Bau eines Straßenbahnnetzes, vorzugsweise mit Ankoppelung an vorhandene Bahnlinien (sog. RegioTram), hebt die Bindungswirkung dieses Beschlusses auf.

*Daraus ergibt sich die folgende Liste der Straßen, die in den Korridoren liegen und für die diese Regelung folglich gilt.

Ost-West-Regiotram: Grünberger Straße, Ludwigs- und Berliner Platz, Neuen Bäue, Schulstraße, Marktplatz, Marktstraße, Neustadt, Rodheimer Straße, Heuchelheimer Straße.

Nord-Süd-Regiotram: Rodtbergstraße, Reichenberger Straße, Asterweg, Walltorstraße, Linden-, Kirchen- und Marktplatz, Marktstraße, Bahnhofstraße, Reichensand, Westanlage, Selterstor, Frankfurter Straße.

Straßenbahnlinie in die Weststadt: Schützenstraße, Alter Krofdorfer Weg, Wilhelm-Leuschner-Straße, Krofdorfer Straße, Carlo-Mierrendorff-Straße.

Straßenbahnlinie nach Wieseck: Reichenberger Straße, Wiesecker Weg, Gießener Straße, Alten-Busecker Straße, Treiser Weg, Kiesweg, Sandacker.

Straßenbahnlinie in die Südstadt (Alternative zur Seilbahn): Frankfurter Straße, Friedrichstraße, Wartweg, Klinikstraße, Paul-Meimberg-Straße, Schlangenzahl.

Begründung

Die Menge von Pendler*innen und anderen nach Gießen kommenden und von dort startenden Personen ist so hoch, dass sie nur vom - neben Fahrrad- und Fußverkehr - leistungsfähigsten aller Verkehrsmittel bewältigt werden kann. Das ist die Straßenbahn, die zudem folgende Vorteile vereint:

• Straßenbahnen bieten effiziente E-Mobilität und haben zudem kaum Abrieb an den Rädern, so dass sie – im Gegensatz zu den reifen- und bremsabriebstarken E-Autos – tatsächlich sehr emissionsarm fahren.

• Straßenbahnen können durch eigene Trassen oder schlaue Ampelschaltungen staufrei und damit schneller verkehren als der motorisierte Individualverkehr.

• Straßenbahnen brauchen keine Flächen in der Stadt für den ruhenden Verkehr (Parkplätze).

• Straßenbahntrassen können zudem gepflastert oder begrünt sein, so dass der Anteil versiegelter Flächen sinkt, die Aufheizung der Innenstadt geringer ausfällt und die trennenden und optisch unangenehmen Asphaltflächen in Innenstadt und angrenzenden Flächen wegfallen können.

• Straßenbahnen sind deutlich besser mit Fußgänger*innenbereichen verbindbar, wie die Erfahrungen mit Straßenbahnen in autofreien Bereichen vieler Städte zeigen.

Eine Straßenbahn, die an den passenden Stellen auf das vorhandene, durch Reaktivierungen optimierbare Gleisnetz in und um Gießen fährt (RegioTram), verbindet zusammen mit gut getakteten Buszubringerli-nien zu den Haltestellen der RegioTram die Gemeinden mit ihren Ortskernen und Dörfern rund um Gießen untereinander und mit Gießen bzw. dem Rhein-Main-Gebiet. Einige Haltestellen mehr an vorhandenen Bahnstrecken vermögen das allein nicht, zumal viele der Bahnstrecken eingleisig sind und mehr Haltepunkte nur bei Bau eines zweiten Gleises oder zumindest etlicher Begegnungsgleise möglich sind.

Neue Straßenbahntrassen entlasten die Bahnstrecken hingegen und können zudem in die Nähe der großen Wohngebiete und typischer Ziele von Verkehrsströmen (Behörden, Kliniken, Großfirmen, Schulen, Hochschulen, Innenstadt, Waldstadion usw.) gelegt werden. Der Bürger*innenantrag soll sicherstellen, dass nicht weiter Zeit und Geld verschwendet wird für Verkehrsplanungen und -bauten, bei denen die Verwirklichung einer Straßenbahn bereits möglich wäre. Die Zusammenlegung von Straßensanierungen mit dem Bau der Tramlinien verkürzt Bauzeiten und kann der Stadt wegen der aktuell hohen Zuschüsse für den Ausbau des Schienenverkehrs sogar erhebliche Geldmengen sparen.

Mehr Informationen? giessen-autofrei.siehe.website, wiesecktal.siehe.website und https://www.2035null.de.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jörg Bergstedt aus Reiskirchen
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Neuigkeiten

  • Wir legen wieder los in Gießen!
    Viele von uns waren stark engagiert im Dannenröder Wald. Leider ist die Trasse ja gefällt, aber wir können auf unserer Seite verbuchen, mit dem Protest die Debatte um die Verkehrswende deutlich verstärkt zu haben. Außerdem sieht es so aus, dass vom Danni aus mehrere Projekte überall im Land entstehen werden für eine konsequente Verkehrswende. Und auch da werkeln wir mit.

    Wir wollen aber auch wieder in Gießen loslegen - mit zwei ersten Schwerpunkten: Endlich die Durchsetzung der Fahrradhauptachsen in der Innenstadt, und endlich erste Beschlüsse, den Bau der RegioTram vorzubereiten.

    Zu beidem laufen im Moment Bürger*innenanträge - und die sollen durch Aktionen begleitet werden.

    RegioTram
    Schon etwas länger läuft... weiter

Den Beitrag, dass ein leistungsfähiges ÖPNV-Netz der Autoindustrie schaden würde, hätte ich so formuliert, dass es der Autoproduktion schaden würde (die Industrie könnte ja, wenn sie schlau ist, Straßenbahnen und Zubringerbusse bauen - da ist in Deutschland nämlich Nachholbedarf). Und dann hätte ich es auf die Pro-Seite gepackt. Es ist ja das Ziel, dass es weniger Autoverkehr gibt - und damit weniger Verkehrstote, weniger Luftbelastung, weniger Flächen- und Rohstoffverbrauch.

Ein leistungsfähiges ÖPNV-Netz würde der Autoindustire schaden.

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