• Von: Friederike Schulz mehr
  • An: Frau Tränkler (zuständige Person der Ausländerbehörde ...
  • Region: Thüringen mehr
    Kategorie: Minderheitenschutz mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 1.566 Unterstützer
    667 in Thüringen
    Sammlung abgeschlossen

Reißen Sie Familie Memedovich nicht auseinander! Dauerhaftes Bleiberecht für die ganze Familie!

-

Djengjis Memedovich, seine Frau Söhret Memedovich und ihre Kinder sind 2012 gemeinsam mit den Eltern von Djengjis, Ali und Suzana Memedovich, sowie seiner minderjährigen verwaisten Nichte aus Mazedonien nach Deutschland geflohen. In ihrem Heimatland sind sie wie alle Roma ständigen Diskriminierungen ausgesetzt. Dort wird ihnen der Zugang zu Arbeit, Bildung und ausreichender medizinischer Versorgung verweigert.
Obwohl Suzana sich nach einer Krebserkrankung in einer lebensbedrohlichen Situation befand, wurden ihr in ihrem Heimatland lebensnotwendige Operationen verweigert. Nachdem schon Djengjis' Schwester aus unbekannten Gründen in einem mazedonischen Krankenhaus gestorben war, beschloss die Familie gemeinsam nach Deutschland zu fliehen, um das Leben seiner Mutter Suzana zu retten. Erst nach mehreren komplizierten Operationen in Deutschland befand sie sich nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Suzana ist jedoch weiterhin in allen Lebensbereichen auf Hilfe angewiesen. Ihr Ehemann Ali ist nach zwei Herzinfarkten und einer Herzoperation ebenfalls schwer krank und braucht Unterstützung, da er sich körperlich nicht anstrengen darf. Jeglicher Stress kann bei Ali einen weiteren Herzinfarkt auslösen, welcher sein Leben bedroht. Nach dem Tod seiner Tochter übernahm Ali die Vormundschaft für seine minderjährige Enkelin.
Die Familie soll nun durch die Abschiebung von Djengjis, seiner Frau Söhret und ihren drei kleinen Kindern auseinandergerissen werden.

Begründung:

Dies darf nicht geschehen, denn Djengjis und seine Frau Söhret betreuen, pflegen und umsorgen die pflegebedürftige Suzana, welche weder ihre Wohnung verlassen, noch selbst notwendige Wege gehen kann. Ebenso unterstützen sie den schwer erkrankten Ali und die minderjährige Nichte von Djengjis. Die Nichte würde nach einer Abschiebung mit den schwerkranken Großeltern allein gelassen. Dies wäre für das junge Mädchen nicht zumutbar.
Es ist für uns als Freundinnen und Freunde der Familie Memedovich offensichtlich, dass sich die selbst hilfsbedürftigen Großeltern unter diesen Umständen nicht ausreichend um ihre Enkelin kümmern können.

Die Familie ist aufeinander angewiesen, sie brauchen ihre gegenseitige Unterstützung - und dies sollte auch von staatlichen Behörden anerkannt werden.
In Mazedonien erwartet den abgeschobenen Teil der Familie auch zukünftig eine ständige strukturell, psychisch und körperlich gewaltsame Diskriminierung in allen Lebensbereichen. Es entsetzt uns, dass eine Familie mit kleinen Kindern (sie sind 1,3 und 4 Jahre alt) einer derartigen Situation ausgesetzt werden soll, obwohl sie sich hier in Erfurt ein stabiles soziales Umfeld geschaffen hat. Sie haben viele Freundinnen und Freunde, zwei der Kinder besuchen den Kindergarten, Djengjis und Söhret nehmen an einem Deutschkurs teil und möchten so schnell wie möglich Arbeit finden.
Dass Roma, obwohl es einen rassistischen Massenmord an ihnen in der Zeit des Nationalsozialismus gab, noch immer rassistisch beleidigt und auf offenen Straßen angegriffen und verletzt werden, ist nicht hinnehmbar. Ebenso wollen wir verhindern, dass deutsche Polizistinnen und Polizisten Roma erneut verschleppen. All diese Muster ziehen sich seit langer Zeit durch die deutsche Geschichte. Wir fordern, dass die zuständigen Behörden Verantwortung für den in Deutschland begangenen Massenmord an Roma übernehmen und dieser Verantwortung entsprechend handeln.

Familie Memedovich nimmt eine aktive Rolle in der Initiative Roma Thüringen wahr. Dort arbeiten sie eng mit dem Roma Center Göttingen und dem The Voice Refugee Forum aus Jena zusammen uns setzten sich für ein Bleiberecht für alle Roma und andere Geflüchtete ein. Sie fördern weiterhin den Austausch und die Vernetzung zwischen Roma und anderen Interessierten und sind damit ein fester Bestandteil der politischen Landschaft Thüringens.
Für uns als Freundinnen und Freunde der Familie Memedovich sind sie aus dem Leben hier in Erfurt nicht mehr wegzudenken. Sie gehören hierher.
Unterstützt die Familie Memedovich mit eurer Unterschrift im Kampf für ein dauerhaftes Bleiberecht!
Weitere Infos findet ihr unter www.breakdeportation.blogsport.de/memedovich

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Erfurt, 07.02.2015 (aktiv bis 06.08.2015)


Neuigkeiten

Liebe Unterstützer*innen, wir freuen uns, dass dank eurer Hilfe und eines langen, politischen Protests Djengjis und Söhret Memedovich und ihre drei Kinder für zwei Jahre eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben. Damit haben wir ein wichtiges Ziel ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Für meine Mitmenschen :-) "Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt" dieser Talmudspruch ist in den Ring eingraviert, den die Juden Oskar Schindler als Geschenk übergaben. Aus echtem Zahngold gemacht, war der Ring am 08.05.1945 das ...

PRO: es sollte ein gebot der menschlichkeit sein, allen geflüchteten so gut es geht zu helfen. gerade die tatsache, dass eine familie auseinandergerissen werden soll, zeigt die unmenschlichkeit der abschiebepraxis. im übrigen bin ich entsetzt, mit welchen ...

CONTRA: Mazedonien wird als sicheres Herkunftsland eingestuft u. wir können nicht allen helfen. Die Familie kann doch zusammen in ihr Land zurück. Bei so viel Krankheiten der Familie - wer bezahlt denn die komplizierten OP´s, die Krankenhausaufenthalte u.Medikamente? ...

CONTRA: Wenn die Familie zusammen bleiben will dann können sie ja alle das Land verlassen!!! Das nenn ich persöhnlich Entlastung für den Deutschen Steuerzahler!!!

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Kurzlink